Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Crash, Chaos, Chance! Erfolgreiche Strategien in der Krise (3)

Freitag, 30. März 2012

Nach dem Applaus zu urteilen, den Prof. Eberhard Hamer vom Mittelstandsinstitut Hannover nach seinem Vortrag in Fulda einheimste, hätte er gute Chancen gehabt, zum Bundespräsidenten gewählt zu werden, hätte man denn die Chance zur Direktwahl gehabt.

Hamer gehört einer ähnlichen Generation wie Prof. Hankel an, erfreut sich ähnlicher Vitalität und genießt zudem sichtlich das Privileg seines Alters: Ohne falsche Scheu Klartext sprechen zu können.

So geißelte er ein ums andere Mal die “Schuldzinsknechtschaft”, die ganze Länder in Tributpflicht halte. (weiterlesen…)

Crash, Chaos, Chance! Erfolgreiche Strategien in der Krise (2)

Freitag, 30. März 2012

Andreas Popp von der Wissensmanufaktur hielt den zweiten Vortrag des Kongresses in Fulda. Popp begreift sich als Vor- und Andersdenker und betreibt seine “Wissensmanufaktur” als eine Art Denkfabrik (zusammen mit dem Wirtschaftswissenschaftler Rico Albrecht), in deren Beirat u. a. auch Wilhelm Hankel und Prof. Karl Albrecht Schachtschneider sitzen.

Popp und seine Wissenmanufaktur wollen nicht nur kritisieren, sondern ganz neu denken. Paradigmen sollen aufgeweicht und praktikable Lösungswege aufgezeigt werden. Sein Plan “B”  fängt damit an, einige Begriffe zu hinterfragen.

Z. B.: Was ist eigentlich Geld? Ein gesetzliches Zahlungsmittel und damit eine Rechtseinrichtung, ein gesetzliches Muss. Eigentlich aber nur ein Bewertungssystem. In den USA wurde die Herstellung von Geld 1913 in private Hände gegeben: In die einer privaten Bankenelite, der Federal Reserve Banken (Fed).

Geld entsteht in unserem System aus dem Nichts heraus (Giralgeldschöpfung) durch Banken. Es ist ein Schuldgeld. Der Zins ist eine Art Risikoprämie. Der Zins wird aber bei der Giralgeldschöpfung nicht mitgeschöpft und daher durch permanente Umverteilung bezahlt.

Die Absurdität der Schuldgeldschöpfung sieht man anhand der Bankenrettung: Die Banken haben nicht genug Geld. Der Staat auch nicht. Der Staat leiht es sich bei den Banken, die es eigens schöpfen, damit es der Staat dann wieder an die Banken geben kann. Wahnsinn mit Methode. (weiterlesen…)

Crash, Chaos, Chance! Erfolgreiche Strategien in der Krise (1)

Mittwoch, 28. März 2012

Kongress in Fulda

Der Kongress unter diesem Motto fand vom 17.-18.3.2012 in Fulda statt und war durch Sven Hermann Consulting hervorragend organisiert.

Professor Wilhelm Hankel war der erste Redner. Er ist Eurokritiker der ersten Stunde und hatte schon 1997  mit den Professoren Wilhelm Nölling, Joachim Strabatty und Karl Albrecht Schachtschneider Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Einführung des Euro eingereicht, die abgewiesen wurde. 2010 klagten die Eurofighter in dieser Formation plus Dieter Spethmann gegen die Milliardenhilfen für Griechenland, da sie gegen Artikel 125 des EU-Rechts (no bailout) verstoßen. Die Klage wurde zurückgewiesen – nicht abgewiesen, wie Hankel betonte.

Den Erfolg der Klage sieht Hankel darin, dass Finanzminister Schäuble nun nicht mehr automatisch handeln könne, sondern es gelte das Prinzip der Einzelermächtigung. Dafür ist jeweils das Plenum des Bundestages zuständig. Außerdem gebe es keine Eurobonds, also gemeinsame Staatsanleihen des Euroraums. (weiterlesen…)

Nachlese zur Münchner Sicherheitskonferenz (3.-5.2.2012). (1)

Montag, 13. Februar 2012

„Münchner Sicherheitskonferenz – Ort der transatlantischen Partnerschaft”, das war das Motto der 48. Konferenz dieser Art in München. Ein transatlantisches Stelldichein, das seit 2008 im Auftrag der Bundesregierung von Atlantik-Brücke-Mitglied (und ehemaligem Young Leader) Wolfgang Ischinger geleitet wird.

Das Inhaltliche der Konferenz wie das intellektuelle Niveau der Darsteller ist überschaubar und kann mit wenigen Worten wie folgt zusammengefasst werden: (weiterlesen…)

In Gallium investieren – ein Erfahrungsbericht

Donnerstag, 11. August 2011
Gallium-Kristalle; Quelle: Wikimedia Commons

Gallium-Kristalle (Quelle: Wikimedia Commons)

Aus gegebenem Anlass möchte ich an dieser Stelle meine Erfahrung mit dem “strategischen Metall” Gallium teilen.

Mir fehlte schon immer Zeit und Glaube, mich mit Aktien zu beschäftigen, jedoch hatte ich mich schon früher einmal mit der Bedeutung von sog. “Gewürzmetallen” auseinandergesetzt und mich im damaligen Artikel bereits ausführlich über die Bedeutung der seltenen Erden ausgelassen.

Mir hatten besonders Indium, Gallium und Tantal imponiert: Kriterien waren Ungiftigkeit, Möglichkeit der physischen Aufbewahrung und Wertbewahrung- bzw. Steigerung.

Alle drei Metalle erfüllen diese Kriterien in besonderem Maße. Die beiden erstgenannten sind sie aus der Computerindustrie (Bildschirme, LCD-Monitore  etc., Solarzellen) bisher nicht wegzudenken. Tantal findet dagegen in der Medizin (Implantante), Flugzeugbau uvm. Verwendung.

Ich wollte ausprobieren, wie es ist, bei einer örtlichen Metallhandelsgesellschaft einen Kauf ganz praktisch über die Bühne zu bringen. Ich erfuhr: Man lässt sich telefonisch bzw. per E-Mail beraten, denn aufgrund der wertvollen Stoffe, die dort lagern, kann kein Kunde einfach dort aufkreuzen, er würde nicht vorgelassen werden. Die gewünschten Stoffe werden angeliefert;  es muss mit der Firma ein Termin vereinbart werden. (weiterlesen…)

Der Zustand des Euro: Bild ohne Worte

Mittwoch, 13. Juli 2011
Titelseite Bonner Generalanzeiger 13.7.2011

Titelseite Bonner Generalanzeiger 13.7.2011

Heute: Die Titelseite des Bonner Generalanzeiger. Endspiel in der Eurozone. Kommentar überflüssig.

Offener Brief an Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel

Freitag, 24. Juni 2011

Bonn, 24.6.2011
Sehr geehrte Herren Minister,

den Medien war dieser Tage zu entnehmen, sie seien „zu einer Überraschungsreise“  in Libyen gewesen (ARD, 13.6.2011). Sie kündigten dort Millionen Euro Hilfen für das Land an.

Sie, verehrter Herr Westerwelle, werden zitiert mit den Sätzen: „Unser Besuch in Bengasi zeigt: Deutschland ist ein Freund und Partner der demokratischen Kräfte im Land. Wir werden den Nationalen Übergangsrat beim Aufbau eines demokratischen und rechtsstaatlichen Libyens nach besten Kräften unterstützen“. Und weiter: „Gaddafi steht auf der falschen Seite der Geschichte.“

Leider liegen die Dinge keineswegs so klar. Denn: Bis vorgestern standen auch die Mitglieder des jetzt von Deutschland offiziell anerkannten Rebellenrates noch auf der „falschen Seite der Geschichte“. Alle Mitglieder des Interimsrates waren Regierungsmitglieder oder Funktionäre des Diktators; einzige Ausnahme ist der provisorische Finanzminister Ali Tarhouni; er lebte bisher als Professor für Wirtschaftswissenschaften in den USA.

Der Vorsitzende des Übergangsnationalrats Mustafa Mohammed Abud al Dschelail war bis 21. Februar dieses Jahres noch Justizminister unter Gaddafi. In dieser Funktion trug er eine Politik mit, die mit Demokratie gar nichts und noch weniger mit der Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien zu tun hat. (weiterlesen…)

Kommt die Monarchie in Libyen? Oder: Ein falscher Prinz für einen falschen Krieg

Samstag, 18. Juni 2011

In einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender Fox-News, ausgestrahlt am 12.4.2011, wird der Weltöffentlichkeit der libysche “Prinz Idris Al-Senussi” präsentiert, Mitglied der königlichen Familie, die 1969, als Muhammar al Gaddafi die Macht ergriff, ins Exil gehen musste. Prinz Idris habe sich schon “Jahrzehnte lang”  für die Opposition engagiert.

Der Interviewer kommt schnell auf den Punkt: Der vermeintliche Prinz, der angeblich mit Menschen “on the ground”, also vor Ort in Kontakt steht, darf bei Fox-News für ganz Libyen sprechen; unter der königlichen Flagge (“one flag, one state”) werde das Land bald wieder vereint sein, so der libysche Blaublütler.
“Prinz” Idris wendet sich dramatisch an die USA und die NATO. Es fehle an Munition und Training, die NATO und die USA müssten sich mehr engagieren. Das libysche Volk erwarte von den USA als Hauptmacht hinter der NATO mehr “Einmischung”. “Bitte verstärken sie ihre Militäroperationen” (“Please step up your military operations”), “gebt uns Waffen, damit wir die Macht ergreifen und Gaddafi loswerden können.”

Die Bitte des Prinzen könnte klarer nicht sein. Es gibt nur ein Problem: Der Mann ist kein Prinz, sondern ein Hochstapler, was jeder mit einem Minimum an Recherche herausfinden kann. Er lebt in London und Rom, war seit 1969 nicht mehr in Libyen, hat mit Öl- und Gasgeschäften zu tun. Zu seiner royalen Fantasiegeschichte gleich mehr. (weiterlesen…)

Vorwort – ohne Worte

Montag, 28. Februar 2011

Einleitung – nicht kommentiert

Dissertation Original
„E pluribus unum“, „Aus vielem eines“ – so lautete das Motto, unter dem vor über 215 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden. Ein Motto, das programmatisch zu verstehen ist. “E pluribus unum”, “Aus vielem eines” – so lautete das Motto, unter dem vor rund 200 Jahren die amerikanischen Staaten zur Union zusammenfanden, und dieses Motto ist programmatisch zu verstehen.
Das Land, das wie kein anderes den Pluralismus auf seine Fahnen geschrieben hat, eröffnet erst auf dieser einheitlichen, gemeinsamen Basis den Spielraum für die Entfaltung von Vielheit. Das Land, das wie kein anderes den Pluralismus auf seine Fahnen geschrieben hat, eröffnet erst auf dieser einheitlichen, gemeinsamen Basis den Spielraum für die Entfaltung von Vielheit.
Sich zu einer Nation zu vereinigen, die ursprünglich autonome Vielfalt gegen einen von der Zentralregierung gewährten Pluralismus einzutauschen bedeutete indes Verzicht; Sich zu einer Nation zu vereinigen, die ursprüngliche autonome Vielfalt gegen einen von einer Zentralregierung gewährten Pluralismus einzutauschen bedeutete natürlich Verzicht;
die bisher unter losem Konföderationsdach weitgehend selbständigen Einzelstaaten mussten um des Gemeinsamen willen den Anspruch auf das Eigene zurückschrauben und Souveränitätsrechte abgeben.
Hinweis: auf Seite 016 geht es aus gleicher Quelle weiter.
die bisher unter losem Konföderationsdach weitgehend selbständigen Einzelstaaten mußten um des Gemeinsamen willen den Anspruch auf das Eigene zurückschrauben und Souveränitätsrechte abgeben.
Übernommen aus: Dr. Barbara Zehnpfennig, “Das Experiment einer großräumigen Republik”, FAZ, 27. November 1997.
Link: www.faz.net/-01oqth
Dokumentiert in: http://my.opera.com/raphman/blog/guttenberg-und-zehnpfennig Scan bei faz.net

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“Klima” als Orwellscher Begriff

Dienstag, 07. Dezember 2010
Mangroven; Quelle: Wikimedia Commons

Mangroven (Quelle: Wikimedia Commons)

“Klima” ist zu einem Orwellschen Begriff geworden. Mit dem Stichwort “Klima”, “Klimaerwärmung” oder “Klimawandel” werden Sachverhalte verunklart, verfälscht und in irreführende Zusammenhänge gestellt.

Die Welt war schon immer ein recht unsicheres, keinesfalls stilles Örtchen. Auch das Klima war vielfältigsten Schwankungen unterworfen. Wenn man antike Schöpfungsmythen rekapituliert, so berichten diese von furchterregenden Götterkriegen, Einsturz des Firmamentes, Bersten der Himmel, mehreren Sonnen, Sintfluten. Im Vergleich mit derartigen Fährnissen klimamythologischer Zeiten geht es uns wohl noch insgesamt gesehen ausgezeichnet.

Natürlich waren und sind einige Gegenden (egal ob A-, B-, oder CO2)  unsicherer als andere. Schon immer. Zu den unsichereren Orten zähl(t)en z. B. immer und überall auf der Welt Gebiete in Meernähe. Das ist heute anders: Heute heißt das Klima.

Auch ist kaum noch die Rede von Abholzung der Wälder, von Raubbau und Umweltzerstörungen aller Art, oder gar von Hunger, Armut und einer ungerechten globalen Wirtschaftsordnung – nein, immer und zuverlässig stellt sich der zunehmende Klimawandel als alleinge Ursachen aller Wirkungen heraus.

In einschlägigen Reportagen vorwiegend aus fernen Länder gibt man sich infolgedessen kaum noch die Mühe, Faktoren sorgfältig zu analysieren und zu benennen, damit hält man sich nicht mehr auf: (weiterlesen…)

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