Femen: Hauptquartier abgebrannt

Am 23.7.2013 loderten Flammen aus dem neuen Hauptquartier und internationalen Trainingszentum der „Sextremistengruppe“ Femen. Die Nacktprotestlerinnen riefen nach Löschen der Flammen die Pariser Behörden zu finanzieller Unterstützung für den Wiederaufbau ihres „heiligen Platzes“ und dieses „historisch bedeutsamen Ortes“ des „Femenismus“ auf.

Femen: Flammen schlagen aus ihrem Hauptquartie in Paris (Quelle: Femen.org, YouTube-Still)

Femen schafft es, die lodernden Flammen im Rücken, erneut, als Opfer dazustehen und frisch legitimiert, gewohnt hysterische Klagen, Vorwürfe und Anschuldigungen gegen ihre männlichen Feindbilder zu erheben.

Erst unlängst war einer der ukrainischen Aktivistinnen der ersten Stunde quasi amtlich der Opferstatus in Frankreich verliehen worden: Inna Schewtschenko bekam politisches Asyl gewährt, nachdem sie sich der Strafverfolgung in ihrem Heimatland durch Flucht entzogen hatte.

Inna Schewtschenko in blasphemischer Pose im August 2012 in Kiew (anlässlich der Verhaftung der Pussy-Riot-Mitglieder, Quelle: politikus.ru).

Schewtschenko hatte ein schlichtes Holzkreuz in Kiew, das an die Opfer des Stalinismus erinnern soll, vor laufenden Kameras abgesägt.

In jedem Land der Welt hätte sie sich anschließend für diese Schändung einer Gedenkstätte verantworten müssen, auch in Frankreich. Falls irgendein französischer Bürger, sagen wir, eine jüdische Gedenkstätte geschändet hätte und sich anschließend in der Ukraine der Strafverfolgung entzogen und politisches Asyl erhalten hätte, wäre ein Aufschrei durch die Medien gegangen; nicht jedoch im Fall der Femen-Inna, für die man das Asyl-Recht beugte und gleichzeitig der Ukraine unterstellte, politische Verfolgung zu beabsichtigen.

Kein Zweifel, Femen genießt  bei einflussreichen politischen Kreisen hohe Protektion. Über diese Hintergründe und Zusammenhänge habe ich ausführlich recherchiert und auf dem Hauptportal von zeitgeist Online berichtet. Wäre Femen in ihrer Anfangszeit nicht massiv von einem US-Amerikaner finanziell unterstützt worden, würde vermutlich niemand mehr über die Gruppe sprechen, die sich unter dem Vorwand eines neuen Extrem-Femenismus in den Dienst politischer und geostrategischer Interessen stellt.

Frauen sagt man nach, sich nicht sonderlich für Politik zu interessieren; Meinungsumfragen zeigen immer wieder, dass ihre Interessen bei anderen Schwerpunkten liegen. Schmerzlicherweise sind die Femen-Furien der lebende Beweis für diese These: ihre oberflächlich-agitatorische, hysterische Manier, die fehlende Fähigkeit zur Analyse und Selbstreflexion …

Damit sind sie eine fette Beute derer, die an einem „Divide et Impera“ (teile und herrsche) interessiert sind, einer der ältesten Listen. Die Vielzahl und das Ausmaß der Probleme, denen sich Gesellschaft und Staat gegenüber sehen, lassen es nicht zu, Männer und Frauen auseinander zu dividieren, wenn man auch nur die Spur einer Chance für ihre Lösung wahrnehmen will. Die männerverhetzende Femen-Welt ist jedoch strikt getrennt in phallokratische, frauenschänderische Diktatoren und notorische Faschisten hie und unterjochte, allseits vergewaltigte, aber tapfer aufstehende Frauen dort.

Was könnte es für alle wirklichen Diktatoren, Allüberwacher und zwanghaften Kontroller Schöneres geben, als Männer und Frauen, die im Streit gegeneinander stehen, anstatt miteinander, jeweils auf ihre Art, in den Kampf gegen die wahren Unterdrücker zu ziehen?

Die historische Kiewer Rus, welches Teile des heutigen Russlands, der Ukraine und Weißrusslands vereinigte (Quelle: Wikimedia Commons)

Am 27. Juli 2013 war Femen-Alarm: Patriarchen, Diktatoren, Faschisten, kurz ganz furchtbare Männer, allen voran Patriarch Kyrill, Wladimir Putin und  und Viktor Janukowitsch (Ukraine) wollten sich in Kiew ein Stelldichein geben. Anlass war die 1025-Jahr-Feier der Christianisierung der Ostslawen in der historischen Kiewer Rus. Fürst Wladimir hatte damals das Christentum in seinem Herrschaftsgebiet angenommen.

“Das ist ein Feiertag Russlands, der Ukraine und Weißrusslands. Wir sind ein Ganzes. Wir sind das russische Volk. Es ist ein gesamtrussischer Feiertag. Die Mehrheit der Orthodoxen ist immer für Russland. Man sagt niemals die Kiewer Ukraine. Das hat es nie gegeben. Doch es gab immer die Kiewer Rus”, sagte Patriarch Kyrill auf der Feier hoch über dem Dnepr im historischen, goldgekrönten Höhlenkloster.

Kiew, Höhlenkloster (Quelle: Kiew Tourismus)

Es gibt starke Stimmen innerhalb der Orthodoxen Kirche mit dem Patriarchen als Wortführer, die für eine Konföderation zwischen Russland, Weißrussland und der Ukraine eintreten.

Westlichen Eliten ist eine mögliche Wiederannäherung und die überraschende machtvolle Rechristianisierung höchst unangenehm. Daher durften sich wieder die barbusigen Radauschwestern warmlaufen, die eigens eingeflogen waren. Doch bei einem Probelauf in Kiew wurden sie auf frischer Tat ertappt und mitsamt ihrem Fotografen in Polizeigewahrsam genommen, im Femen-Sprech „entführt“. Eine anschließende milde Geldstrafe (10 bzw. 16 Dollar) deutet an, dass es wohl eher um das Ingewahrsam-Nehmen ging, wozu man allen Grund hatte:

"Kill Kirill" ... (Quelle: Femen.org)

Im Juli letzten Jahres hatten Abgesandte von Femen in Kiew zur Attacke geblasen. Dem betagten Kyrill flogen, kaum dem Flieger entstiegen,  nackte Fäuste und Busen entgegen. „Kill Kirill“ hieß der Stunt. Möglicherweise hatte man 2013 einfach keinen Bock auf Randale bei den 1025-Jahr-Feiern?

2012: Die Femen-Aktivistinnen nahmen eine Austreibung der besonderen Art vor: Sie kreischten “Weiche, weiche von hinnen” (zur ergänzen “Satan”, eine Anspielung auf das “Weiche von hinnen Satan”; russisch: “Изыди вон, Сатана!” . Vgl. Matthäus 4 der Bibel).

Bereits am 25.7.2013 war Viktor Swjatski, ein politischer Wissenschaftler und politischer Femen-Berater übel verprügelt worden, womit der Beweis erbracht wurde: Die Truppe ist immer Opfer, nie Täter. Denn das Recht, andere zu verprügeln, haben nun einmal nur die FemenistInnen.

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4 Antworten zu “Femen: Hauptquartier abgebrannt”

  1. Rudolf Steinmetz sagt:

    Kampf gegen die Religion und Kampf gegen die Geschlechterpolarität gehen Hand in Hand, hierzulande noch verstärkt durch ein versehrte Männlichkeit infolge zweier verlorener Kriege. Aber langsam dämmert es auch den Frauen, dass ein Verschwinden der Männlichkeit auch die Weiblichkeit auslöscht und heranwachsende Kinder in masslose Identitätsprobleme treibt. Immerhin gibt es neuerlich in Frankreich eine Gegenbewegung zu Femen & Co: Neue Frauenbewegung: Antigonen gegen Femen http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/gerhard-wisnewski/neue-frauenbewegung-antigonen-gegen-femen.html

  2. Friederike Beck sagt:

    tja, schön wär’s, aber für eine Gegenbewegung brauchts noch etwas mehr als ein gut gemeintes Video…

  3. Rudolf Steinmetz sagt:

    Auch Zwerge haben `mal klein angefangen, vielleicht wird was draus. Den Femen-Gipfel kann man jetzt hier besichtigen: Neue Frauenbewegung II: Ich heiße Emma und habe große Schamlippen http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/neue-frauenbewegung-ii-ich-heisse-emma-und-habe-grosse-schamlippen.html viel wichtiger ist die Frage nach authentischer Männlichkeit, die hier gestreift wird: Kein Respekt für Männer http://blog.bazonline.ch/mamablog/index.php/32844/kein-respekt-fur-manner/ tatsächlich scheitern viele Ehe an Männchen, die nichts über Männlichkeit wissen, die letztlich spirituell fundiert sein muss.

  4. [...] von Männern auf 10% und deren Lebensdauer auf 50 Jahre reduziert haben möchte, zu messen. Die Gewaltverherrlichung der neoradikalfeministischen Gruppe „Femen“ wird von den Medien sogar quasi zelebriert. Wir begegnen hier einer Doppelmoral, die mittlerweile [...]

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