Archiv für die Kategorie ‘Tierisch Gutes’

Mann hat keine Chance gegen den Stier

Sonntag, 14. Juli 2013

Gerade fand wieder die jährliche Fiesta von San Fermin in Pamplona statt: Dabei werden Stiere durch eine enge Gasse getrieben, in der schon hunderte von Männern auf sie warten.

Ein faszinierendes Spektakel – der einzigen “Stierkampf” , bei dem es einigermaßen fair zugeht, da der Stier nicht von den Picadores mit kleinen Lanzen und kurzen Spieße (banderillas) in die Nacken- und Schultermuskulatur gestochen wird, was den Stier lähmt und zum schlussendlichen Todesstich mit dem Degen des Torreros vorbereitet …

Wie so oft zeigt sich in Pamplona (Nordspanien): Mann hat kaum eine Chance gegen den Stier, außer der, rechtzeitig zu Seite zu springen. Sagte ich Mann? Seit einigen Jahren sind nämlich auch Frauen zu dem Spektakel zugelassen. Wo waren sie bloß?

Hier ein faszinierendes Video von Russia Today:

Bienenmord in Bonn-Bad Godesberg: Tatort Leserpark

Donnerstag, 23. Mai 2013

Tatort Leserpark Nähe Büchel

Heute, am 23.5.2013, ging ich mit meinem Hund wieder einmal im rheinnahen Leserpark spazieren. Plötzlich sah ich unter einem blühenden Rhododendronbusch einen offenen geschwärzten Bienenkasten, die Bienen waren sämtlich tot.

Ich ging schnell in die allen Anwohnern des Leserparks bekannte Senke, in der ein Imker zwei Reihen mit Bienenkästen gestapelt hat. In einem Zelt bewahrt er Honig, Kästen und weitere Utensilien auf, er kommt jeden Abend vorbei, um nach dem Rechten zu sehen.

Doch heute Abend bot sich ein Bild des Grauens: Ein Brandanschlag war auf den Bienenplatz verübt worden. Die Asche war um ca. 20.00 Uhr noch warm, es hing ein beißender Geruch von verschmortem Plastik und verbranntem Wachs und Honig in der Luft. Mit den Fotos vom Tatort erübrigen sich weitere Beschreibungen. (weiterlesen…)

Deutschland: Grußlos!

Montag, 17. Dezember 2012

Wenn Sie im Wald spazieren gehen und auf einer Lichtung plötzlich einem Menschen begegnen, einen Berg besteigen und Ihnen jemand entgegen kommt, abends mit ihrem Hund in einen Park gehen und plötzlich einen anderen Menschen sehen: Würden Sie grüßen?

Was als das Normalste der Welt erscheint, darauf kann man in Deutschland längst nicht mehr rechnen: Ein älteres Paar nähert sich vom Horizont her, sie mit einem schweren Pelz um den Hals, der Rest guter Loden, plötzlich intensivieren sie auffällig ihre Konversation, spielen die Vertieften – um nicht grüßen zu müssen.

Allein im Wald: Jogger, Paare, Männer jeden Alters, Frauen zu zweit oder allein; man meidet Blickkontakt, senkt den Blick, tut geistesabwesend oder beschäftigt. Alles, bloß nicht grüßen! (weiterlesen…)

EHEC für beendet erklärt – alles gut?

Freitag, 05. August 2011
Die Affen fanden's gut: Gurken im Überfluss dieses Jahr...; Bildquelle unbek.

Die Affen fanden's gut: Gurken im Überfluss dieses Jahr ... (Bildquelle unbek.)

Seit Jahren sterben Zehntausende von Menschen in unserem Land an sog. Krankenhausinfektionen. Ca. 40.000 Tote sind es pro Jahr. Das ist jedoch den Medien nicht der Rede wert – es kann nicht mit einem schicken, neuen Virus- oder Bakteriumnamen verbunden werden und wird fast völlig totgeschwiegen.

Die “Welt”:Krankenhausinfektionen verursachen nicht nur viel Leid, sondern seien auch ein erheblicher Kostenfaktor.” (Klaus-Dieter Zastrow von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene). So könnte man es auch sagen. (weiterlesen…)

Atomdesaster Japan: Wo geht die Radioaktivität hin?

Samstag, 19. März 2011

Antwort: ostwärts. Dafür muss man sich mit dem Phänomen des Jet Stream oder Strahlstroms bekannt machen: Für unsere nördliche Erdhalbkugel ist der polare Strahlstrom oder Polarfrontjetstream (PFJ) maßgebend. Der Strahlstrom ist ein Starkwindband, das mehr oder weniger in der Nähe des nördlichen Wendekreises auftritt.

Nördlicher und Südlicher Wendekreis und Äquator. QUelle: wikimedia commons

Nördlicher und Südlicher Wendekreis und Äquator (Quelle: Wikimedia Commons)

Er ist ein Westwind, denn er kommt aus dem Westen und geht nach Osten. Flugzeuge nutzen den Jet zum Kraftstoffersparen.

Auf dieser Graphik des California Regional Weather Server, sieht man, wie sich der Nordpazifische Jet Stream über den Pazifischen Ozean auf die Westküste der Vereinigten Staaten zubewegt und in welchen US-Bundesstaaten er ungefähr zuerst eintrifft.

Graphik über den Verlauf des nordpaszifischen Strahlstroms und sein Eintreffen in den USA; Quelle

Graphik über den Verlauf des nordpazifischen Strahlstroms und sein Eintreffen in den USA (Quelle: California Regional Weather Server)

Hier ein Wettermodell mit Windvorhersage von Stormsurfing.com. Es zeigt anschaulich, wie der möglicherweise Radioaktivität tragende Jet von West nach Ost zieht. Über dem Nordatlantik scheint er sich immer etwas aufzuteilen in einen nördlichen Anteil, der mehr über Skandinavien zieht und einen südlicheren Strom, der über Nordafrika zieht. Zentraleuropa  mit Deutschland bleibt ein wenig ausgespart.

Bei der Zentral-Anstalt für Meterologie und Geodynamik (Wien) kann man ebenfalls eine Fülle von Daten, Graphiken und Informationen bezüglich der zu erwartenden Verteilung der Radioaktivität abrufen. Die Vorhersagen werden dauernd aktualisiert. (weiterlesen…)

Dioxin? Da gackern wir uns einen.

Samstag, 29. Januar 2011

sabinchenIm jüngsten Skandal um Dioxinfunde in Eiern, Hühner- und Schweinefleisch fiel auf, das die Rücksichtnahme auf die EU mittlerweile dazu geeignet ist, ein schnelles Eingreifen auf nationaler Ebene z. B. mit einer Deklarations- und Versicherungspflicht bei den Futtermittelherstellern zu behindern. Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Aigner erschien als Ministerin “ohne Land”, ohne Zuständigkeit, als Ministerin der freiwillig ausgeübten Selbstbeschneidung ihrer vom deutschen Volk an sie übertragenen Befugnisse.

Der Hinweis auf die Notwendigkeit “europäischer Regelungen” gilt mittlerweile als Standardausrede für Denkfaulheit und Duckmäusertum vor der vermeintlich allmächtigen, all-kompetenten, jedoch nicht demokratisch gewählten EU-Kommission.

EurAktiv, das Portal für europäische Nachrichten, Hintergründe und Kommunikation, lobte in einem Artikel vom 14.1.2011 ausdrücklich, dass Aigner laufend brav nach Brüssel Bericht erstattet habe: “Aigner verwies darauf, dass ihr Ministerium seit dem Ausbruch des Dioxin-Skandals ‘laufend an die EU-Kommission berichtet’ habe. ‘Die Kommission hat uns bescheinigt, dass unser Handeln hervorragend war’, so Aigner.”

Wie peinlich ist das denn? Sind wir hier in der Schule? Dieser Trend dazu, vor der EU-Kommission zu kuschen und zu kreuzbuckeln, sich “Bescheinigungen” ausstellen zu lassen, riecht nach neuem Untertanengeist, den wir doch gerade erst überwunden glaubten. Die EU-Kommissare sind von den einzelnen EU-Regierungen eingesetzte, hochbezahlte Beamte, die sich in einem Dauerzustand der Amtsanmaßung gegenüber demokratisch gewählten Ministern befinden, den letztere auch noch befördern. (weiterlesen…)

Voll fies – voll süß

Dienstag, 22. Juni 2010
Tigerbabys

Tigerbabys

Eine traurige Wahrheit, bisher verdrängt, kam durch die Initiative des “Bundesverbandes Menschen für Tierrechte” in die Schlagzeilen: Überzählige, nicht gebrauchte Tiere werden in Zoos oft einfach nur aus Platzgründen getötet (Populationsmanagement durch Tötung).

Die Tierrechte-Organisation hatte sich auf die Hinterbeine gestellt, nachdem der Magdeburger Zoo im Mai 2008 drei lebensfähige Tigerbabys eingeschläfert hatte, weil ihr Vater kein reinrassiger Sibirischer Tiger war, sondern ein Gentest etwas Blut des Sumatra-Tigers ergeben hatte. (weiterlesen…)

Von Würmern und Störchen

Freitag, 16. April 2010

Ein Wurm, sagt man, hat im vergangenen Winter zugeschlagen und viele alte Palmen enthauptet: Da stehen sie, die meterhohen Stämme wie Säulen mit einem Rest Kapitell: Ein Jammer. Wie das Gewürm es geschafft haben soll und ob es wirklich stimmt, ist eine andere Frage, besonders, wie ein Wurm oder mehrer Würmer es anstellen, einen alten Palmenbaum derart zu unterminieren, dass ihm seine Lebenssäfte so abgegraben werden, dass aus seiner Krone nun keine grünen Palmwedel mehr treiben können…?

Die verdorrten Kronen sind jedoch dieses Jahr Schauplatz von etwas Unerhörtem, noch nie Dagewesenem – zumindest können sich die Alten an nichts dergleichen erinnern: Ein Storchenpaar hat einen dieser verwaisten Palmenhochsitze als Nistplatz auserkoren – und das an einem der heißesten Plätze Europas: An der verkehrsreichen Umgehungsstraße einer Kleinstadt im Hinterland der Costa del Sol.

Das Storchenpaar setzt damit ein ungeheuer mutiges, geradezu tollkühnes Zeichen, das dazu angetan ist, Kleinmut, Depressionen und andere Hilflosigkeiten auszutreiben, zumindest bei denjenigen, die sich von seiner An-Mut anstecken lassen können.

Das majestätische Nestbauunternehmen gerade an dieser Stelle bedeutet nämlich nichts Geringeres, als dass dieses tollkühne Paar, Herr und Frau Adepar, sicher sind, dass so viel Regen gefallen ist und noch fallen wird, dass all dieses Wasser, all die Herbizide und Pestizide, die sofort mit Einsetzen des Frühlings unbarmherzig auf alles niedergehen, was das grünt und blüht, soweit verdünnen kann, dass es genügend Frösche und Kröten geben wird, die das überleben, um sich dann anschließend als appetitliche Futterquelle für Adebar und den geplanten Nachwuchs zur Verfügung stellen zu können. Und dass der nahe liegende Fluss dieses Jahr nicht austrocknen wird, bevor noch irgendein Jungstorch geschlüpft ist. (weiterlesen…)

Sahnejoghurt – wie immer (Tagebuchausriss)

Dienstag, 06. April 2010

Ich habe alles vorgefunden, als wäre es gestern: Freude und Bedauern. Die Zeit muss ein Karussell gewesen sein mit einem Mittelpunkt, um den die Ereignisse glitten oder ritten oder war es vielleicht umgekehrt? Der Mittelpunkt kreiste um Dinge? Denn es gibt keinen erkennbaren Fortschritt, zumindest nicht linear. Scheinbarer Stillstand im Zentrum ängstigt mich, aber auch in der Peripherie.

Ich finde die rote Iris wieder, und es war gestern, ich finde ein neues, aufgegebenes Nest – leer, weil der Spalt zwischen Deckenbalken und Rollo zu schmal ist für irgend etwas Rundes, wie gehabt; die in einem offenen Betonkasten gefangen gehaltene Jagdhündin , die ca. viermal im Jahr zur Jagd herausgeholt wird, ist wie immer um diese Zeit mit Jungen niedergekommen – sie hat wieder aus ein paar Sägespänen versucht, ein Art Nest zu machen und ihre Jungen gesäugt, bis der Besitzer wie immer Ende der Woche zum Säubern des „Schweinestalles“ erschien und die Jungen gleich mit ausmistete. Seitdem hat die Hündin wie immer um diese Jahreszeit Fieber und Schüttelfrost, ein Gesäuge wie ein Felsbrocken und kriecht und windet sich vor Angst wie ein zertretener Wurm am Boden, den Schwanz soweit eingeklemmt, dass er unter der Brust herausragt.

Erneut stehe ich ratlos vor dem Verschlag und starre auf das dicke Vorhängeschloss. Selbst wenn es sich zertrümmern ließe, wäre es ein Einbruch. Und niemand braucht nervöse Jagdhunde, am wenigsten ich selbst.
Daher hole ich wie immer 10%igen griechischen Sahnejoghurt und schiebe ihn täglich unter dem Gitter durch. Vor Freude und Gier zerrt und beißt die Hündin in das Töpfchen, um es schneller hereinzuziehen, dabei verschüttet sie wie immer die Hälfte über ihren eigenen Kothaufen und in den feuchten, uringetränkten Sägespänen – aber es wird der Höhepunkt des Tages sein, auch ein leerer Joghurtbecher ist Ablenkung  und er kann wie immer nach allen Regeln der Kunst vollständig zernagt werden.

Mein Entsetzen gerät irgendwie zur Routine und die Routine ist nah an der Langweile. Angeödet frage ich mich, warum es immer noch Menschen gibt, die Hunde mit Schweinen, Schweine mit Hunden und beide mit geistlosen, zur Vernutzung und Verschleiß gedachten Gebrauchsgegenständen und sich selbst mit Menschen verwechseln.

Wie immer beehrt mich meine Katze Minze alle zwei Jahre um diese Jahreszeit – ein untrügliches Zeichen, dass die Ernährungslage hoffnungslos ist. Minze mit ihren grünblitzenden Augen genießt meine heimliche Bewunderung. Ein Ebenbild von Unabhängigkeit, Freiheitsliebe und Wildheit, manchmal Jahre unauffindbar, besonders, wenn ich mich mit Kastrationsgedanken trug, dann wieder aufgetaucht, als wäre alles gestern gewesen, schnurrend zu Zärtlichkeiten aufgelegt. Sie tut herum, ihren Schwanz  und ihr Hinterteilchen hoch aufgereckt, so als bedürfte es noch eines Hinweises darauf, was inzwischen mal wieder geschehen ist. Ich krame aus meinen Vorräten zwei Patébüchsen und ein Töpfchen griechischen Sahnejoghurt hervor. Minze frisst, schlingt und schleckt in rasendem Tempo und bleibt schließlich noch ein Weilchen benommen sitzen, um nicht zu bersten. Am nächsten Tag ist ihr Bauch um exakt den Umfang der zwei Dosen und des Töpfchens gewachsen.

Ich spähe nach oben und versuche im Dachgiebel das Einflugsloch der Bienen ausfindig zu machen, die mein Haus nun schon im dritten Jahr erfolgreich in einen Bienenstock verwandeln. Ich versuche mir auszumalen, wie es wohl da drinnen aussehen mag. Ich kann, mal wieder, nur mutmaßen. Irgendwie hatte ich erneut gehofft, die Bienen hätten den kalten, feuchten, wie-auch-immer Winter nicht überlebt – aber nein, da sind sie, wie immer geschäftig an der Arbeit. Es kann kein großer Stock sein, denn ich überhöre ihr „Aufstehen“ morgens um ca. 7:30 regelmäßig. Und abends wecke ich mit meiner Leselampe höchstens mal eine Biene, die aufgeschreckt durch die Decke gebrummt kommt und manisch das Licht umsummt, sodass ich unweigerlich meine Lektüre unterbrechen, wie immer zum bereit liegenden Lappen greifen und die nervtötende Summerin nach draußen befördern muss. Das hysterische Gebrumm und die Unterbrechung meiner wohligen Voreinschlafphase machen mich wütend. Doch immer wieder besänftigt mich der Gedanke an die vielen göttlichen Momente meines Lebens, die mir diese betriebsamen Wesen schenkten: mit schimmerndem, piemontesischen Akazienhonig, den ich mir zum Frühstück über ein par dicke Haferflocken, griechischen Joghurt und geschnittene Kiwis, Bananen, roten Pampelmusenstücken und Äpfel tropfen ließ, oder mit karamellartigem, zartgelben französischen Lavendelhonig, der, Ton in Ton, ein dick bestrichenes Butterbrot ziert oder der leicht harzige, dunkle Amazonashonig aus Brasilien, der irgendwie nach Orchideen, bunten Papageien und riesigen Urwaldpflanzen schmeckt.
Da ist es ja wohl das Mindeste, dass ich diesen Urheberinnen meines Honigglücks mein Haus als Refugium zur Verfügung stelle.

Dieses kleine Opfer muss es mir ja wohl – wie immer – wert sein.

Nur noch Panne: HUNDERAP “Bombenalarm”

Donnerstag, 28. Januar 2010
Quelle:http://www.thefuntheory.com/2009/12/09/dog-poo-bank

Quelle:http://www.thefuntheory.com/2009/12/09/dog-poo-bank

Vor zwei Tagen blickten wir in einen Abgrund: den Sicherheitsabgrund: Teilevakuation des Münchner Flughafens: Ein Mann mit einem Schlepptopp sei weggerannt, obwohl er Sprengstoff darin versteckt hatte, behauptete jedenfalls ein Sicherheitscomputer — fälschlicherweise. Der Mann sei daraufhin geflüchtet — gestrichene Flüge, Wartezeiten, so macht Fliegen erst richtig Spaß! Der Bonner Generalanzeiger betitelte zwei Tage später diesen Anfall kollektiver Hysterie mit “Nur noch Panne”. Denn: Auf den Überwachungskameras war aufgezeichnet, dass der Mann gar nicht geflüchtet war, sondern ganz ruhig durch die Kontrolle ging, um vor dem Abflug noch ein wenig einzukaufen…
Ich hab mich zur Abwechslung mal mit meinem Hund über diesen Anfall kollektiver Bellelritis unterhalten, denn auch er kann ein Liedchen von sowas heulen! Welcome to the unreal world, to the security world!

HUNDERAP:” Bombenalarm”!

Wau-wau aufstehn!
Bist du startbereit?
Im Park Gassi gehn:
Es ist höchste Zeit!

Rein ins Auto,
Raus dem Auto,
ab, husch-husch
Wau-wau, das war nötig!
Hou-hou in den Busch! (weiterlesen…)

Schwalben (Tagebuchausriss)

Samstag, 04. April 2009

Die weißen Bäuche der Schwalben blitzen über mir; es fällt nicht leicht, ihnen zu folgen.

So schnell, wie sie sich am Himmel materialisieren, verschwinden sie wieder im Blau, wie in einer optischen Täuschung.

Faszinierend, wie sie durch einen einzigen, winzigen Flügelschlag mit angelegten Flügeln rhythmisch vorschießen, sich leicht und effizient durch die Luft katapultieren, mühelos sind.

Ich bewundere ihre Eleganz und Schwerelosigkeit. Jede Art von Luftdruck ist für sie immer der Beste: sie lassen sich lässig in ein Tief fallen oder emporschießen mit einem Hoch. (weiterlesen…)

Sich Fallenlassen (Tagebuchausriss)

Montag, 30. März 2009

Ich schließe die Augen und lasse mich in den Schoß von Mutter Natur fallen und überreiche der Sonne und dem Wind meine Wunden, mein Zwicken und Zwacken der Seele und des Körpers, kippe den Schalter des ständig kreisenden Verstandes, des pausenlos räsonierenden Bewusstseins, des wandelnden Problems, auf „Aus“, ziehe meine stets wachen Wächter ab und beginne, in die Umgebung zu diffundieren: Bin jetzt nur noch kleine Teilchen, die der Wind durchlüftet, aufschüttelt, verwirbelt, leicht und schwerelos; die Frühjahrssonne erwärmt jedes einzelne von ihnen, solange, bis sie in der Luft flirren.

Die Hunde kennen das schon: Sie schließen sich an: genießen, betten sich geräuschlos auf einem Stein oder rutschen auf dem Rücken die Blumenwiese herunter und grunzen ganz leise dazu. Die Zecken und Ameisen verhalten sich ebenfalls respektvoll und halten etwas Abstand.

Die Frühjahrssonne ist besonders am späten Vormittag uneingeschränkt wunderbar, man kann sich ihr ohne nachzudenken völlig überantworten und blind hingeben. Mit wem könnte man so etwas wohl sonst noch tun? (weiterlesen…)

März: Frühlingspflichten!

Sonntag, 29. März 2009

Soeben nach Hause gekommen, erinnerte mich ein geschäftiges Treiben auf meiner Terrasse an meine Pflichten: Es werde Frühling!

Ein winziger Spatz, aprikosengroß, müht sich über einem Bambusrollo ein Nest zu bauen – ein aufregendes, dringliches Geschäft, und rührend, denn fast alle trockenen Blätter und Zweiglein fallen bei stürmischem Wind vom zu schmalen Bambusrohr wieder herab, was den Baueifer des Spatzen überhaupt nicht stören kann. Weiter geht es, Flügelschlag um Flügelschlag, über Stunden. Woher nimmt dieses Kerlchen, das kaum eine Hand füllt, diese Energie? Ein schmetterndes, triumphales Zwitschern kündet von seinem unablässigen, bedeutsamen Tun.

Ich blättere in meinen Annalen – und tatsächlich: der Frühling, das war erst gestern: (weiterlesen…)

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