Gauck: “Guten Abend, guten Abend, wir winken Euch zu” oder: Der Besuch der alten Dame

Gauck besuchte den Ruhrpott oder besser gesagt, das, was davon übrig geblieben ist: eine Zechensiedlung, ein Energiesparhaus in Bottrop und die “Integrationsschmiede” Immendal in Hochfeld, wo 86 % der Kinder einen “Migrationshintergrund” haben, ihm aber ein Ständchen bringen konnten: “Guten Abend, guten Abend” …

Wo sind die Kinder” rief, der Präsident, als er dem Auto zum Antritt des sorgfältig geplanten Ereignisses entstieg, Polizeitross und Journalistenkameras umringten ihn.

Dem Vernehmen nach hatte er soziale Brennpunkte erwartet, an denen er „gebrochenen Bürgern moralisch aufhelfen“ müsse. Doch er traf „Menschen voller Kraft und Mut in einer Region, in der es sich toll leben lässt.“ Na sowas, dann ist ja alles in Ordnung.

Wenigstens musste Gauck nicht wieder weinen, wie neulich in den Niederlanden.

Gauck war ganz “nah bei den Menschen im Revier”, aber die Menschen durfte ihm leider nicht besonders nah sein:

Der Zugang zu Parks und Geschäften war zeitweise abgesperrt und die Menschen der Immendal-Straße in Duisburg-Hochfeld hatten Hausarrest: Sie durften den Präsidenten nur aus dem Fenster beobachten.

Sieht so Integration aus?

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