Deutsche Kommandos in Syrien?

Am 26. Juni berichtete DEBKAfile, das 2000 gegründete israelische Internetportal für Nachrichten aus dem Geheimdienst und Sicherheitsbereich, britische Spezialtruppen befänden sich in Syrien. Britische, französische und türkische Quellen hätten berichtet, Special Operations Forces seien am 26. Mai von der Türkei über die syrische Grenze bis zu 10 km ins Land gegangen. Militärische Quellen aus den Golfstaaten hättten dies ebenfalls berichtet.

Die erste Stufe der Operation sei das Ziel, entlang der türkisch-syrischen Grenze und an anderern Orten Syriens Sicherheitszonen für Rebellenmilizen als Rückzugsgebiet einzurichten. Die syrischen, russischen, iranischen und Hisbollah-Reaktionen seien dann maßgeblich für die Durchführung der nächsten Stufe der Operation.

Am 28.6.2012 gab das Portal Elite UK Forces eine Zusammenfassung (“British Special Forces In Syria?”) der verschiedenen Quellen und Behauptungen über die Präsenz britischer Spezialtruppen in Syrien, ohne diese weiter zu kommentieren oder anzuzweifeln.

Dasselbe Portal gab schon im Januar dieses Jahres einen Überblick  (“British Special Forces Training Syrian Rebels?”) über die angeblichen Aktivitäten britischer und auch französischer Spezialkräfte in Syrien:

Seit letztem November hätten britische Spezialkräfte bereits mit Mitgliedern der freien Syrischen Armee (FSA) Kontakt aufgenommen. Ziel sei u. a. die Möglichkeit gewesen, Trainingsmöglichkeiten zu eruieren. Aktuelleren Berichten zufolge würden französische und britische Spezialtruppen von einer Basis der Türkei aus Mitglieder der FSA trainieren. Trainiert würde auch an Orten in Libyen und im Nordlibanon.

Danach hätten britische MI6 Angehörige und UKSF- [UK Special Forces] (SAS/SBS)- [Special Air und Boat Sevices] Personal die Rebellen in Kriegführung in Städten trainiert und ihnen Waffen und Ausrüstung geliefert. CIA-Angehörige und Spezialkräfte sollen den Rebellen Hilfestellung in Kommunikationausrüstung geben.

Soweit Elite UK Forces.

Am 5.7.12 wurde auf dem Video-Portal 108morris108 ein interessantes englisches Interview mit einem syrischen Soldaten eingestellt, der offensichtlich einen guten Teil seines jungen Lebens in England verbacht haben muss, bevor er nach Syrien zurückging. Der Interviewer fragt nach seiner Einschätzung über die sich angeblich ausbreitende Aufstandsbewegung in Syrien. In seiner Antwort bezieht der junge Syrer sich auf die Stadt Haffeh.

Die syrische Armee brauchte nur 72 Stunden, um wieder Ordnung in Haffeh herzustellen, obwohl sie [die Rebellen] eine große Menge Zivilisten als Geiseln hielten, trotz des Medienkriegs, wo behauptet wurde, ,dort wird es ein Massaker geben’, trotz der UN-Beobachter, die dort waren und trotz der ausländischen Soldaten einschließlich der deutschen, britischen und amerikanischen Kommandos vor Ort.

Also die, welche behaupten, dass die Aufständischen stärker werden, ignorieren eine starke Kraft in Syrien, die komplett aus dem Ausland kommt. Und man ignoriert die Tatsache. dass sie jetzt mit äußerst modernen Waffen ausgerüstet werden, u. a. isobarischen Raketen, die von reaktiven Panzerbüchsen (rocket-propelled grenades] abgefeuert werden. Sie haben ihnen Javelin-Raketen gegeben (Fire-and-Forget Panzerabwehrlenkwaffen), und sie haben ihnen sehr moderne Scharfschützengewehre gegeben, diese haben eine Reichweite bis ungefähr 2,4 km und man nennt sie Anti Material Sniper Rifles. Sie werden meistens dazu benutzt, andere Scharfschützen auszuschalten. Sie gebrauchen sie folgendermaßen: Sie sind mit einem Computer verbunden, und da gibt es ein Thermostat, damit kann man automatisch Menschen erkennen  und sie erschießen. Da ist tatsächlich der Hauptgrund für Verluste der syrischen Armee in Haffeh, die Scharfschützen auszuschalten, die an sehr moderne Computersoftware angeschlossen sind.

Die Kämpfe, die die syrische Armee führt, sind sehr schwierig, wissen Sie. Sie bekommt eine Menge Erfahrung, es gibt viele Verletzte, viele Verwundete. Bashar al-Assad hat gesagt, dass Syrien im Kriegszustand ist. Obwohl wir jeden Tag unsere gefallenen Soldaten beklagen, so kann man nicht zu seinem Land halten, ohne Opfer zu bringen. Und genau dafür steht in der syrischen Flagge Schwarz, während das Rot für das Blut all derer steht, die es wagen, in unser Land einzudringen.

Ich habe volles Vertrauen, dass man in den kommenden zwei Wochen sehen wird, wie die syrische Armee alle diese Hauptstützpunkte zerstören wird; an diesem Punkt kann man nicht mehr zurückweichen …”

Natürlich kann niemand den Inhalt des Gesagten überprüfen. Dennoch muss man sich mit den verschiedenen  Hinweisen auseinandersetzen, dass es ausländische Spezialeinheiten gibt, die innerhalb Syriens operieren. Ganz zu Schweigen von der Behauptung, dass auch Deutsche daran beteiligt seien. (Dies habe ich auch schon anderweitig gehört).

Hier muss schnellstmöglich Klarheit geschaffen werden!

Nachfolgend das Originalinterview:

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