Syrische Armee zu erfolgreich?

Die hektische Betriebsamkeit, mit der westliche Politiker, allen voran Hague und Hollande, nach Waffenlieferungen für die syrischen Rebellen und Aufhebung des Waffen-Embargos rufen, ist verdächtig:

Nachfolgend ein Video über die jüngsten Operationen der syrischen Armee um Aleppo, dem wirtschaftlichen Zentrum des Landes. Es war auffällig, dass in den letzten Wochen die Propagandaschlacht in den Medien und Enthüllungsforen über angebliche oder tatsächliche Erfolge der Rebellen gänzlich letzteren überlassen wurde. Von syrischer Seite gab es keinerlei Statements. Dahinter könnte eine Taktik gesteckt haben.

Hinter dieser Propaganda-Front, die von den Rebellen allein schon zum Beleg ihrer Erfolge und deren Bezahlung (durch Katar und Saudi Arabien) aufrecht erhalten werden muss, konnte die syrische Armee offenbar eine neue Kampfmethode erproben. Mittlerweile schulte man Einheiten vermehrt für den Stadt-Guerilla-Kampf, erhöhte die Flexibilität und überließ einmal befreite Stadtviertel/Regionen nunmehr der neu ausgebildeten Volkmiliz.

Die Kampfmoral der syrischen Armee scheint höher denn je und die behaupteten Erfolge werden sich in der Folge überprüfen lassen. Ist das vielleicht der wahre Grund für das vehemente Drängen auf verstärkte Waffenlieferungen an die Rebellen und die humanitären Motive nur vorgeschoben?

— Anzeigen —



Tags: , , , ,

3 Antworten zu “Syrische Armee zu erfolgreich?”

  1. Soylent Green sagt:

    Die Autorin scheint tatsächlich den Mist, den sie hier verbreitet, selber zu glauben.
    In Wirklichkeit hat das Terroristenregime in zwei Dritteln des Landes auf den Boden keine Kontrolle mehr. Fast die gesamten Provinzen Idlib und Aleppo sind schon befreit, dazu noch zweidrittel der Stadt Aleppo von Norden zieht sich ein Bogen befreiten Landes über den gesamten Euphrat , seit auch Raqqa in der Hand des syrischen Widerstandes ist. Nur in der Stadt Deir Ez Zor wird noch gekämpft, aber die ganze gleichnamige Provinz ist auch schon frei. Große Fortschritte macht der syrische Widerstand außerdem in der Provinz Hasaka, sowie in den Südprovinzen Daraa und Quanteira. In Homs und Hama hat auch die Zuhilfenahme von Hisbollah-Milizen dem Terroristenregime militärisch nicht weiter geholfen. In Damaskus rennen die Assad-Terroristen seit 10 Monaten vergeblich gegen Außenbezirke und Vorstädte wie Jobar, Duma oder Dariya an.
    Nur beim Ermorden von Zivilisten durch Beschuß aus schwerer Artillerie und von Flugzeugen sind sie erfolgreich. 100-200 Zivilisten werden so ermordet, Tausende Wohnungen und wertvolle zivile Infrastruktur wird so vernichtet.

    Wenigstens dieser Trost bleibt Frau Beck und Konsorten.

  2. Hummel sagt:

    Die westliche Propaganda hat bei Ihnen anscheinend Spuren hinterlassen.
    Nicht dass ich Ihre Ausführungen nicht glaube, aber wie kann man sich darüber freuen, dass ein wiedermal ein Land mit alter und reichhaltiger Kultur durch die terroristischen Barbaren und Vasallen der blut- und rohstoffdurstigen Nato Staaten und den Arabischen Diktaturen zerstört wird.
    Ihr sogenannter Widerstand ist weder syrisch, noch wird hier irgendwas befreit. Die Gotteskrieger aus dem Ausland bringen nur Tod und Zerstörung über die Syrer, die grösstenteils aus patriotischen Gründen zu Assad stehen, weil die “Ausländer” einen Gottesstaat errichten möchten und das Gemetzel dann erst richtig losgeht.. Die Zivilisten sterben nicht durch Assad, sondern durch die islamistischen Söldner. Schauen sie sich mal ein paar( nicht gefälschte)
    Youtube Videos an, was die mit denen machen. Assad schneidet den Zivilisten nicht den Kopf ab, dass sind ihre tollen Befreier, was man unter anderem auch am Akzent bzw. an der Sprache der Täter feststellen kann. Was passiert, wenn Assad fällt und ihre tollen Befreier dann herrschen, wird es so wie in Libyen oder dem Irak? Dann können sich die Syrier schon mal darauf einstellen, dass das Land zerteilt wird, in von Warlords beherrschten Zonen und die Besatzermächte können dann die geplante Pipeline durch das Land bauen un d den Iran von syrischem Boden aus angreifen. Merken Leute wie sie eigentlich noch, das Krieg nur Schlechtes birgt und sich auch auf andere Länder ausdehnen kann? Vermutlich werden Sie es erst einsehen, wenn Ihr selbstgerechtes Hinterteil ebenfalls in Gefahr schwebt und sie am eigenen Leib erfahren müssen, was Krieg bedeutet. Diese westliche Arroganz und Doppelmoral ist unerträglich. Zuviel Spiegel und andere gleichgeschaltete deutsche Medien wirken sich wirklich negativ auf Menschen aus. Frau Beck und Konsorten sind an menschlichen Schicksalen interessiert, die man wiederum nur über einen Friedensvertrag mit Assad beschützen kann. Assad hat sogar einen entsprechenden Vertrag ausgearbeitet und erneute Wahlen versprochen. Darauf sind aber die Nato- Schergen nicht eingegangen. Warum? Ganz klar, die sind nicht an Frieden interessiert, sondern wollen mit aller Macht den Regime- Change herbeiführen, was sie wie es aussieht schaffen könnten. Ich seh da aber kein Grund sich zu freuen. Ich möchte Sie mal erleben, wenn man ihnen Terrorbanden auf den Hals hetzt, ob sie das dann auch noch so spassig finden, wenn sie ihre Stadt, ihr Land verteidigen müssten.

  3. Anonymus sagt:

    Ich weiss nicht, wer da in Syrien welche Erfolge hat.

    Ich weiss nur, dass nachdem die USA sich so weit aus dem Fenster gelehnt haben, die den Würgegriff gegen das Assad – Regime nicht mehr lockern können und zu den alten Verhältnissen zurückkehren. Freie Wahlen müssen deshalb unter allen Umständen verhindert werden. Also werden die USA da weiter Geld, Waffen, Al-Kaida-Kämpfer und Mudjahedin-Kämpfer (die man an anderer Stelle als Terroristen bezeichnet hat) reinpumpen. Herr Putin wird Assad stützen, in der Kontinuität der russischen Aussenpolik in Bezug auf Syrien seit der Zarenzeit.

    Ob Herr Hollande die Terroristen aus Mali nach Syrien schafft, damit die sich da austoben können, weiss ich auch nicht.

    Ganz sicher weiss ich dagegen, dass sich da nicht Demokratie und Menschenrechte ausbreiten werden. Das wird ein weiteres Trümmerstück verfehlter amerikanischer Aussenpolitik wie

    Kuba, wo die USA halfen Battista zum Teufel zu jagen.

    Südvietnam, wo die USA halfen Ngô Đình Diệm zum Teufel zu jagen.

    Iran, wo die USA halfen den Schah zum Teufel zu jagen.

    Lybien, wo die USA halfen Gaddafi zum Teufel zu jagen.

    Den aktuellen Koreakonflikt würde es nicht geben, wenn Truman nicht die Teilung (wie in Deutschland) in Kauf genommen hätte. Iraq unbd Afghanistam sind zwei weitere Trümmer. Das jahrzehte lange Schaukeln im Kaschmirkonflikt hat sowohl Indien als auch Pakistan gegen die USA aufgebracht. Das sogenannte Palästinenserproblem hat seinen Ursprung darin, dass die USA die geflüchteten und/oder vertriebenen Palästinenser seit 67 Jahren in Lagern gefangen halten und diese via Uno alimentieren. Wäre das nicht so, wären die entweder verhungert oder in alle Winde zerstoben, jedenfalls gäbe es das Problem nicht oder nicht mehr.

    Wohin man in diese Welt blickt, überall liegen die Trümmer US-Amerikanischer Aussenpolitk herum und der Friedensnobelpreisträger Obama hat neue Kriegs- und Krisenherde dazu geschaffen, das letzte heisst Syrien…..

Eine Antwort hinterlassen