Archiv für den Monat Juni 2011

Der Rettungsschirm-Blues

Donnerstag, 30. Juni 2011

AUDIO:Rettungsschirmblues

Irgendeine Bank
leidet große Not
denn ihre Kredite
sind mausetot!

Schlecht für die Rendite :/
Und es droht Default.

Ja was machen wir denn da?

Wir spannen mal wieder den Rettungsschirm auf
und packen noch ein paar Milliarden obendrauf:/

Irgendein Land
geht über den Rand,
wird kaputt gespart
kein Schnitt ist zu hart: (weiterlesen…)

“Griechenlandrettung” = Bankenrettung

Donnerstag, 30. Juni 2011

Dass die “Griechenlandrettung” eigentlich eine Bankenrettung durch den Steuerzahler ist, ahnten wir schon. “Monitor” hat am 16.6.2011 einige unglaubliche Fakten zusammengetragen:

Die “Klima-Biene” – Opfer der globalen Erwärmung?

Dienstag, 28. Juni 2011

Am 11./ 12.6.2011 machte es schnipp-schnapp – ein „verdächtiger“ Artikel wurde aus der Wochenendausgabe meiner Tageszeitung ausgeschnitten. Konnte das angehen? Meine eigenen Beobachtungen sprachen dagegen. Ich ließ den Artikel liegen und war mir sicher, dass „da noch was kommen würde“. Zwei Wochen später: Na bitte – die Reaktionen ließen nicht auf sich warten.

Worum es ging? Um die Behauptung, die Honigbienen hätten dieses Jahr das Frühjahr verschlafen. „Als in diesem Jahr die ersten Blumen blühten und die Natur erwachte, fehlte ein Tier: Die Honigbiene. Sie schien ihren Frühlingsausflug verschlafen zu haben. ,Mit dem Klimawandel sehen wir zunehmend ein Auseinanderdriften zwischen Temperatur und der ersten Flugaktivität’, erklärt der Bienenexperte Jürgen Tautz von der Universität Würzburg.“ (GA Bonn, 1. Seite).

Die Meldung „Bienen verschlafen den Frühling“ fand sich vor 14 Tagen landauf, landab in allen Printmedien, auch das Fernsehen nahm sich des vermeintlichen Problems an.

Klimameldungen rufen bei mir zugegebenermaßen Arwohn hervor. Denn der angeblich menschengemachte Klimawandel wird für immer mehr Dinge verantwortlich gemacht nach dem Motto: Der Mörder ist immer das Klima. Hunger, Armut, Umweltzerstörung – früher waren einmal ein falsches, ungerechtes  Wirtschaftssystem, Kriege, der Großeinsatz von Agrarchemie dafür verantwortlich. Aber diese Zeiten sind vorbei, das Klima ist der Dauerschuldige – zumindest wollen uns das die Mainstreammedien glauben machen.

Der erwähnte Artikel berichtete von der Forschungsarbeit eines Doktoranden der TU München darüber, wie die Bienen auf angeblich höhere Frühjahrstemperaturen reagierten. Es sei „sinnvoll, Bienenvölker Jahr für Jahr in den Frühjahrsmonaten zu beobachten.“ So könne man später Rückschlüsse auf deren Verhalten im Klimawandel ziehen. Name des Projekts: „Klimabiene“. Heute (27.6.2011) dann also zwei Leserbriefe, Überschrift: „Bienen verschafen nie“, die an Klarheit nichts zu wünschen übrig lassen. (weiterlesen…)

Offener Brief an Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel

Freitag, 24. Juni 2011

Bonn, 24.6.2011
Sehr geehrte Herren Minister,

den Medien war dieser Tage zu entnehmen, sie seien „zu einer Überraschungsreise“  in Libyen gewesen (ARD, 13.6.2011). Sie kündigten dort Millionen Euro Hilfen für das Land an.

Sie, verehrter Herr Westerwelle, werden zitiert mit den Sätzen: „Unser Besuch in Bengasi zeigt: Deutschland ist ein Freund und Partner der demokratischen Kräfte im Land. Wir werden den Nationalen Übergangsrat beim Aufbau eines demokratischen und rechtsstaatlichen Libyens nach besten Kräften unterstützen“. Und weiter: „Gaddafi steht auf der falschen Seite der Geschichte.“

Leider liegen die Dinge keineswegs so klar. Denn: Bis vorgestern standen auch die Mitglieder des jetzt von Deutschland offiziell anerkannten Rebellenrates noch auf der „falschen Seite der Geschichte“. Alle Mitglieder des Interimsrates waren Regierungsmitglieder oder Funktionäre des Diktators; einzige Ausnahme ist der provisorische Finanzminister Ali Tarhouni; er lebte bisher als Professor für Wirtschaftswissenschaften in den USA.

Der Vorsitzende des Übergangsnationalrats Mustafa Mohammed Abud al Dschelail war bis 21. Februar dieses Jahres noch Justizminister unter Gaddafi. In dieser Funktion trug er eine Politik mit, die mit Demokratie gar nichts und noch weniger mit der Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien zu tun hat. (weiterlesen…)

Eurofischer – der Song zur Europleite

Donnerstag, 23. Juni 2011

Eurofischer – Audiopiste zum Reinhören

Wenn vor Griechenland der Euro im Meer versinkt,
Und ganz Hellas vor lauter Schulden fast ertrinkt,
Werfen Banken in weitem Bogen die Netze aus:
Denn die Renditen der Kredite bleiben aus,
Die zwölf Sterne stehen bleich am Firmament,
Euro brennt, Euro brennt.

Bella, bella bella Angie
halte durch und treib was auf morgen Früh,
Bella bella bella Angie,
Entäusch uns nie!

Wenn das Risiko für’s Kreditdepot
Viel zu hoch – das kann nicht sein!
Das Stroh brennt lichterloh!
Da muss die Bank schnell raus und der Staat muss rein -
denn Verluste für die Banken? Nein, das darf nicht sein! (weiterlesen…)

Lady Gaga: Sah sie das Atom-Desaster in Japan voraus? (Teil I)

Dienstag, 21. Juni 2011

Die korrekte Antwort muss natürlich “nein” heißen. Das sollte aber nicht daran hindern, sich das folgende Video, was im November 2009 eingestellt wurde, einmal genauer anzusehen und anschließend zu analysieren.

Das “Forbes”-Magazin erstellt jährliche Listen der reichsten Celebrities dieses Erdballs nach ihrem geschätzten Jahreseinkommen. Lady Gaga führt die Charts der Prominenten an mit einer Summe von ca. 90 Millionen Dollar pro Jahr.

Die Gaga-Lady, Sängerin, Songwriterin und Produzentin verkauft ihre Produkte z. T. 15 Millionen Mal, ihre Musikvideos wurden bei YouTube 1 Milliarde Mal aufgerufen (was bisher noch niemandem gelang), eine ganze Generation Jugendlicher wächst mit ihren Selbst-Iinszenierungen heran, in meinem Bekanntenkreis gibt es sogar Babys, die ihre ersten Tanzschritte zu den Rhythmen von Lady Gaga machten.

Lada Gaga bezeichnet ihre Fans als “my little monsters”, hat nach eigenen Aussagen eine Obsession mit Monstern und “wurde zum Monster” als sie – brennend vor Ehrgeiz – begann, ihre Karriere voranzubringen.

Man könnte mit dem Finger an der Stirn über die Lady hinweggehen, doch ich beschloss, hier einmal beispielhaft das Musikvideo “Lady Gaga Apocalpyse, the Monster Ball Tour”, das der BTV-Produzent William Sikora III mit ihr zusammenbaute, zu analysieren. (weiterlesen…)

Jippi: Ein neuer Emmanuel Goldstein ist uns verkündet

Samstag, 18. Juni 2011

285px-1984emmanuelgoldstein1Ich hatte schon Entzugserscheinungen: Zehn Jahre mit dem traurigsten und häßlichsten Gesicht der Welt sind kein Pappenstiel. Sowas hinterläßt Spuren. Sowas zeichnet einen. Zehn Jahre tröteten Warnungen die Luft und röteten Tarnungen den Boden.

Da kann niemand so plötzlich erwarten, dass wir ohne dieses Phantom aus der Höhle so einfach unsere Ruhe haben sollen, wollen, können?

Wie auch immer: Auch die Sporttaucher, die diesem Untoten jetzt hinterhertauchen wollen, werden sicher auch nur auf heiße Luft stoßen – ne Unterwasserblase oder so.

Emmanuel Goldstein, wikimedia commons

Emmanuel Goldstein (oben) aus "1984 – der Film" (Quelle: Wikimedia Commons)

Doch dem Phantomschmerz kann so nicht abgeholfen werden, da muss schon was Neues her. Wenn sie’s jetzt nicht gemacht hätten, hätte ich mir was einfallen lassen.

Der neue Goldmann alias Sawahiri lebt, so vermutet man, genau: in einer Höhle im fernen, mystischen afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet; in einer Höhle war es ebenfalls, wo er den verewigten Anführer und Märthürer in den späten 1980ern, nee ich glaub Märthyrer, oder nee Märtyrer der Blooderhood kennen lernte, so müsste es jetzt ok sein. (weiterlesen…)

Kommt die Monarchie in Libyen? Oder: Ein falscher Prinz für einen falschen Krieg

Samstag, 18. Juni 2011

In einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender Fox-News, ausgestrahlt am 12.4.2011, wird der Weltöffentlichkeit der libysche “Prinz Idris Al-Senussi” präsentiert, Mitglied der königlichen Familie, die 1969, als Muhammar al Gaddafi die Macht ergriff, ins Exil gehen musste. Prinz Idris habe sich schon “Jahrzehnte lang”  für die Opposition engagiert.

Der Interviewer kommt schnell auf den Punkt: Der vermeintliche Prinz, der angeblich mit Menschen “on the ground”, also vor Ort in Kontakt steht, darf bei Fox-News für ganz Libyen sprechen; unter der königlichen Flagge (“one flag, one state”) werde das Land bald wieder vereint sein, so der libysche Blaublütler.
“Prinz” Idris wendet sich dramatisch an die USA und die NATO. Es fehle an Munition und Training, die NATO und die USA müssten sich mehr engagieren. Das libysche Volk erwarte von den USA als Hauptmacht hinter der NATO mehr “Einmischung”. “Bitte verstärken sie ihre Militäroperationen” (“Please step up your military operations”), “gebt uns Waffen, damit wir die Macht ergreifen und Gaddafi loswerden können.”

Die Bitte des Prinzen könnte klarer nicht sein. Es gibt nur ein Problem: Der Mann ist kein Prinz, sondern ein Hochstapler, was jeder mit einem Minimum an Recherche herausfinden kann. Er lebt in London und Rom, war seit 1969 nicht mehr in Libyen, hat mit Öl- und Gasgeschäften zu tun. Zu seiner royalen Fantasiegeschichte gleich mehr. (weiterlesen…)