Portugiesische Erzählungen

Ich kenne einen Portugiesen, der seit vierzig Jahren in Deutschland arbeitet, ab und an machen wir ein Schwätzchen. Dieses Jahr musst er schon mehrmals nach Porto fliegen, aus familiären Gründen. Jedesmal bringt er Reiseeindrücke mit und erzählte mir diesmal:

Es wird immer gefährlicher, man kann nicht einmal mehr sein Auto parken. Sofort nähert sich eine Gestalt und will auf das Auto aufpassen, wenn man ablehnt, findet man sein Auto nachher demoliert oder aufgebrochen wieder. Also muss man sofort zahlen.

Die Bauern auf dem Land können nicht einmal mehr ihre Gerätschaften auf dem Feld stehen lassen. Metalldiebe kommen und laden alles auf, was sie mitnehmen können.

Überall werde gestohlen und alles versucht, sofort weiterzuverkaufen.

Alles steht zum Verkauf. Wer heute kaufen möchte und einen Kredit von der Bank möchte, wird aber von der Bank gezwungen, eine Immobilie aus dem Bestand der Bank zu kaufen, sonst gibt es kein Geld.

Die Vorhersage des Portugiesen: Bald werden sie den schönen Rasen vor den neuen, großen Häusern wegmachen müssen und Kartoffeln anpflanzen.

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Eine Antwort zu “Portugiesische Erzählungen”

  1. landbewohner sagt:

    unweigerliche folge der massenverarmung. und daher auch gewollt. und nicht nur in portugal, sondern europaweit. und wenn dann der verschreckte spieß- bzw kleinbürger , egal welcher coleur, verängstigt nach sicherheit und ordnung ruft, dann is ruck zuck der starke mann da.
    kein wutbürger auf der strasse, nix gelernt aus der geschichte.

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