Machete und Spitzhacke: Neue Einsatzwerkzeuge der Polizeispezialeinsatzkräfte?

Screenshot: Video Geiselnahme Kita Köln-Chorweiler

In Köln-Chorweiler, einem sozialen Brennpunkt, Hotspot mit 41% Ausländeranteil, vielen sozialen Beratungsstellen, Berufsvorbereitungs-, Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten überfiel ein 47-jähriger Türke eine Kindertagesstätte mit einem Messer, nahm den Kita-Leiter als Geisel und fügte ihm verschiedene Schnitt- und Stichverletzungen zu.

Der Geiselnehmer hatte Geld und ein Fluchtauto gefordert.

Nach 11 Stunden konnte das Nervendrama mit einer Blendgranate und einem gezielten Schuss in die Schulter des Türken beendet werden.

Ein riesiges Aufgebot martialisch bewehrter Spezialeinsatzkräfte, Strumpfmasken und Kopfpoller, weiträumige Absperrung – das Ganze Drum und Dran …

Da sollte man die schlichte Frage stellen dürfen: Warum hat man dem Geiselnehmer nicht nach angemessener Zeit, sagen wir ca. nach  1 Stunde,  seinen Wunsch erfüllt?

Statt mit Machete und Spitzhacke (!) das Haus des Geschehens zu bearbeiten, um unauffällig eindringen zu können, hätte man dem sich offensichtlich in Geldnöten befindenden Mann doch einfach ein Köfferchen mit Blüten übergeben können. Anschließend hätte man ihm einen Wagen bereitgestellt, im Geiste folgender Geschichte:

1999 suchte ich einen Mercedes-Kombi und würde vor der Kölner Uni fündig. Nummer angerufen, Treffen vereinbart, kurze Probefahrt gemacht. Der Wagen lief gut, der Verkäufer, ein Türke, schwitzte jedoch merkwürdig und war seltsam nervös. Egal, ich übergab 1500 DM und setzte mich ans Steuer. Nach weiteren gefühlten 2000 Metern schmierte die Kutsche ab, Rauchsäule – Motorschaden. Überflüssig anzumerken, dass Name und Tel.-Nr. auf dem Kaufvertrag nicht existierten.

Mein Tipp an die Men in Black: Genauso ein präpariertes Autochen braucht’s: Rollt noch ein paar Meterchen und hat dann den Kolbenfresser. Ihr könnt derweil ganz locker und unauffällig  mit dem Fahrrad hinterher und den Typ aus dem Auto holen.

Überlegt mal! Nicht 11 Stunden – nein, 1 Stunde und 5 Minuten! Und: Die Finanzen in Köln-Chorweiler und anderswo in Deutschland werden sich wohl in Zukunft erstmal nicht bessern.  Es wird daher hinkünftig vermehrt Menschen mit Finanznot geben, aber immer weniger Polizisten. Also immer ein paar Blüten und Autos mit Motorschaden bereit halten …

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Eine Antwort zu “Machete und Spitzhacke: Neue Einsatzwerkzeuge der Polizeispezialeinsatzkräfte?”

  1. Muriel sagt:

    Ich fürchte ja, dass das beenden von Geiselnahmen zu den vielen, vielen, vielen Dingen gehören, die man sich als Laie wesentlich schlichter vorstellt, als sie es in Wahrheit sind.
    Aber vielleicht spricht da auch nur meine völlig überzogene Sympathie gegenüber Polizisten aus mir, und du hast völlig recht.
    Wer weiß?

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