Die Rolle der Medien im Syrienkonflikt

Am 3. Juli veranstaltete die Deutsch-Syrische Gesellschaft (DSG) in der ehemaligen syrischen Botschaft in Bonn eine Veranstaltung mit diesem Titel. Eingeladen waren neben meiner Wenigkeit, Olaf Kretschmann und Christoph Hörstel.

Olaf Kretschmann hatte Aufsehen erregt mit einer detaillierten Analyse und Kritik an der ARD-Reportage “Heimlich in Homs”, wofür er einen eigenen Blog einrichtete. Die Analyse und streckenweise Entlarvung der “Exklusivreportage” des 1. deutschen Fernsehens ist hochspannend und ein echter Realkrimi. Mein Beitrag widmete sich schwerpunktmäßig neuen Erkenntnissen über die Rolle von AVAAZ in Syrien (Über Avaaz hatte ich schon im April dieses Jahres eine ausführliche Recherche auf dem Hauptportal von zeitgeist Online veröffentlicht).

Das Thema am 3.7.12 war: „Informationskrieg um Syrien? Die Rolle einer internationalen Kampagnen- und Spendenorganisation AVAAZ.“

Die DSG weiter: Friederike Beck analysiert in ihrem Vortrag die Strukturen und Ziele von „Avaaz“, eine ca. 14 Millionen „Mitglieder“ starke, auf vier Kontinenten aktive NGO mit Sitz in New York. Hinter den hohen Zielen der Organisation, wie z. B. „Rettet die Bienen“, „Schützt unsere Ozeane“ und „Schützt Syriens Kinder, jetzt!“ steht eine Organisation, deren Gründer und führende Köpfe einer näheren Betrachtung wert sind.
Plakative Überschriften mit drastischen Bildern und kurzen, reißerischen Texten bieten online die Möglichkeit, Petitionen zu
unterzeichnen und Geld zu spenden. Avaaz fiel durch dramatische Aufrufe gegen Gaddafi (und somit für die Rebellen) auf.
„Avaaz ist ein weltweites Kampagnen- Netzwerk, das mit Bürgerstimmen politische Entscheidungen beeinflusst“. So erklärt sich
Avaaz selbst und stellt sich als ein (weltweit und multilingual arbeitendes) Sprachrohr für jedermann dar.

Dass diese Organisation möglicherweise durchaus nicht nur als eine idealistische, moralische Instanz mit einem selbstlosen
Interesse an der Veränderung von Lebensumständen oder Umweltbedingungen zu sehen ist, sondern noch ganz andere Ziele verfolgt, das entgeht nicht nur dem ersten, sondern auch häufig dem zweiten Blick. Friederike Beck beschreibt die Organisation in brillanter Manier:

P. S. Leider ist der Schnitt der DSG so, dass der Anfang des Vortrags nicht dabei ist :-(.

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