Angelina Jolie: Nimm zwei … Brüste ab

Angelina Jolie - Mitglied und Sponsorin des Council on Foreign Relations (Quelle: Homepage CFR, Ausschnitt)

Die US-Schauspielerin Angelina Jolie hat sich kürzlich zwei Symbole ihrer Weiblichkeit entfernen lassen – ihre Brüste. Aus Angst vor Krebs. „Mutig“, „heldenhaft“ nennen das allenthalben die Medien und Promi-Kollegen.

Die Lobeshymnen wirken zunächst spontan und aufrichtig. Doch hinterlassen sie und fast alles, was die Schauspielerin öffentlich tut, ein schales Gefühl. Verdacht von Doppelbödigkeit, nah an Propaganda, im Dienste von etwas? So ähnlich sind die Assoziationen.

Jolie hält jetzt mit ihrem Mastektomie-Coming-Out (in der “New York Times”) den Medien zufolge den Begriff des Heroischen besetzt, ja, sie hat ihn sogar neu definiert. Da scheint Vorsicht geboten; versuchen wir, das schlechte Bauchgefühl, das so gut wie alle Nachrichten, die Angelina oder „Brangelina“ betrifft, genauer zu umreißen. Worin besteht das Unechte, das “Daneben-Liegen”, das Gefühl, es mit einer üblen Agenda und dem sprichwörtlichen vergifteten Apfel zu tun zu haben?

Angelina Jolie glaubt ein gesundheitliches Problem zu haben – das von ererbten Genen, die irgendwann (oder auch nie) zu Brustkrebs führen könnten. Es handelt sich somit um pure Angst, ein Phantom, eine Wahrscheinlichkeit, den Glauben an etwas, was in Zukunft eventuell eintreten könnte.

Angelina Jolie (Quelle: YouTube-Still, Bildausschnitt)

Angelina Jolies Arm, blaue Adern ohne subkutanes Fettgewebe (Quelle: YouTube-Still, Ausschnitt)

Dem gesundheitlichen Problem, das bei Jolie längst eingetreten ist, und zwar mehr als offensichtlich, widmen sich seltsamerweise weder sie selbst noch die Medien: ihrer ganz klar vorliegenden Magersucht:

Jolie, das angebliche Sex- und Heldensymbol, sieht schon seit längerem aus wie ein Skelett aus der Anatomie, ihre Arme gleichen knöchernen Gestängen, ihre Hände baumeln freudlos, blaue Adern überziehen die Knochen. Aufgespritzte Lippen täuschen eine wohlige Üppigkeit vor, die schon lange bis zum letzten Gramm Körperfett abgeschmolzen ist.

Es gehört zur US-amerikanisch dominierten Medienmanie, alle Geständnisse von Promis ihr Intimleben betreffend hysterisch zu bejubeln. Dabei sind sie nur eines: unappetitlich und peinlich. Brüste gehören nun mal wie andere primäre oder sekundäre Geschlechtsmerkmale auch zu einer besonderen Intimzone, die normalerweise der ärztlichen Schweigepflicht und der persönlichen Verschwiegenheit unterliegen sollte. Alles andere wäre Gesetzesbruch bzw. exhibitionistisch.

Nicht so offensichtlich, wenn die Prominenz Jolies der Chirurgen- und Genpatentbranche einen finanziellen Vorteil auf dem Milliardenmarkt der Frauenbrüste bringen kann. Dann darf auch beschrieben werden, wie Jolies Brustwarzen vom Skalpell des die Brustdrüsen entfernenden Chirurgen ausgespart und mit Blut eigens geflutet werden, um sie am Absterben zu hindern.

Um diesen Milliardenmarkt aufzuschließen (schon der Gen-Test kostet 3000-4000 Dollar!), lässt Jolie demnächst ihren Fall auf der Website des “Pink Lotus Breast Center” veröffentlichen und hofft, damit anderen Frauen zu “helfen”.
Was aber noch viel schlimmer ist: Jolie durchbricht eine Schranke: Schon läuten die Zukunftsglocken einer gen-deterministischen, ja gen-faschistischen Neuen Weltordnung, in der alle “XYZ”-GenträgerInnen selbstverständlich auf den Operationstisch gebeten werden können, da sie angeblich zu einem untragbaren Risiko für sich selbst und die Gemeinschaft aller MenschInnen die guten und heroischen Willens sind, mithin der Gemeinschaft der erfolgreich verunsicherten VersichertInnen geworden sind.

Ein kürzlich erschienener Report von Mike Adams informiert über die finanziellen Hintergründe des Brustkrebsgencoups und die myriadisch-positiven Auswirkungen für die BRCA-Patenthalterfirma “Myriad Genetics” aus Utah, USA.

Das Weltbild, welches hinter dem Gesamtereignis steht, ist rein materialistisch. Psychische Gründe und Vorbedingungen für Brustkrebs haben hier keinen Platz, ebenso wenig die Möglichkeit, mit und trotz Krebs weiterzuleben. Die genetischen Vorstellungen sind statisch, sie beantworten nicht die Frage, wodurch solche Gene eigentlich wirksam werden oder aber ohne Auswirkung bleiben.

Das Geschenk, das Angelina Jolie, das „hübsche Engelchen“, ihren weiblichen Mitmenschen macht, ist also eher ein vergifteter Apfel, denn ein Ausdruck ihrer mitfühlenden Mitweiblichkeit.

Angelina Jolie im Dunstkreis der Mächtigen. Hier mit der US-Außenministerin Condoleezza Rice beim Weltflüchtlingstag 2005 (Quelle: Wikimedia Commons)

Seit einigen Jahren schon ist das „Sexsymbol“ Botschafterin beim UN-Flüchtlingshilfswerk. Jolies umfangreiche Reisetätigkeit kann man beim entsprechenden „WorldLeadersTV“ besichtigen.

Da Angelinas Reisen meist in islamische Länder gehen, wirft sie sich jedes Mal in eine entsprechend wallende Bekleidung, der ihre Auftritte wie einem biblischen Historienepos entsprungen erscheinen lassen. Der westlichen, von den USA angeführten Aggression etwa gegen Afghanistan und gegen den Irak und deren Langzeitverheerungen (Bilanz April 2013: 700 Tote durch Bombenanschläge) verleiht sie so im Nachhinein durch die fotogene Kulisse ihrer Reisetätigkeit ein stilvoll-archaisches Gepräge. Das Flüchtlingselend erscheint nun eher als eine Art höhere Gewalt, eine Naturkatastrophe oder Heimsuchung ähnlich der Überschwemmung in Pakistan vor einigen Jahren, denn als Angriffskrieg und Bruch des internationalen Rechts, den es zu ahnden gilt.

Jolie hat einige ihrer Reisemitbringsel adoptiert. Sie und ihr Ehemann Brad Pitt besitzen drei Kinder verschiedener Rasse bzw. Herkunft: ein äthiopisches, ein vietnamesisches und ein kambodschanisches. Auch hier: Was zunächst wie eine rührend-mütterliche, mitfühlende und großzügige Geste aussieht, ist letztlich fragwürdig. Das Elend und die Freudlosigkeit der restlichen Waisen bleiben unverändert. Nur das Jolie-Adoptivkind ist durch den medienwirksamen, “heroischen” Akt der Adoptivmutter dem Elend entrückt. Die gute Tat ist letzten Endes auch eine Spielart von Egoismus und Mittelpunktssucht.

Die Wiedergängerin von Mutter Theresa hat mit letzterer mehr gemein als man denken möchte: Auch Mutter Theresa war letztlich an der Linderung oder gar Abschaffung des Elends nicht interessiert – ihr ging es um die besonderen letzten Momente der Sterbenden kurz vor deren Tod. Davon fühlte sich die albanische Nonne immer wieder magisch angezogen. Nach ihrem Tod fand man nicht von ungefähr im Keller ihres Hauses uneingelöste Spendenschecks aus aller Welt in Abermillionen Höhe.

Jolie geht es ebenfalls vor allem um besondere Momente: Wenn die Kamera sie in den Blick nimmt, sie neben einem Politiker zu Worte kommt oder sie mal wieder eine Adoption erwägt.

Die neue “Mutter Theresa” wurde von den Globalisten nicht ohne Grund zur „World LeaderIn“ ernannt. Man darf annehmen, dass einer der Gründe hierfür darin liegen könnte, dass Jolie Schranken durchbricht, die von der großen Mehrheit der Menschen auf der Welt akzeptiert werden: Schon früh durchbrach sie die Geschlechterschranke: Als sie noch mit ihrem ersten Ehemann verheiratet war, verliebte sie sich in das lesbische japanische Model Jenny Shimizu und verkündete, sie hätte sie geheiratet, wäre sie nicht schon in einer Ehe gewesen. Im US-Fernsehen outete sie sich 2003 bei Barbara Walters als bisexuell. Angelina Jolie hat also keine eindeutig verwurzelte sexuelle Identität. Das erklärt zusätzlich, warum sie sich prophylaktisch ihrer weiblichen Schönheitssymbole entledigt.

Jolie überschritt auch die normalerweise tief verwurzelte Schranke, sich nicht selbst zu verletzten schon in ihrer frühen Jugend: Sie ritzte sich mit scharfen Gegenständen wie Rasierklingen. Dieses autodestruktive Verhalten zeigt, dass wir es mit einer hochneurotischen Person zu tun haben. Die Tendenz zur Selbstzerstörung, sich selbst Qualen zuzufügen, hat sich nur abgemildert: Jolie tätowierte sich immer wieder. Jetzt die Brustdrüsenentfernung, die Magersucht, eine Eierstockentfernung steht ebenfalls im Raum, da das bei ihr entdeckte Gen angeblich auch für Ovarialkrebs verantwortlich sein soll …

Angelina Jolie im Wandel der Chirurgie (Quelle: YouTube-Still, Ausschnitt)

Der autoaggressive Grundtenor findet sich auch in ihren unzähligen Schönheitsoperationen. Offensichtlich unfähig, sich selbst anzunehmen, so wie sie einst aus dem Ei schlüpfte, startete Jolie schon vor langen Jahren eine Kette von selbstoptimierenden Maßnahmen, welche ihre Schönheit und eigene Identität von chirurgischen Eingriffen abhängig machten: Kinnimplantate, Nasen-, Jochbogen-, Lippen- und Busenjobs. (Hier ein Video, das sich mit diesem Thema befasst.)

Damit ist Angelina Jolie schon lange eine Versehrte: Der Krieg gegen sich selbst hat nur einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Die Globalistenikone Jolie hat keine Scheu vor Eingriffen in den natur- oder gottgegebenen Körper, ihre geschlechtliche Identität ist diffus, sie wird im Zweifelsfall situationsabhängig neu definiert. Genau wie ihre Familie: Ihre künstlich zusammengestellte United-Colours-Of-Benetton-Familie hat sie wie die Celebrities Madonna und Nicole Kidman um biologische Kinder ergänzt. Mit letzteren ist jedoch gutmenschlich gesehen wenig Staat zu machen, sie wurden nicht errettet, sie haben nicht die Funktion, die hohe Humanität der Schauspielerin zu dokumentieren.

Seit 2007 ist Jolie Mitglied des Außenpolitik-Denktanks Council on Foreign Relations (CFR). Seither sponsort die Jolie-Pitt-Stiftung auch die Aktivitäten des CFR – Angelina Jolie ist schließlich eine der reichsten Frauen der Welt, die pro Film bis zu 14 Millionen Dollar Gage einstreicht. Auf dieser Weise wird das Milliardenvermögen des Schauspielerehepaars zum Wohle des Imperiums abgesaugt und für die Eliten nutzbringend eingesetzt.

Jolie zeigt sich ohne falsche Scheu im Dunstkreis anderer „World Leaders“. Ihre Reiseziele und Botschaften vorwiegend mit Politikern und einflussreichen Prominenten aus den USA oder Großbritannien sind aufschlussreich und helfen, den „vergifteten Apfel“ näher zu beschreiben: Jolies Tour durch syrische Flüchtlingslager in Jordanien, dem Libanon und der Türkei letztes Jahr lieferte positive Presse auch für die Türkei, der Jolie eigens für ihre Großherzigkeit und die Öffnung ihrer Grenzen für die Flüchtlinge dankte. Dass die Türkei jedoch ursächlich selbst an dem beklagten Flüchtlingselend in Syrien beteiligt ist, da sie von Anfang an ihre Grenzen auch für Tausende von islamistischen Rebellen öffnete, die z. T. aus dem Ausland einströmten, aber diesen auch Rückzugsgebiete und logistische, medizinische, finanzielle und Waffen-Unterstützung bot, dass wird der Good-Will-Botschafterin noch nie zu Ohren gekommen sein; und das prädestiniert sie für diese Rolle.

Eines der einprägsamsten Beispiele für den „vergifteten Apfel“ ihrer PR-Arbeit ist eine im vergangenen März gestartete Kampagne des britischen Außenministers William Hague. Hague ist mit seinem französischen Amtskollegen Fabius einer der stärksten Puscher für eine Aufhebung des Waffenembargos gegenüber Syrien (das ohnehin unterlaufen wird). Hague will noch mehr Waffen an die islamistischen Rebellen liefern. Seine Motivation ist rein humanitär, er möchte dem Elend abhelfen. Die Intentionen des britischen Außenamtsleiters sind jedoch illegal, verstoßen gegen geltendes internationales Recht, arbeiten dem Chaos in Nahost und islamistischen Fanatikern entgegen, die mittlerweile die Hauptmasse der Kämpfer stellen, wie nunmehr weithin zugegeben wird. Hague selbst wies darauf hin, Syrien habe sich zu einem Magneten für Dschihadisten aus aller Welt entwickelt. Wie soll man William Hague einordnen? Ist er dumm, korrupt, verheuchelt, ideologisch verblendet, schizophren oder alles zusammen? Jeder ziehe seine eigenen Schlüsse.

Das bizarre humanitäre Team Hague-Jolie ist jedoch eine neue Dimension: Jolie lässt sich für die Machtinteressen der Mächtigen einspannen und merkt absolut nichts dabei. Im Kongo fuhr das surrealistische Paar eine Kampagne gegen Vergewaltigungen in Kriegszonen. Diese dürften nicht mehr straflos bleiben. Da ist er wieder, der „vergiftete Apfel“: Jolie sprach sich nicht gegen Kriege an sich aus, die bekanntlich immer und zuverlässig entmenschlichen und zu aller Art kriminellen Handlungen führen, nein, sie möchte nur die Vergewaltigungen in Kriegen abgeschafft wissen.

Die Schauspielerin wird noch nie etwas von den geostrategischen Interessen verschiedener westlicher Länder gehört haben, die das ungeheuer rohstoffreiche Land, die Republik Kongo, ins Chaos manövrierten und damit entscheidend und dauerhaft schwächten.

In einem Artikel aus 2001 “Das Kriegsgeschäft in der Demokratischen Republik Kongo” beschrieben die Autorinnen Dena Montague und Frida Berrigan die Problemlage so:

“Das Zusammenspiel zwischen einem anscheinend endlosen Vorrat an mineralischen Bodenschätzen, der Gier multinationaler Konzerne, die wild entschlossen sind, den Reichtum zu Geld zu machen und den Waffenlieferungen und militärischem Training für politische Tyrannen, haben dabei geholfen, die Konfliktspirale zu produzieren, die den Kontinent heimgesucht hat und die viele als Afrikas ‘Ersten Weltkrieg’ ansehen.”

Die beiden Autorinnen die am New Yorker “World Policy Institute” insbesondere im Themenbereich Waffenhandel arbeiten, benennen folgende Gründe als maßgebend für die endlose Kriege im Kongo:

“Die eigentliche Partei, die den Konflikt befeuert, ist das ausländischen Investmentkapital der Konzerne und die stillschweigende Unterstützung ihrer eigenen Regierungen. Dieser Krieg und seine genozidartigen Ausmaße kann nicht beendet werden, bis US-amerikanische und andere westliche Konzerne und die Regierungen gezwungen werden, ihre Prioritäten zu ändern.”

Warum informiert sich Jolie nicht? Was soll ihre kurzsichtige Kampagne gegen Vergewaltigungen von Frauen, wenn in Wirklichkeit ganze Länder im Krieg vergewaltigt werden?

Jolie ist in Wahrheit heillos überfordert mit ihren “Missionen” als “World Leader” – aber das macht sie umso geeigneter für die Rolle als Galionsfigur der Globalisten.

Es gibt für ihr eingeschränktes Analysevermögen aber einen sehr simplen Grund: ihre jahrelange Magersucht und Drogenabhängigkeit. Das Portal „Das Gehirn“ sagt:

“Wenn Magersüchtige hungern, hungert auch das Gehirn. Also arbeitet es langsamer und nicht mehr so gut. ‘Der Intelligenzquotient liegt Schätzungen zufolge bei Menschen mit einer akuten Magersucht etwa zehn Punkte niedriger als im gesunden normalgewichtigen Zustand.’ Das sagt Stefan Ehrlich, Leiter des Zentrums für Essstörungen an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie der Uniklinik Dresden.” Und: “Während der Körper immer weiter ausmergelt, schrumpft auch das Gehirn. Es kommt zu einer Hirn-Atrophie, wie Mediziner sagen, umgangssprachlich auch ‘Hirnschwund’ genannt. Vor allem die graue Substanz geht zurück, also die Nervenzellkörper, die unter anderem die Hirnrinde ausmachen. ‘Dann ist der äußere Liquor-Raum erweitert. Das ist der Bereich zwischen zwei Hirnhäuten, die das Gehirn umgeben’, sagt Ehrlich.”

Was mit der besagten Hirnschrumpfung gemeint ist, erkennt man auch als Laie auf den Hirnquerschnitten im Kernspintomographen (siehe Abbildung der „Das Gehirn“-Seite).

Hinzu kommt Jolies frühere Heroinsucht. Diese Droge hat, wie andere auch, einen erheblichen Einfluss auf das Gehirn; Hirnnervenzellen können unter der Sucht gelähmt werden oder wirr agieren. Dass es Langzeitfolgen wie psychische Instabilität gibt, ist unstrittig.

Angelina Jolie liegt mit ihrem Vater über Kreuz, man redet kaum noch miteinander. Während Schauspieler Jon Voight sich von einem eher Linken (siehe etwa sein Antikriegsfilm „Coming Home“) zu einem rechtslastigen, fundamentalen Christen und Zionisten wandelte, umgab sich seine Tochter von Anfang an ausschließlich mit US-Politikern und anderen einflussreichen Akteuren des neoliberalen und neokonservativen Spektrums.

"Schocktherapeut" Dr. Jeffrey Sachs (Quelle: Wikimedia Commons)

2005 startete Jolie auf Einladung des Wirtschaftswissenschaftler Dr. Jeffrey Sachs eine Tour durch Afrika. Sie veröffentlichte von den Etappen dieser Reise eine Art Filmtagebuch. Jeffrey Sachs ist Vertreter und Anwender der sogenannten Schocktherapie. Seine Maßnahmen, z. B. die forcierte Privatisierung von Staatseigentum in den ehemaligen Ostblockstaaten, die er als Berater mit in Gang setzte, führten zu Jahren des Chaos, wirtschaftlichem Elend und einem genozidähnlichen Bevölkerungsrückgang etwa in Russland, von dem sich das Lande im Grund bis heute nicht erholt hat.

Der Name Jeffrey Sachs bleibt untrennbar mit den russischen Chaosjahren nach dem Zusammenbruch der UdSSR und besonders Boris Jelzin verbunden, der, häufig alkoholisiert, russisches Staatseigentum und russische Bodenschätze verschleudern ließ und damit der Begründer des berüchtigten Oligarchentums war. Nach seinem Wirken in Osteuropa in den 1990er-Jahren, das von den Medien zunächst euphorisch bejubelt wurde, (bevor später etwas Objektivität Einzug hielt), suchte sich Sachs als neues Aufgabenfeld Afrika. Hier vertritt er das simple Konzept der klinischen Analyse der Missstände.

Das Filmtagebuch gibt einen recht genauen Einblick in seine Vorgehensweise: Sachs und Jolie begegnen den Afrikanern an keiner Stelle auf Augenhöhe, die “Eingeborenen” werden als zu Belehrende vorgeführt, die über Kunstdünger und verbesserte Bewässerungsmethoden aufgeklärt werden müssen.

Sachs und Jolie soll nicht ein guter Wille abgesprochen werden (das schlechte Gewissen der beiden weißen US-Amerikaner wird immer wieder thematisiert), jedoch wirkt ihr Entwicklungshilfekonzept reichlich antiquiert und von oben herab (“top-down”). Sachs‘ und Jolies Trip gleicht einer Zoobesichtigung, man hetzt von Station zu Station, prüft, führt Kurzgespräche, analysiert. Nirgends findet sich ein ruhiges Einlassen, ein wirkliches Zuhören oder Anerkennen, dass auch schwarze Dorfbewohner ein Wissen für die Weißen bereithalten könnten. Es herrscht Helferhektik.
Nichtsdestotrotz ist Sachs‘ Forderung nach Schuldenerlasse für Afrika zuzustimmen, auch seine mit Insektizid behandelten Moskitonetzte scheinen zu funktionieren.

Angelina Jolie jedoch ist wie immer überfordert. Sie denkt  in einfachen Schwarz-Weiß-Klischees und hat sich bisher offensichtlich noch keinerlei Abstand zu der Außenpolitik ihres eigenen Landes erarbeiten können. Nur so ist es erklärbar, dass sie sich für den Film “In the Land of Blood and Honey” engagieren ließ, der den NATO-Krieg in Serbien als humanitäre Mission glorifiziert und Serben als böse Schlächter und Massenvergewaltiger, muslimische Bosnier dagegen als “die Guten” darstellt. Der Film basiert auf dem Mythos von 50.000 von Serben vergewaltigten Musliminnen – eine Zahl die bisher keiner ernsthaften Prüfung standhielt. Letztlich rechtfertigt der Spielfilm den NATO-Angriffskrieg gegen Serbien inklusive dem Bombardement mit Uranmunition.

Der 2010 herausgekommene Streifen frischte somit kurz vor dem arabischen Frühling die Erinnerung an die Bedeutung der „Weltgemeinschaft“ unter Führung der USA und ihre humanitären Kriege bzw. “Interventionen” auf. Und sei es nur, um Frauen vor Vergewaltigungen zu erretten. Das 11-monatige NATO-Bombardement zur Absetzung und Ermordung von Oberst Gaddafi seit März 2011 konnte in Syrien nach diesem Drehbuch nicht wiederholt werden. Angelina Jolies und William Hagues “Mission” und ihre Aufrufe für ein Eingreifen der internationalen “Gemeinschaft” in diesem Land sind also gescheitert. Und das ist gut so.

Bauchtattoo Jolie (Quelle: YouTube-Still, Ausschnitt)

“Quod me nutrit me destruit” (Was mich nährt, zerstört mich) hat Jolie quer über ihren Unterbauch tätowiert.

Hier ist er wieder, der vergiftete Apfel: Was nährt, zerstört natürlich nicht – normalerweise. Im Gegenteil und zwar ganz konkret wie auch geistig-psychisch gesehen.

Machtvolle Eliten bedienen sich skrupellos dieser kaum urteilsfähigen, sichtlich überforderten und dringend therapiebedürftigen Prominenten, um ihre Agenda voranzubringen. Je anorektischer, je geschwächter Jolie, umso besser für die Show, umso besser lassen sich Emotionen abmelken und zur Täuschung der Öffentlichkeit einsetzen.

Es wäre Jolie zu wünschen, dass sie aus diesem Irrgarten, in den sie geraten ist, irgendwie wieder herausfindet und es schafft, sich eine Zeit lang einfach nur um sich selbst zu kümmern. Angelina Jolie sagte einmal einen richtig guten und authentischen Satz: 2005 erklärte sie:

“Mit einem verheirateten Mann intim zu sein, obwohl mein eigener Vater meine Mutter betrogen hat, könnte ich nicht verzeihen. Ich könnte danach morgens nicht mehr in den Spiegel sehen. Ich fände keinen Mann attraktiv, der seine Frau betrügt.” Wow!

Wie es der “Zufall” will, stirbt nunmehr Angelina Jolies Tante an Brustkrebs, oder vielmehr an einem “defekten Gen”. Die Schlagzeilen heißen: “Gendefekt: Angelina Jolies Tante stirbt an Brustkrebs”. Wer sich jetzt nicht den Gentest machen lässt, dem ist nicht mehr zu helfen, oder?

***

 Am 10.6.13 begrüßt mich der GA Bonn auf der ersten Seite mit der Schlagzeile: “Mehr Patienten-Anfragen zu Brustkrebs”. Kliniken in NRW registrierten eine dreimal so hohe Nachfrage nach Gentests wie normalerweise. Es gebe “definitiv einen Jolie-Effekt”.

Und hier Agelina Jolie nach der OP: Eine kachektische Gestalt mit zwei grotesken Kürbissen…

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Zum Schluss eine schwarzhumorige Filmsatire: “Black Babys: Die beste Methode um Aufmerksamkeit zu bekommen…”

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5 Antworten zu “Angelina Jolie: Nimm zwei … Brüste ab”

  1. Bislang der mit Abstand beste Artikel, den ich zum Thema gelesen habe.
    Vieles, was Du hier zusammengetragen hast, war mir – wie sicherlich auch vielen anderen – nicht bekannt, zeigt erst, was für eine im Grunde bedauernswerte, psychisch schwer gestörte “Heldin” man uns da in welcher brutalen, berechnenden Gnadenlosigkeit vorführt.
    Grauenerregend, die ganze Sache.

  2. Armin sagt:

    Bin über einen Artikel mit Link hierher auf den Artikel gestossen und kann mich Magnus nur anschliessen, dieser Artikel war sehr aufschlussreich und eine gute Analyse der brustbeschnittenen Jolie.

  3. Norbert Scheidig sagt:

    Herrlich ätzender Artikel,ich bin fasziniert !
    Es gibt sie noch,die guten Blogs im Netz,jeder kann sie finden,wenn er nur will,um sich nicht mit dem täglichen Einerlei an getürktem Datenmüll
    der systemkonformen Medien zuschütten zu lassen.
    Ich bin schlichtweg begeistert und schließe mich den Kommentaren an,ein großes Kompliment an eine bewundernswerte Frau – Friederike.

  4. Von Frau zu Frau. Klasse! Das schafft kein Mann so.
    Herzlichst
    Konrad Fischer

  5. Tester sagt:

    Es stimmt zwar einiges im Artikel, aber die eigentliche Ursache ist Ihnen nicht eingefallen – die Optik.

    Sie lebt von ihrem Image als Sex-Symbol und hatte nun nach ihrer Magersucht und Jahren der Selbsttortur schlicht keine Brüste mehr, bis auf zwei kümmerliche Hautlappen, die bis zum Bauch runter hängen. Daher kam diese Krebs-Geschichte wie gerufen, als Ausrede für eine Schönheits-OP.

    Und schwupps, statt “die olle hat ihre Hängehupen aufgehübscht” sagt man nun “die arme MUSSTE sich die Brüste entfernen, die Heldin”. So einfach funktioniert Propaganda.

    Natürlich sehe ich den Medienrummel auch so wie die Autorin, es wird von vielen Fraktionen missbraucht.

    Danke für den Hinweis mit dem Film über Bosnien-Krieg – den kannte ich nicht. Habe selber diesen Krieg aus erster Hand miterlebt und kann Ihnen sagen, dass die Sache so ziemlich zu 100% das gegenteil davon war, was hier in den Medien berichtet wurde – siehe Lybien oder Syrien als Beispiel, genau dasselbe Theater.

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