H1N1: Investieren – Jetzt!!!

24. August 2009

Jetzt ist es sicher: Die Vertreter der Bundesländer und der Spitzenverband der Krankenversicherung (GVK) erwarten für die staatlich georderten neuen Impfstoffen gegen die Schweinegrippe Ausgaben, die 1 Milliarde Euro gut übersteigen können; folgerichtig forderte der Verband die Bundesregierung auf, die Krankenkassenbeiträge zu erhöhen oder mehr Geld in den Gesundheitsfond zu schießen; die Bestellung für die neuen Vakzine ist abgeschickt; mit qualifizierten Einwänden ist nicht zu rechnen; das Management der Schweinegrippe-Krise verläuft in anderen Ländern ähnlich erfreulich. Insgesamt gilt: rosige Aussichten für Investoren in den immer günstigen, momentan wieder boomenden Pharmamarkt. Wir sollten uns als Anleger somit ganz klar zyklisch verhalten: Krisenzyklisch.

Die Grippekrise ist eine riesige Chance für den ansonsten schwächelnden Anlagemarkt, ihr Potential kann gar nicht überschätzt werden: Diese Variante des oft gescholtenen Krisenkapitalismus bedeutet: Money in Loko-Motion – für gute Beobachter. Es wird sich zeigen, dass diejenigen, die schnell reagieren, noch auf den fahrenden Zug aufspringen können, um im Herbst mit „an Bord zu sein“, wenn der Grippezug so richtig in Fahrt kommt. Das Szenario ist von den Behörden schon sehr gut durchgeplant. Aber auch wenn es nicht zum Äußersten kommen sollte, werden diejenigen, die Aktien von Pharmafirmen noch rechtzeitig erworben haben, es nicht bereuen. Gerade auch Anfänger können sich hier mit einer strategischen Entscheidung zum Erwerb entsprechender Aktien schon bald ein Erfolgserlebnis verschaffen.

Ein besonderes Augenmerk wollen wir in unseren nachfolgenden Analysen und Empfehlungen auf die Firma Novartis-Behring mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, richten. Weiterlesen »

Russisch Moos (2): Schweinegrippe-Virus verlief sich in russischer Weite

08. August 2009

Während Virologen, Impfologen und Gentechniker noch hektisch Beimengungen (Adjuvanzien) zusammenrühren, die uns dann demnächst von der Schweinepest erlösen sollen, geht es in Russland wesentlich handfester zu:

Hier weiß man schon seit Jahrhunderten um die wohltuende Wirkung des Alkohols. Nicht nur schafft er dem tristen Leben heitere Aussichten, man kann ihn nicht nur innerlich und äußerlich, sondern auch als Medizin zur Anwendung bringen: Als Desinfektionsmittel nämlich. Weiterlesen »

Russisch Moos (1) oder: Grün vor Neid

07. August 2009

Erst werde ich blass und dann grün: Vor Neid. Unter Geiern, der Schatz im Silbersee, im Tal des Todes, der Wildtöter, durchs wilde Kurdistan, Winnetou zehn, seufz, ein Indianertraum wird wahr – der Pierre Brice des Ostens reitet vorbei. Mit einem braunen Pferd höchstpersönlich an der Ostgrenze seines Riesenreiches entlang, und prüft den Zustand der Grenzforts an der mongolischen Grenze in der Provinz Tuwa. Freiheit und Abenteuer! Die Wildnis ruft!

Könnten wir uns das vielleicht bei unserer Bundeskanzlerin vorstellen oder bei unserem Bundespräsidenten? Dass die Kanzlerin in die Wüste oder Wildnis gerufen würde? Die gibt es ja bekanntlich nicht mehr in Deutschland, genauso wenig wie eine Ostgrenze. All das wurde längst abgeschafft, und man kann sich kaum irgendeinen Politiker vorstellen, der noch persönlich die Landesgrenze abschreiten oder abreiten würde. Oder können Sie sich vielleicht Merkel vorstellen, wie sie in Mecklenburg-Vorpommern an der Grenze zu Polen über die frisch begüllten Felder einer ehemaligen LPG, jetzt Schweinezuchtanlage für 100.000 Sauen, reitet ? Weiterlesen »

Anlagemöglichkeit Gewürzmetalle?

12. Juli 2009

Bis vor kurzem war mir noch unbekannt, dass es sog. „Gewürzmetalle“ gibt. Darunter versteht man teils sehr selten vorkommende metallische Elemente, die insbesondere für moderne Technologien, darunter Schlüsseltechnologien unersetzbar und wegen ihrer speziellen Eigenschaften (noch) nicht wegzudenken sind. Es gibt über 50 dieser raren Metallelemente.

Jeder Computerchip wird mittlerweile mit bis zu 40 dieser Elemente „gewürzt“, ein Funktelefon mit bis zu 25 dieser feinen Metalle, z. B. Coltran. Leuchdioden (LED-Leuchten) kommen ohne Gallium oder Indium, je nach Farbe, nichts aus. Auch Flachbildschirme, Leuchtanzeigen (Displays), aber auch CIS-Solarzellen benötigen Indium.

Wie Rohstoffexperten, z. B. Armin Reller von der Universität Augsburg, betonen, drohen einige dieser Gewürzmetalle knapp bzw. ihre Gewinnung extrem teuer zu werden. Dennoch sind sie immer noch teils starken Preisschwankungen unterworfen. So stiegen 2007 die Preise für Platin und Palladium auf Rekordniveau, bei Palladium bildete sich jedoch ein Produktionsüberhang – die Preise gingen prompt wieder nach unten.

Platin wird bekanntlich für Autokatalysatoren gebraucht, jedoch – falls man alle Autos dieser Welt damit ausrüsten wollte, gäbe es Probleme, da das Metall immer aufwändiger gewonnen werden muss. So müssen zehn Tonnen Erz verarbeitet werden, um 1 Unze Platin zu extrahieren. Ein Teil des Platins aus den Katalysatoren wird in die Atemluft geblasen und in unseren Lungen endgelagert, ein anderer Teil gelangt nie in die Wiederverwertung, sondern verbleibt irgendwo in Altautos, nur 30-40 Prozent der Katalysatoren werden an Verwertungsfirmen gegeben. Weiterlesen »

Adrianas Albtraum oder als Erasmus-Studentin in Gaziantep (Türkei)

11. Juli 2009
Ausschnitt aus "El Pais"v. 2.7.2009

Ausschnitt aus "El Pais"v. 2.7.2009

Erasmus-Stipendien sind bei jungen Leuten sehr beliebt: Man lernt Land und Leute kennen, und es bleibt in der Regel neben dem Studium genügend Zeit, auch das Kulturleben der jeweiligen Stadt zu genießen. Vielerorten sind Erasmus-Studenten zu einem Teil des Stadtbildes geworden. Es gibt Erasmus-Pogramme in allen europäischen Ländern – aber auch in der Türkei. Sie werden von der europäischen Komission. d.h. von europäischen Steuergeldern, gefördert und sollen der Integration, dem gegenseitigen Kennenlernen usw. dienen.

In der südtürkischen Universitätsstadt Gaziantep gibt es ebenfalls ein internationales Erasmus-Programm.
Die Region gehört zum kurdischem Siedlungsgebiet und liegt in der Nähe Syriens, des Irak und des Iran.

Adriana Espinosa ist eine 24 jährige Studentin der spanischen Universität Sevilla. Sie möchte Auslandsjournalistin werden und erhielt ein Erasmus-Stipendium für die Südtürkei. Am 15. September 2008 kommt sie in Gaziantep an. Sie ist bemüht, so erzählt sie, sich in der Stadt schnell zu integrieren und teilt sich eine Studentenwohnung mit zwei Türkinnen (kurdischer Abstammung wie sich herausstellt), mit denen sie über einen Professor bekannt gemacht wird. Man freundet sich an, und bei einer Gelegenheit begleitet sie ihre Kolleginnen zu einer Versammlung der legalen kurdischen Partei DTP.  Adriana gegenüber EL PAIS: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass es eine illegale Versammlung war. und die Polizei, die uns beobachtete, sagte uns nichts, daher bin ich völlig ruhig weggegangen, mit Material für eine Arbeit für die Universität.“

Ein paar Tage später macht Adriana mit anderen Studenten einen Ausflug ins nahe Syrien. In ihr Zimmer in Gaziantep zurückgekehrt, findet sie ihre Kleider auf dem Boden verstreut, die Schränke offen, ihr Laptop ist weg. Die türkische Polizei war in ihrer Abwesenheit der Wohnung  gewesen. Ihre beiden Wohnungsgenossinnen waren gleich zum Verhör mitgenommen und wegen Unterstützung der illegalen kurdischen PKK angeklagt worden, zuammen mit weiteren 17 Kurden. Adriana flüchtet sich voller Panik in die Wohnung einer spanischen Mitstudentin. Weiterlesen »

Glühwürmchen sein ist schwer – Glühwürmelin ebenso sehr! (Tagebuchausriss)

08. Juli 2009

Pünktlich ab dem ersten Juni bis in den Juli hinein herrscht Glühwürmcheninvasion. Die Johanniswürmchen, auch Leuchtkäfer oder grünschimmernde Laternchen genannt, dringen durch alle Ritzen und Öffnungen des Hauses ein, um sich den dortigen Lichtquellen anzunähern: Glühbirnen, Leuchtröhren, PC-Bildschirme, Notleuchten, Halogenlampen und Leuchtdioden werden ihnen zum Verhängnis; ich mag gar nicht an den violettschimmernden, Brutzellaute von sich gebenden Insektenvernichter meines Nachbarn denken…

Ich habe alle Hände voll zu tun, die verirrten Kerle wieder aufzusammeln und aus dem Fenster zu werfen. Dieser Tätigkeit gehe ich über Stunden nach. Aber es ist nur Schadensbegrenzung, denn die Kerle, es sind tatsächlich Männchen, sind überzeugt, dass all die künstlichen Lichtquellen paarungsbereite Weibchen sind, Leuchtkäferinnnen, Glühwürmelinnen und grünschimmernde Laternchinnen. Weiterlesen »

Hilfe, ich bin eine Schablone!

18. Juni 2009
Ausschnitt EL PAIS v. 2.6.2009

Ausschnitt EL PAIS v. 2.6.2009: Besser eine behaarte Brust als keine: Man kann nur noch die Daumen drücken, dass die Milch auch einschießt!

Ich muss zugeben, dass ich in letzter Zeit unter Minderwertigkeitskomplexen leide; ganz erheblichen sogar. Dieses Gefühl, durch und durch langweilig zu sein, keinerlei Aufsehen erregen zu können, mit dem Makel der Normalität behaftet zu sein.

Ich fühle mich als Frau zunehmend überholt, ja, ich frage mich manchmal: War ich eigentlich jemals eine, nach dem heutigen Verständnis, nach der modernen Definition? Mitten in dieser Identitätskrise kann ich mir plötzlich die einfachsten Fragen nicht mehr beantworten, lange liebgewonnene (falsche!!!) Gewissheiten lösen sich vor meinen Augen in Luft auf!
Mir geht’s dreckig, ich leide. Aber da muss ich jetzt durch: Denn ich bin ein Auslaufmodell – ich bin eine Schablone!

Das prominenteste Attribut meiner Weiblichkeit – mein Busen – stellt sich als jederzeit an- und abstellbarer hormongesteuerte Schwellung über den oberen Rippenbögen heraus, über die ich mich nicht mehr definieren sollte; meine wohlgefälligen, eigenverliebten morgendlichen Blicke vor meinem Spiegelbild sollte ich einstellen. Denn ich muss lernen, diesen Anblick zu teilen: Mit Männern, und solchen die es noch werden wollen, Frauen und solchen, die es noch werden wollen und Transen und solchen, die es noch werden wollen, und ja, vermutlich auch noch mit Stammzellen, die noch Großes vorhaben. Das fällt mir nicht leicht. Erstmal. Weiterlesen »

Strandbegebenheit (Tagebuchausriss)

18. Juni 2009

Auf dem Bauch liegend blinzelte ich über die kleine Sanddüne hinunter zum Meer, und ich nahm eine junge Frau wahr, die einen ausgemergelten, ausgezehrten, aber sehr durchtrainierten Körper hatte. Die junge Mutter kümmerte sich vor allem um das jüngste ihrer vier Kinder. Ab und zu sprang in meinen begrenzten Bildausschnitt ein kleines Kerlchen mit einem dicken Windelpaket an den Händen der Mutter aus dem Wasser in die Luft. Ich beobachtete es, wie das Springen von Fischen oder das Fliegen der Möven.

Nach ein paar Stunden packte man zusammen, und die Kinder liefen brav in ihren weißen Strandkleidchen hinter der Mutter her.

Ein paar Minuten später änderte sich diese friedliche Formation abrupt. Die Mutter kam mit dem Söhnchen auf dem Arm, die restlichen Kinder hinter ihr laufend, zum Strand zurück. Schweiß lief ihr über das Gesicht. Sie fragte mit amerikanischen Akzent: „Entschuldigung hat irgendjemand eine schwarze Brieftasche gesehen? Ich war gerade im Supermarkt, und sie war nicht mehr in meinem Rucksack.“

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Nie wirklich ausdiskutiert: Betrachtungen zu spanischen Abtreibungsstatistiken bei Minderjährigen

08. Juni 2009

Derzeit wühlt in Spanien eine Gesetzesinitiative der regierenden Sozialisten die Menschen auf, und sogar 58% der Wähler dieser Partei (und 88% Wähler der Opposition) stehen ihr negativ gegenüber:

In Spanien soll zugelassen werden, dass Minderjährige ohne Wissen und Erlaubnis der Eltern abtreiben dürfen. Damit handelt es sich im Grunde um eine Anpassung des entsprechenden Gesetzes an die restlichen EU-Staaten:

In Ländern wie Großbritannien, Holland, Griechenland, Portugal, Norwegen, Tschechien, Lettland und Litauen können Minderjährige bereits alleine entscheiden, ohne dass ihnen irgendeine Bedingung auferlegt würde. In Deutschland wird die Urteilsfähigkeit der Minderjährigen geprüft. In Ländern wie Frankreich und Finnland muss das Einverständnis eines Tutors bzw. des Arztes vorgelegt werden, nicht der Eltern.

Viele Erwachsene halten es in Spanien für unvorstellbar, dass Minderjährige weder Rauchen noch Alkohol ausgeschenkt bekommen dürfen, aber bei einem solchen Eingriff nicht einmal ihre Eltern informieren müssen. Befürworter des Gesetzes halten dagegen, dass im Jahr 2002 das Alter für die medizinische Selbstbestimmung auf 16 Jahre festgelegt wurde, allerdings mit Ausnahme von Aborten und Maßnahmen der Reproduktionsmedizin. Das erscheint jetzt unlogisch, denn warum soll ein Mädchen entscheiden dürfen, sich die Brüste zu vergrößern oder Fett absaugen zu lassen, aber nicht, eine Abtreibungspille zu nehmen oder sich den Embryo absaugen zu lassen (Vakuumaspiration)?

Die Fronten sind wie immer und wie überall einigermaßen verhärtet und die Diskutierenden scheinen einander kaum zuzuhören. Das ist schade, denn es handelt sich allemal um ein ernstes Thema, das es an sich haben sollte, nie wirklich ausdiskutiert zu sein… Weiterlesen »

Ein Fall für sie

05. Juni 2009
Ausschnitt "El Pais" vom 5.6.2009

Ausschnitt "El Pais" vom 5.6.2009

Ich gestehe es: Von der Leyen hat mich sensibilisiert: Für die Gefahren beim Surfen im Internet, für die Bedrohlichkeiten des missbräuchlichen Sexes mit Minderjährigen, die Umtriebe von Pädophilen und andere Schweinereien.

Ich denke jetzt verstärkt mit, wie man Abhilfe schaffen könnte und habe mir von der Leyens Sorgen zueigen gemacht. Kurz, ich bin aktiver geworden.

Logisch, dass es nicht gefallen kann, was man da aus Italien hören oder lesen muss: Der böse Bube der Republica Italiana hat es jetzt wohl definitiv übertrieben, jedenfalls für meine neue Toleranz- und Schmerzgrenze, die dank von der Leyen auf null gesunken ist.

Der 9,4 Milliarden Dollar schwere Medientycoone „il Cavaliere“ sorgte für eine radikale Bereinigung des Medienangebotes in Italia; Meineide, Bilanzfälschungen, Schmiergeldzahlungen, Richterbestechungen, in Auftrag gegebene Attentate, Mitwirkung an mafiaähnlichen Vereinigungen – alles konnte als plumpe Phantasie politischer Neider und Kommunisten entlarvt werden. Die Verdachtsmomente wurden der Langweile übergeben. Die Bananenrepublik Italien hatte sich in den letzten Jahren einfach an alles gewöhnt. Italien hat ein wesentlich aufregenderes Thema … Doch im Ausland ahnte man bisher nicht in aller Schärfe, was sich jetzt herausschälte – dass es sich die ganze Zeit im Grunde nur um die Banane des Staatspräsidenten drehte. Weiterlesen »

Kleines Krisenbrevier für mutige Leute

05. Juni 2009

Kürzlich trafen wir uns im Freundeskr(e)ise: Alte Freunde, neue Bekannte, erfahrene und unerfahrene Krisengewinnler und solche die es noch werden wollten: Gehartzte, Alleinerziehende, Geschiedene, Kinderreiche, Arbeitslose. Ja, was soll ich sagen: Die Krise, sie ist angekommen, sie ist mitten unter uns, jeder von uns ist ein Teil von ihr, ganz konkret im Hier und Heute!

Aber wir waren entschlossen, nicht klein bei zu geben, uns nicht gehen zu lassen, die Krise zu bewältigen, bevor sie uns überwältigte.

Daraus entstand, eins fix drei, ein kleiner spontaner Krisenworkshop: Jeder brachte sich ein, jede Stimme zählte und keiner wurde kritisiert. Alle Vorschläge, Tipps und Erfahrungswerte wurden gesammelt und werden hier, tabellarisch geordnet, ganz konkret, gleich sofort, zusammengestellt an Sie/Euch alle weitergegeben.

Sicherheitshalber haben wir jeweils in der letzten Zeile der Tabelle, ohne die Vorschläge und Erfahrungen kritisieren zu wollen, eine Bewertung eingefügt – eine kleine Orientierungshilfe Weiterlesen »

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