Garry Kasparov: Putin greift die Stabilität der modernen Weltordnung an

Gestern, am 4.3.2015, durfte der früherer Schachmeister Garry Kasparow vor dem Foreign Relation Subcommitee des US-Senats seine Expertenmeinung über Russland abgeben. Thema der Anhörung: “Russian Aggression in Eastern Europe: Where Does Putin Go Next After Ukraine, Georgia, and Moldova?”
Kasparov tat dies zusammen mit einer Reihe weitere “Experten”, darunter auch der ehemalige georgische Präsident Saakashvili, der in seiner Heimat mit Haftbefehl gesucht wird.

Kasparow sitzt heute nach Beendigung seiner Schachkarriere im Vorstand der “Human Rights Foundation”, von der nicht ganz klar ist, wer sie finanziert, sie erhielt z. B. 2013 von ungenannten Individuen 852.106 Dollars Spenden. Seine “Aussage” vor dem US-Senat konnte nicht wirklich überraschen. Kasparov (geb. Garik Kimovich Weinstein) ist seit Jahren hauptamtlich in Sachen Hass und Hetze unterwegs, seine Wortwahl gestern war jedoch auch für seine Verhältnisse überraschend menschenverachtend.

Hauptgedanke Kasparovs war und ist, dass die klassische Diplomatie bei Russlands nichts bringt, Gespräche und Verhandlungen von Übel seien: “Mit Russland kann man nicht in guter Absicht verhandeln.”

Kasparov gestern: “Mit einem Krebsgeschwür kann man nicht verhandeln. Wie Krebs müssen Putin und seine Eliten herausgeschnitten werden, er muss isoliert und entfernt werden.

Kasparov will auch erreichen, dass die USA der Ukraine schnellstmöglich Waffen liefern.

In Sachen Ermordung des Boris Nemzov, eines reichen Lebemanns, der seine 30 Jahre jüngere ukrainische Geliebte kürzlich zur Abtreibung in die Schweiz schickte und den Schwangerschaftsabbruch bezahlte, lästert Kasparov, er sei  durch ein “tödliches Mix” ermordet worden, durch ein “Klima des Hasses und der Gewalt” in Putins Russland.

“Boris war ein lautstarker Kritiker des Polizeistaates, der keine Toleranz mit seinen Kritikern hat.” Keine Toleranz mit Kritikern? Und was ist dann Kasparov? Vielleicht ein Hassprediger?

So groß kann das “Hassklima” und das “tödliche Mix” in Russland nicht sein – Kasparov zieht seit Jahren durch das US-Fernsehen mit einer ausgesprochenen Hassbotschaft gegen sein Land und kann immer wieder unbehelligt nach Russland zurückkehren. Dort ist ihm bisher kein Haar gekrümmt worden.

Stellen wir uns einen Moment vor, jemand hätte gesagt, Benjamin Netanyahu oder Gary Kasparov seien “wie Krebs”.Wie Krebs müssen sie und ihre Anhänger  herausgeschnitten werden. Netanyahu und Ksaparow müssen herausgeschnitten und entfernt werden”, zum Beispiel, damit Friede in Nahost sein kann. Zum Glück hat dies niemand gesagt. Und darum konnte niemand wegen Antisemitismus und der Verwendung des Vokabulars der Unmenschen verurteilt werden.

Kasparov hat absolut keine Ahnung, wer den scheußlichen Mord an Nemzov begangen hat, er verkündet aber: “Boris war nicht das erste Opfer dieses tödlichen Mixes. Georgien, die Ukraine und die Stabilität der modernen Weltordnung, sie alle wurden angegriffen.”

Eine Stabilität, die vor allem im Auge des Kasparov liegt, in den Augen anderer, unvoreingenommener Beobachter, gibt es keine Stabilität der modernen Weltordnung, sondern vor allem Instabilität:  Chaos, Not und Tod.

Hier ein Kurzvideo von Kasparovs Auftritt.

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3 Antworten zu “Garry Kasparov: Putin greift die Stabilität der modernen Weltordnung an”

  1. walter dyroff sagt:

    Ein Beispiel für die großartige Meinungsfreiheit in Deutschland.
    Dem freiesten Deutschland das es je gab.

    “Weil er die Bundeswehr kritisierte, erhielt ein Schüler in Bamberg einen Verweis. Seine „linksorientierte Gesinnung“ bedränge andere, sagt sein Direktor….Darin wird ihm eine „zweifelhaft linksorientierte Gesinnung“ attestiert, und er wird angehalten, „Äußerungen bezüglich seiner extremistischen politischen Meinung zu unterlassen“, sonst drohe die Entlassung. H. habe seine Meinung so „beharrlich“ vertreten, dass sogar die Polizei gerufen werden musste.
    http://www.taz.de/!155262/
    Und zu den schleppend verlaufenden Ermittlungen:
    “Vor 20 Jahren, am 1. April 1991, ermordeten Linksextremisten Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder. Ein Täter ist tot, doch ermittelt wird noch immer.”
    http://www.welt.de/kultur/history/article13023421/Das-Geheimnis-um-das-letzte-toedliche-RAF-Attentat.html
    Schrieb die WELT am 1.4.2011!! Wurde der Mörder inzwischen identifiziert?
    Was gibt es Neues vom Oktoberfestattentat?
    Mit wenigen Mausklicks kann man beweisen, wie tief der Journalismus in D gesunken ist. Man kann einen Kähler, eine Arland und wie sie noch alle heißen, nur verachten. Diese Mietmäuler sind “Kettenhunde des Kapitals”. Sie beißen, wenn ihr Herr es befiehlt. Offenbar sind immer weniger Konsumenten bereit, sich beißen zu lassen. Die Wahlbeteiligung sinkt, die Zuschauerzahlen sinken und die Anzahl der Leser der Htzblätter nimmt deutlich ab. Das gibt Hoffnung.

  2. Ralle sagt:

    … bisher hatte ich Achtung und Respekt vor Menschen, die Schach spielen konnten und es dann auch noch zu weltmeisterlichen Sphären schafften – was ich hier lese, ist nur die Darstellung eines verkrachten, gescheiterten Genie´s – es kommt nicht damit klar, es hatte seine Zeit und hat nicht seinen Platz gefunden!
    … jetzt sucht es einen neuen Platz um sein Leben zu leben, ohne wahre Arbeit oder gesellschaftliches Tun – es ist nur noch Knete, Werkzeug in der Hand von Leuten, die seiner Heimat nichgts Gutes wollen.
    Ich behaupte nicht, das W.W. Putin der Heilsbringer ist – aber er hilft dem russischen Volk zu seiner Stellung in der Welt – einer multipolaren, nicht einem Hegemon untergeordneten Sklavensichtweise und Preisgabe aller Bodenschätze und kulturellen Werte! :-(( vG Ralf

  3. normalo sagt:

    Oft ist es so, das welche in einer bestimmten Sache mit sehr hohem IQ in anderen Bereichen gewaltige Defizite haben. Das ist bei diesem Kasparow scheinbar auch der Fall.

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