Utoya: Ungereimtheiten

Zeitablauf Utøya nach Darstellung der norwegischen Polizei:

  • 17:02 Uhr: Erste Meldungen gehen ein
  • 17:27 Uhr: Benachrichtigung über das Schießen auf Utøya im Polizeidistrikt Nord Buskerud
  • 17:30 Uhr: Operations Centre der Osloer Polizei erhielt Information der Vorfälle in Utøya
  • 17:38 Uhr: Oslo-Polizei Gewährung von Hilfe auf Anfrage von Nordre Buskerud Polizeistation
  • 17:52 Uhr: Die erste Polizeistreife trifft in der Gegend ein – muss auf ein geeignetes Boot warten
  • 18:03 Uhr: Nachricht, dass das Boot unterwegs ist
  • 18:09 Uhr: Emergency Squad (Spezialeinheit) auf dem Festland
  • 18:25 Uhr: Emergency Kader landete auf Utøya
  • 18:27 Uhr: Der Täter festgenommen, Angeklagter mit Munition festgenommen

Damit ist polizeilich bestätigt, dass es anderthalb Stunden dauerte, bis den Jugendlichen auf der Insel Hilfe zuteil wurde. 86 Personen starben … Es wurde Kritik gegenüber der Polizei laut. Diese argumentierte jedoch, es sei Ferienzeit, man habe nur einen (!) Hubschrauber zur Verfügung gehabt und die Crew sei im Urlaub gewesen.

Das norwegische Fernsehen hatte dagegen keinerlei Schwierigkeiten, einen Helikopter aufzutreiben, während die Polizei noch im Bötchen unterwegs war, schoss ein Reporter die bisher einzigen Live-Aufnahmen des Killers (siehe erster Blogbeitrag zum Thema). Opfer, die sich mit ihren Eltern per SMS austauschten, berichten ebenfalls von kreisenden Hubschraubern, während das Morden noch im Gange war. (vgl. NZZ vom 27.7.2011).

Norwegens Justizminister (Justiz und Polizei) Knut Storberget stellte sich dennoch ausdrücklich vor die Polizei. Er lobte am Dienstag ihre “fantastische Arbeit”. Die Polizisten hätten ihren Urlaub unterbrochen und seien freiwillig zuhilfe gekommen.

Auch der Osloer Polizeichef Johan Fredriksen meinte dazu vor der Presse: “Ich sehe nicht, wie man das schneller hätte abwickeln sollen. Ich sehe nicht, wie das hätte möglich sein können, wenn man die Entfernung zur Insel [56,7 km von Oslo!] und die gegebenen Bedingungen bedenkt. Man versucht immer, besser zu sein, aber ich sehe nicht, wie wir hätten schneller sein können.” (vgl. Telegraph, 26.7.2011).

Fredriksen informierte weiter, dass der Hubschrauber auf dem Gardemoen-Flughafen nördlich von Oslo (also in Richtung der Insel Utøya) stationiert sei; er sei nicht geeignet gewesen, ein Team von Counter-Terror Offizieren von der Hauptstadt zum Ort des Geschehens zu transportieren.
Warum das denn?,  fragt man sich da!
‘Es brauchte Zeit, die Mannschaft hineinzubekommen. Es war mit nutzlosem Ausrüstungsmaterial voll und war nie für solch eine Operation genutzt worden‘, sagte er über den Helikopter.” Na und, dann war es eben sein erster Flug mit der Delta-Force-Truppe – eine dreiste Entschuldigung des Polizeichefs!

Es wird immer merkwürdiger! Die Mannschaft war also schon im Hubschrauber, aber man flog dann doch nicht ab. Die Einlassung ist völlig abstrus, lieber mit “unnützem Material” in wenigen Minuten am Unglücksort sein als ohne “unnützes Material” per Auto und Boot anreisen, in einer Situation, wo jede Minute zählt.
Ich bin der Meinung, es wäre nicht schneller geganger, hätten wir ihn benutzt“. Eine unfassbare Einlassung der Polizeichefs!

Diese Meinung Fredriksens wird vom früheren Polizeiinspektor Finn Abrahamsen überhaupt nicht geteilt. Es sagte gegenüber norwegischen Reportern, er habe es sehr schade gefunden, dass der Helikopter an diesem Tag am Boden geblieben sein. Sehr vorsichtig ausgedrückt…

Derweil kündigte Premierminister Jens Stoltenberg die Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission an. Diese werde die Geschehnisse ausführlich untersuchen und innerhalb eines Jahres (!) einen Abschlussbericht erstellen darüber, welche Lektionen man daraus lernen könnte.

Man stelle sich nur einen Moment vor, man befände sich in der Lage von Angehörigen: Wie muss man sich da bei eines solchen Ankündigung Stoltenbergs fühlen? Der Premier, nimmt quasi das Ergebnis der Untersuchungskommission schon vorweg, wenn er von “Lektionen” redet, schließlich könnte es auch um “Schuldige” gehen! Der Zeitrahmen ist ebenfalls skandalös und deutete daraufhin, dass man das Thema aus der Diskussion haben möchte.

Es bleiben weitere Fragen, z. B. wo das norwegische Militär blieb. Besitzt es auch nur einen Hubschrauber und war es ebenfalls auf Urlaub? Wohl kaum. Bekanntlich beteiligt sich Norwegen am Libyen-Bombardement und in Afghanistan, das Land ist also ausgerüstet.

Die Polizei ist außerdem Teil der norwegischen Rettungsdienstes, wozu logischerweise auch die Luftrettung gehört. Die Durchführung von Rettungseinsätzen bei Unfällen und Katastrophen gehört zu ihrem Aufgabenbereich. Rettungseinsätze sind in Norwegen wegen des schwierigen Wetters und der schwierigen Geographie nichts Ungewöhnliches. Auch Ärzte werden oftmals in kleine Orte in entlegenen Fjorden gerufen – per Hubschrauber. Es gibt zwei Einsatzzentralen für den Rettungsdienst (Stavanger und Bodo). Der Polizei ist zur Erfüllung ihrer Mission ausdrücklich gehalten, Hilfe vom Militär, von zivilen und Nicht-Regierungs-Organisationen anzufordern.

Wo lag also das Problem?

Laut Dagbladet ging es wie folgt weiter: Havard Gåsbakk, der Einsatzleiter, kam (gegen 18 Uhr) gleichzeitig mit dem Kader der “Delta Force” (8 Mann) von Oslo per Auto am Festland vor der Insel an, zusammen mit zwei lokalen Polizisten gingen sie in ein von der örtlichen Polizei Nord-Buskerud bereitgestelltes Polizeiboot. Auf halber Strecke zur Insel bekam das Polizeiboot Motorprobleme. Von der Insel selbst waren jedoch bereits mehrere Boote gestartet, um Hilfe zu holen. Zwei offene Boote nahmen die havarierten Polizisten auf und mit  jeweils 5 Männern fuhren sie zurück nach Utøya.

Dort gestaltete sich die Festnahme des Killers offenbar märchenhaft problemlos: An der Bootsanlegestelle der Insel wurden sie von vielen jungen Menschen empfangen. Nach 30 Sekunden bis 1 Minute sah man bereits einen Schuss auf der Südseite der Insel und hörte einen Knall. Man springt aus dem Boot und läuft in diese Richtung. Man will ins Unterholz in den Wald rennen, um das Stellen des Täters aus besserer Deckung heraus zu erleichtern. Die Polizisten schreien: “Bewaffnete Polizisten”. Plötzlich steht der mutmaßliche Täter direkt vor ihnen, er hat bereits die Hände über dem Kopf, die Waffe trägt er nicht mehr, sie liegt 15 m hinter ihm. Erstaunlicherweise lässt er sich widerstandslos festnehmen. Der Ruf “bewaffnete Polizisten” scheint ihn augenblicklich von aller Mordlust befreit und in ein zahmes Schaf verwandelt zu haben.

Der Anwalt des mutmaßlichen Täters Geir Lippestad, berichtete der Presse unterdessen, sein Mandant sei “ein klein wenig überrascht gewesen, dass er Erfolg hatte. Er hatte erwartet, früher von der Polizei oder jemand anders an diesem Tag gestoppt zu werden. Er dachte, er werde nach dem Bombenanschlag, nach der Tat auf der Insel oder bei der Gerichtsverhandlung getötet.” Weiter sagte er, Breivik habe Drogen genommen, bevor er seinen Amoklauf begann, “um stark und effizient zu sein und sich wach zu halten.”

Das deckt sich mit Opferangaben, die berichten, der Täter sei völlig ruhig und systematisch vorgegangen bei seinem Morden.

Die norwegische Tageszeitung “Dagbladet” sprach mit Freunden des Angeklagten. Sie sagten aus, Breivik habe anabole Steroide eingenommen, seit er ein Jugendlicher war. Ein Kumpel aus Kindertagen meinte, er habe sogar vor ein paar Jahren kosmetische Chirurgie in den USA ausführen lassen, um männlicher auszusehen. “Ich traf ihn im Bus, und er war sehr zufrieden. Er hatte OPs an Stirn, Nase und Kinn machen lassen.” Als Erklärung habe Breivik angegeben, er dachte, dass er zu feminin aussehe.

Insgesamt entsteht der Eindruck einer labilen, völlig ungefestigten Person mit möglicherweise chronischen anabolen Steoridabusus.

Der Täter hatte zwei Waffen, eine Pistole Marke “Glock” und ein Maschinengewehr, und hatte große Mengen ungenutzter Munition, als er verhaftet wurde. Aufgrund der furchtbaren Austrittswunden und der Fragmentierung der Geschosse im Körper der Opfer werden Dum-Dum Geschosse als Munition angenommen. Deren Einsatz ist verboten (Hager Landkriegsordnung). Auf legalem Wege kann sie der Täter also nicht beschafft haben. Woher kam die Munition also?

Während Dum-Dum-Geschosse also im Krieg theoretisch verboten sind, sind sie bei Behörden zu Terrorismus- und Verbrechensbekämpfung zugelassen, weil sie eine maximale “Mannstoppwirkung” haben. Da Dum-Dum-artige Geschosse im Ziel explodieren, gibt es z. B. keine Durchschüsse. In einigen deutschen Bundesländern sind die sog. Teilmantelgeschosse daher als “Polizei-Einsatz-Munition” zugelassen. War die norwegische Delta-Force im Besitz dieser Sondermunition?

Der Chirurg Colin Poole vom Ringerike-Krankenhaus in Hönefoss vermutet, der Attentäter habe offenbar spezielle Munition eingesetzt, “um maximale Schäden bei seinen Opfern hervorzurufen”. Poole sagte der Zeitung “Dagbladet” nach der Behandlung von 16 Opfern in seinem Krankenhaus: “Ich habe nie zuvor diesen Typ von Schusswunden gesehen.” Die Projektile hätten sich offenbar in den Körpern der Getroffenen stark fragmentiert. Der Chirurg wird in “Aftonposten” zitiert: “Es sind zweifellos Dum-Dum-Geschosse, die nur von Spezialtruppen in einigen Ländern benutzt werden“. Sie konnten auf keinen Fall in Norwegen gekauft worden sein, so Poole. Wie kam der Täter an die Spezialmunition?

Breivik Anwalt kündigte an, er werde auf “nicht zurechnungsfähig” plädieren. Sein Mandant sei aller Wahrscheinlichkeit nach “geisteskrank”.

Dieser Lesart trat heute (Mittwoch) Norwegens Geheimdienstchefin (Inland) Janne Kristiansen entgegen. Sie sagte der BBC:Ich kann Ihnen sagen, dass wir in diesem Augenblick keine Beweise und Hinweise haben, dass er Teil einer größeren Bewegung war oder in Verbindung mit anderen Zellen gestanden habe oder dass es überhaupt andere Zellen gab.” Breivik hatte behauptet, er habe als die erste von drei Zellen gehandelt und es gebe noch weitere auch im Ausland.

Kristiansen sagte weiter, sie glaube, er sei ein Einzeltäter. Und: Sie glaube nicht, dass der Killer geisteskrank sei, sondern “kalkulierend” und “bösartig” und jemand, der das Rampenlicht suche. “Ich glaube nicht, dass es im Kopf dieser Person irgendwelche Grenzen für das Böse gibt.” Böse ist er – nicht krank, drogiert oder hirngewaschen!

Heute beendete damit die norwegische Geheimdienstchefin die Suche nach dem zweiten Täter, den Augenzeugen sogar beschrieben hatten: Ca. 1,80 m groß, dunkelhaarig, nordisch. Die Version vom “Einzeltäter” kommt irgendwie bekannt vor.

Falls Kapital aus dem Verbechen geschlagen werden soll, so ist es nötig, den Täter nicht als geistesgstört, sondern als “böse” und “berechnend” zu beschreiben. Einen Geisteskranken müsste man dagegen nicht ernst nehmen und alles daran setzen, ihn so schnell wie möglich zu vergessen.

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10 Antworten zu “Utoya: Ungereimtheiten”

  1. Monsieur Bla sagt:

    Wo lag also das Problem?

    Das Problem war, dass sie keine Waffen hatten!! Die norwegische Polizei ist offenbar unbewaffnet. Quelle: finde ich im Moment nicht mehr. Reiche ich aber vielleicht noch nach.

  2. Martin W. sagt:

    Immer mehr stellt sich heraus, dass die zunächst nur vagen Vermutungen, die Tat habe ein “Geschmäckle”, doch wohl nicht so abwegig sind.

  3. Friederike Beck sagt:

    Es ging um den Hubschrauber! Die Delta Force ist sehr wohl bewaffnet, nur wenn die mit Auto u. leckem Boot anreist, nützen auch Waffen nichts mehr…Im übrigen ist auch die norw. Polizei bewaffnet. Sie haben ein Extrafach im Auto, wo die Waffen untergebracht sind, tragen sie also nicht mit herum.

  4. Amin sagt:

    Also irgendwie habe ich das dunkle Gefühl: Im Königreich Norwegen läuft was mega schief! Da muss grundsätzlich was in diesem Staat falsch sein.
    Man macht es sich zu einfach die Probleme auf eine einzelne Person abzuwälzen. Geir Lippestad ist Produkt der norwegischen Gesellschaft und dortigen sogenannten Demokratie. Fest steht wohl, das er unzufrieden mit den Verhältnissen dort ist, sonst hätte er nicht die politische Elite angegriffen.

  5. oisblues sagt:

    wenn man sieht wer alles von den Norweger bei den Bilderbergern war, dann könnte einem an den angeblichen rassistischen Hintergrund des Täters, bei all den norwegischen Kindern Zweifel aufkommen.

    Selbst die Siv Jensen von den Rechten war bei dem Elite Club

    und wie immer die Frage cui bono?

    Gro Harlem Brundtland (1982, 1983) former Prime Minister of Norway
    Käre Willoch (1966, 1968, 1982, 1987) former Prime Minister of Norway
    Trygve Bratteli (1977) former Prime Minister of Norway
    Jens Stoltenberg (2002) current Prime Minister of Norway
    Siv Jensen (2006) Chairman Fremskrittspartiet
    Johann Olav Koss (2006)
    Halvard Lange (1964) former Minister og Foreign Affairs (Norway)
    Ole Myrvoll (1974) former Minister of Finance (Norway) former Mayer of Bergen
    Svein Gejedrem (2003) Chairman of Norges Bank 1999 present
    Dagfinn Varvik (1975) former Chairman Centre Party (Norway

  6. Ben sagt:

    Zu den Waffen und Dum-Dum-Geschossen ein Wort, der Täter verwendete kein Maschinengewehr, sondern eine Glock-18 und ein Schrotgewehr, beide auf ihn zugelassen. Doch bei der Glock-18 darf man ich nicht täuschen, obwohl die Waffe aussieht wie eine Pistole, so ist es dennoch eine vollautomatische Waffe, die mit einer Kadenz mit bis zu 1200 Schuss/Min schießt. Bei YT und Co gibt es genug Videos zur Wirkungsweise.

    Trommelmagazine fassen dabei bis zu 100 Schuss. Als Munition dienen handelübliche 9 x 19 mm Patronen, die es auch in Teilmantelausführung z.B. für die Jagd gibt. Durch kreuzweises einsägen kann jeder technisch versierte Laie daraus Dum-Dum-Geschosse herstellen, die die aufgetretenen Verletzungen erzeugen. Auch modifizierte Mannstop-Munition ist frei erhältlich, z.B. EMB Fiocchi Expansiv Mono Block. Letztlich ist es eher eine Frage des Preises, als ein Problem der Beschaffung.

    Auf der Suche nach Ungereimtheiten dürften die Zeugenaussagen von einem zweiten Täter und die geradezu groteske Dauer des Anschlages bis zum Eintreffen der Spezialeinheiten ergiebiger sein. Die Waffen/- und Munitionswahl zeugt nur von Skrupellosigkeit, dürfte aber kein prinzipiell logistisches Problem darstellen, was gegen die Einzeltäterthese spräche.

  7. Natori sagt:

    Warum seid ihr euch immer noch so sicher, dass er das alleine geplant hat? Vielmehr scheint es mir, als wurde er für eine FalsFlagOperation benutzt. Man brauchte eben eine bestimmte Person, damit die wirklichen Drahtzieher nicht ans Tageslicht kommen.
    Es ist offensichtlich, dass der Ausruf “Bewaffnete Polizisten” ein Codewort war, woraufhin Breivik sein “Programm” beendete. Er war eindeutig unter “Mindcontrol”.
    Und dass die Polizisten so lange gebraucht haben, bis sie auf der Insel waren, war so geplant, damit Breivik auch so viel Schaden wie möglich anrichten konnte.
    Die meisten merken garnicht, wie sehr sie sich von den Medien verblenden lassen.

  8. Nicht nur aufgrund der im Blog hier gesammelten merk-würdigen Ungereimtheiten zur norwegischen Polizei und zur Sondereinheit “Delta”, die im Utoya-Einsatz standen, darf im Moment nicht ausgeschlossen werden, dass Breivik nur das “front face” einer umfassenderen, viel mächtigeren Täterschaft ist.

    Wenn aber Breivik nur das “Gesicht” einer umfassender Täterschaft wäre, dann würde dieses zunächst unglaublich klingende Szenario sofort die Frage aufkommen lassen, welches denn “übergeordnete”, womöglich (geo-)politischen Ziele und Zwecke wären, die eine solche ungeheuerliche Tat überhaupt “rechtfertigen” würden, um einen “norwegischen Reichtagsbrand” bzw. ein “norwegisches 9/11″ zu begehen.

    Fakt ist, dass Norwegen bisher doch eher einen “sehr selbständigen” Kurs gefahren ist. Das genannte Szenario unterstellt also, dass Norwegen mit den Anschlägen “wieder auf Kurs” gebracht werden soll…

    Wir haben zur “Stützung” dieses unbeweisbaren Szenarios Recherchen angestellt, die bisher 10 Mosaiksteine zutage förderten:

    Mosaikstein Nr. 1 ist: China bohrt in Norwegen nach Öl (hat der Normalbürger je etwas darüber zu hören oder zu lesen bekommen?).

    Nr. 2: Grenzverlaufabkommen mit Russland (in der arktischen See, die vor Erdölvorräten nur so strotzt).

    Nr. 3: Militärmanöver mit Russland.

    Nr. 4: Statoils Rolle in Venezuela und im Iran (beides “Feindstaaten” der USA/des Westens).

    Nr. 5: Die Oslo-Verträge betr. der Palästinafrage.

    Nr. 6: UN-Abstimmung betr. der Palästinafrage.

    Nr. 7: Norwegens kritische Haltung gegenüber Israel.

    Nr. 8: Norwegens angedrohter Abzug aus dem NATO-Bombardement in Libyen.

    Nr. 9: Norwegens (als finanziell gesundestes Europa-Land) Stopp von Hilfszahlungen an Griechenland (und somit Stopp-Signal an kommende bankrotte Staaten in der Euro-Zone)

    Nr. 10: Norwegens (als potentiell kräftiger Nettozahler) Nicht-Mitgliedschaft in der EU, welche im Eiltempo auf dem Weg zu den “Vereinigten Staaten von Europa” ist. Da darf Norwegen (wie auch die Schweiz) nicht länger abseits stehen!

    Die Mosaiksteine sind aktuell auf initiative vernunft (http://initiativevernunft.twoday.net/stories/38728292/) aufgeschalten und weitere Mosaiksteine zum Erkennen und Sammeln sind willkommen!

  9. big brother sagt:

    @ natori: wieso bist du dir so sicher, dass es mehrere täter waren? ist es für dich dann einfacher, die welt zu verstehen? mir gehen mittlerweile diese verschwörungsfanatiker so was von aufn sack mit ihren unausgegorenen ich-habs-geblickt-gedöns. von der gefakten mondlandung, chemtrails, 9/11 und jetzt oslo. merkt ihr eigentlich, wie ihr eurerseits vom rechten rand mit dieser gülle infiziert werdet? übrigens hing auch a. b. breivik leidenschaftlich verschwörungstheorien an.
    ich empfehle hierzu auch das ‘compendium’ des killers. sein log über ein jahr hinweg lässt tief blicken und könnte auch die mehrere-täter-theorie endlich ad acta legen lassen, wenn es der geneigte verschwörungsfan denn zulässt. ach nee, das werk ist ja sicher vom cia oder vom mossad gefälscht…

  10. Medusa sagt:

    puh, danke big brother, endlich mal ein kommentar, bei dem ich nicht das bedürfnis hatte meinen schädel auf dem tisch einzuschlagen.

    diese ganzen tollen “mosaiksteine” die da zusammen gesucht wurden sind ja sehr interessant und auch die tatsache das es so ewig gedauert hat, bis die polizeit zur stelle war etc lässt auf etwas größeres schließen, aber eins bleibt klar:

    ich lese gerade das manifest von der orgelpfeife und bin 100% überzeugt er hat das allein geplant. der gute junge hatte mehrere (!!!) jahre zeit das ganze zu planen, sich schlau zu machen, fachwissen anzueignen und zu so einem projekt braucht man nicht mehr als ein bisschen bauernschläue. davon abgesehen, was würde es ändern, wenne s mehrere waren? holt das die kinder wieder ins leben? macht das ihn zu einem besseren mensch? ich glaube nicht.

    ich glaube im vornherein muss man sich mal etwas mehr mit dernorwegischen mentalität auseinander setzten, um zu verstehen warum dieses geschehen besonders schrecklich ist, als sich in irgendwelche politische spinnennetze zu verstricken, mit denen breivik angeblich was zu tun gehabt haben kann, um zu versuchen dem mörder (und mehr ist er nicht) einen tieferen sinn zu geben.

    er selbst wurde nicht mit dem goldenen löffel geboren, vielleicht noch ein paar negative erfahrungen in der kindheit und BOOM!!!, der kleine breivik macht sich auf den weg, skandinavien zu erschüttern. zu sowas braucht es meist nicht viel…. aber bevor ich mich jetzt hier um kopf und kragen rede:

    liebe frau beck, toller bericht ^^

    lg Medu

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