Baumarkt auf dem Weizenfeld

Trotz sinkender Bevölkerungszahl wird ungehemmt gebaut: Besonders schlimm ist der ungebremste Flächenverbrauch zwischen Bonn und Köln – die Landschaft ist sehr flach, das zieht sog. Investoren an, die Baumärkte, Möbelzentren u. ä. auf fruchtbarste Ackerböden klotzen, wo noch gestern Getreide angebaut wurde.
Häßlich sieht‘s aus und deprimierend. Wer besucht bloß alle diese Factory Outlets?
Kommunen und private Landbesitzer ziehen lukrative Verkäufe dem Schutz von Ackerböden vor – das Getreide kommt doch längst von internationalen Handelsplätzen und nicht mehr vom Bauern nebenan. Das Konzept der Selbstversorgung wird als überholt diffamiert.

Aber was ist, wenn durch – sagen wir mal einen Währungscrash – unsere rollenden Getreidespeicher von irgendwoher irgendwo an der Strecke liegenbleiben?

Anbei ein kleines Liedchen zum Thema. Wo letztes Jahr … Audiopiste

Wo letztes Jahr
Noch Weizen war,
kommen jetzt Maschinen.
Planierraupen rollen,
Betonmischer grollen,
Auf Äckern, Weiden, Wiesen.

Wo letztes Jahr
Noch Weizen war,
Und Vögel, Hasen, Bienen,
Planierraupen rollen,
Betonmischer grollen,
Auf Äckern, Weiden, Wiesen.

Wo letztes Jahr
noch Weizen stand
steht jetzt der neuste Baumarkt,
die neue Zubringerstrecke,
zum Megamöbelcenter,
Auf Äckern, Weiden, Wiesen.

Wo letztes Jahr
Noch Weizen war,
und frei der Horizont,
steht jetzt grau und klotzig
weithin nur Beton,
auf Äckern, Weiden, Wiesen.

Wo letztes Jahr
Noch Weizen war,
da spielen sie jetzt Golf.
Planierraupen rollen,
Betonmischer grollen,
Auf Äckern, Weiden, Wiesen.

Als letztes Jahr
Noch Weizen war,
der Bauer zog die Spur.
Beton kann keiner essen
Hast du das vergessen?
Auf Äckern, Weiden, Wiesen.

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