Boycott-Kampagne gegen Amazon: Was steckt dahinter?

18. November 2010
FAcebook: KAmpagne gegen Amazon-Buch

Facebook: Kampagne gegen Amazon-Buch

Immer wenn es es  in den Medien um das Thema Pädophile geht, sollte man mittlerweile erst einmal fragen: Geht es um konkrete Personen, denen ein konkretes Vergehen vorgeworfen wird oder geht es um das Internet und seine Reglementierung oder um die Reglementierung einer anderen Institution?

Beim Thema Pädophilie hört bekanntlich der Spaß auf. Aber mit dem Thema kann man auch punkten, die Popularität aufpolieren, denn man weiß eine breite Mehrheit hinter sich, niemand widerspricht. Und genau das ist der Punkt.

Der Internetversandhandel AMAZON ist in der Kritik im Zusammenhang mit Pädophilie. Amazon habe ein Pädophilenbuch verkauft: “The Pedophile’s Guide to Love and Pleasure”, also einen Pädophilen-Ratgeber für Liebe und Vergnügen. News.de:  “Der Autor des E-Books behauptet, Pädophile würden missverstanden, schließlich gehe es ihnen um die Liebe zu Kindern. Es sei jedoch ein Verbrechen, wenn Erwachsene ihren Sexualtrieb gegenüber Kindern ausleben würden, fügt er hinzu. In dem Buch erteile er Ratschläge, wie sich Pädophile an das Gesetz halten können.”

Fakt ist: Es gibt Pädophile. Wenn dieses Buch, das bisher kaum jemand gelesen haben dürfte, tatsächlich Ratschläge erteilt, wie Pädophile besser mit ihrer fatalen Neigung umgehen könnten – eigentlich gut so. Innerhalb weniger Tage wurde einen Kampagne losgetreten, zum Boykott gegen Amazon aufgerufen: Weiterlesen »

Das “Kriegsspiel” des SPIEGELs oder die Rückkehr der Kriegsästhetik

18. November 2010

Es ist nicht mehr zu übersehen (Der Spiegel Nr. 46, S. 126-139, “Das Kriegsspiel”): Das Heroische kommt wieder, das Kriegerische, Harte, Unerbittliche.

Nachdem man es in Deutschland jahrzehntelang sorgsam exorzierte, unerbittlich austrieb, ja sogar unter Strafe stellte, wird es jetzt wieder nachgefragt.

Die Deutschen hatten fast sechs Dekaden das “Nie wieder Krieg” zu ihrem obersten Gebot erhoben und sogar in ihrem Grundgesetz festgeschrieben, dass sie nur in einem Verteidigungsfall je wieder zu den Waffen greifen würden, doch unterdessen wurde eine neue Ära eingeläutet.

Das neue Zeitalter fing fast unmerklich und kriecherisch an. Es war von “Verantwortung” die Rede. Der Bruch wurde eingeleitet von einer rein äußerlich völlig unkriegerischen, ja unsoldatischen, meist unsportlichen, bisweilen sogar regelrecht schwabbeligen Gestalt. Diese konnte umso überzeugender von der Notwendigkeit des Krieges sprechen.

Außenminister Joseph Martin Fischer knackte damals den Widerstand der Grünen und der Deutschen insgesamt, in dem er mit Rücktritt drohte und gezielt die “Auschwitz-Brechstange” ansetzte:

„Wir haben immer gesagt: ‚Nie wieder Krieg!‘ Aber wir haben auch immer gesagt: ‚Nie wieder Auschwitz!‘”

Damit relativierte er völlig unzulässig den Schrecken des Holocaust, indem er die Situation in der damaligen serbischen Provinz Kosovo mit  Geschehnissen der Vergangenheit gleichsetzte und zugleich dass Trauma der Deutschen ob dieser Schuld gezielt ausnutzte und sie damit für die politische Debatte paralysierte. Weiterlesen »

Jochen Malmsheimer im Bonner Pantheon

14. November 2010

maske_schraeg_buntAm 9.11. war Jochen Malmsheimer im Bonner Pantheon, dem Kabarett- und Kleinkunsttempel mit den grauenhaft harten, schwarzen Holzschalenstühlen der ehemaligen Bundeshauptstadt. Viele kennen den sprach- und stimmgewaltigen gebürtigen Essener aus der ZDF-Sendung “Neues aus der Anstalt”.

Man erinnert sich gern an Malmsheimers ICE-Stück oder “Das Wurstbrot” (siehe am Ende dieses Beitrags).

Auch in seinem neuen Kabarettprogramm mit dem vergnüglichen Titel  “Flieg Fisch, lies und gesunde! oder: Glück, wo ist Dein Stachel?!” wandelt Malmsheimer lustvoll zwischen Wortspiel, Poesie, Unsinn und Tiefsinn und lotet selbst noch den Schwachsinn kabarettistisch aus. Dabei wird vor allem deutlich: Malmsheimer ist ein Sprach- und Stimmkünstler. Weiterlesen »

Terror. Wider die öffentliche Wortverwirrung und mediale Inkontinenz

14. November 2010
Bombeanschlag v. Oklahoma 1995; Quelle: Wikimedia Commons

Bombenanschlag v. Oklahoma 1995 (Quelle: Wikimedia Commons)

Inkontinenz ist, einfach gesprochen, eine Unfähigkeit, etwas oder sich selbst zurückzuhalten. Man unterscheidet mehrere Formen derselben:

Harninkontinenz, also die Unfähigkeit oder das Unvermögen, den Harn zurückzuhalten, genannt Einnässen. Oder die Stuhlinkontinenz, genannt Einkoten, dann die Flatulenz, also das Unvermögen Fürze zurückzuhalten, schließlich die Milchinkontinenz, die das dauernde Tröpfeln aus dem entsprechenden Organ bezeichnet, sowie die Affekt-Inkontinenz.
Letztere ist das Gegenteil von Zurückhaltung, Selbstbeherrschung und Kontrolle, gemeinhin die Unfähigkeit Emotionen, wie z. B. Hysterie zu kontrollieren: Hysteriker sind also Menschen, die z. B. unfähig sind, Ereignisse angemessen zu reflektieren.

Wenn man sich die derzeitige Terrorberichterstattung zu den angeblichen Terror-Päckchen aus dem Jemen in den Medien ansieht, kommt man nicht umhin, zu konstatieren, dass es sich angesichts einer noch völlig ungeklärten Faktenlage um eine besonders schwere Form der medialen Inkontinenz handeln muss, die alle Merkmale des soeben Definierten trägt.

Unaufhörlich tröpfelt und trieft es aus allen Medienrohren, verbales Dauergefurze bestimmt die Szenerie und kindisches Dauereinkoten vor einer gefühlten Terrorgefahr wird zur politischen Strategie. Ein Vollbild der Affekt-Inkontinenz – Vernunft nirgends; die Unfähigkeit, Ereignisse angemessen zu reflektieren und zu bewerten – allenthalben zelebriert.

Hier der hysterische Hype, das eifrig-sabbernde Geschreibsel und Gelaber, dort die eiskalte Wahlkampfstrategie, der nachlassenden Popularität des Präsidenten eine terroristische Frischzelleninjektion zu verpassen.

Ich sah zufällig eine Talkrunde im US-Fernsehen, bei der ein Analyst für Obama ein Oklahoma (= Bombenanschlag auf ein Bundesgebäude im April 1995 in Oklahoma City) einforderte; durch dieses Ereignis hätte damals Präsident Clinton im Meinungsumfragesinkflug sich wieder mit dem Volk verbinden (“to reconnect”) können: “Today our nation is joined with you in grief, we mourn with you”. Weiterlesen »

Zur Sicherheit Terror-Päckchen

12. November 2010
Bedeutung der Verteidigungsindustrie; Quelle isr. Außenministerium

Bedeutung der Verteidigungsindustrie; (Quelle: Isr. Außenministerium)

Es gibt 5 nennenswerte Industriezweige im Nahhoststaat Israel:
Die Softwareindustrie, die Schmuckindustrie, die Telekommunikationsindustrie, die Bauindustrie und die Sicherheitsindustrie.
Am bedeutsamsten und umsatzstärksten ist letztere; nach 2001 erlebte sie einen ungeahnten Boom.  Allein 2005 exportierte die israelische Sicherheitsindustrie Sicherheitstechnik für 3 Milliarden Dollar ins Ausland.

Das war nicht immer so: Das israelische Außenministerium erinnerte 2002 in einem Artikel “Facets of the Israeli Economy. The Defense Industry”: “In den letzten 15 Jahren sah sich israelische Verteidigungskonzerne mit einem schrumpfenden Markt für militärische Hardware konfrontiert und unternahmen daher gemeinsame Anstrengungen, ihre Forschungs- und Entwicklungsteams für die Erfindung von Produkten für nicht-militärische Märkte einzusetzen und noch häufiger dafür, Verteidigungstechnologie für zivile Anwendungen anzupassen. In der Tat können viele der innovativsten Produkte, die von der israelischen zivilen High-Tech-Industrie entwickelt wurden, insbesondere auf dem Gebiet der Telekommunikation, ihren Ursprung auf militärische Technologie zurückführen.”

Ein äußerst zukunftsträchtiges Spezialgebiet der israelischen Sicherheitsindustrie ist heute die Airport-Security, also die Sicherheit und Überwachung von Flughäfen. Die Flughäfen von New York (JFK), Heathrow  (London), Hannover, Tel- Aviv und Singapur sind bereits mit israelischer Technologie ausgestattet.

Israel verfügt laut dem “Israeli Innovation News Service” über 10 potenzielle “Top Ten”-Security-Technologie-Exportschlager. Als da wären: Weiterlesen »

Hochwasser Sachsen 2010: Von Luftnummern und Lügen

01. Oktober 2010
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8.8.2010: Venedig in Deutschland; Nikolaivorstadt in Görlitz

Gestern morgen (29.9.) rufe ich in Görlitz an: Nichts – die Leitung ist tot. Nicht schon wieder! Nach tagelangen Regenfällen erneut Hochwasser, kein Strom, kein Trinkwasser?

Rückblick:
Am 7. August ist ein Ehepaar aus Görlitz zu einer Feier nach Dresden eingeladen. Seit Tagen hatte es geregnet, die Neiße führt Hochwasser. Noch scheint jedoch nichts irgendwie bedrohlich. Sie fahren mit dem Auto um ca. 15 Uhr an der Neiße entlang und sehen in der Nähe der neuen Brücke, die in den polnischen Ostteil der Stadt führt, wie die Besitzer eines ufernahen Restaurants bereits Sandsäcke stapeln. Den Ehemann beschleicht ein ungutes Gefühl, er möchte lieber zu Hause bleiben, fährt aber dann doch nach Dresden und denkt bei sich: „Die sind aber ängstlich!“ Später wird deutlich, dass die Polen etwas wussten, was man ein paar Meter weiter auf dem anderen Ufer der Neiße noch nicht wusste, jedoch wissen konnte: Dass aufgrund von starken Wasserfällen im nahen Gebirge das Hochwasser der Neiße sehr schnell noch weiter steigen würde.

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8.8.2010: Görlitz Nikolaivorstadt; ein aufblasbares Schwimmbecken als Gondel

Das junge Ehepaar kehrt abends nach Görlitz zurück: Sie können ihr Haus aber nur noch über ein Fenster „betreten“, eine riesige Flut drückt gegen die Haustür, die nicht mehr zu öffnen ist, alles ist stockfinster, sie waten durch das eiskalte Wasser, man kann kaum etwas sehen, der Strom ist bereits abgestellt, kein Telefon, kein Wasser, außer dem, das im Haus unaufhörlich steigt.

Zwischen 18 und 19 Uhr war der „Witkastausee“ im nahen Radomierzyce (Radmeritz) gebrochen. Er staut das Flüsschen Witka (Wittig) auf, das in die Lausitzer Neiße führt. Radmeritz liegt auf polnischer Seite ca. 10 km südöstlich von Görlitz. Der Damm des Staussees besteht aus einem einfachen mit Gräsern bewachsenen Erdwall. Nicht grade das, was man „auf dem neusten Stand der Technik“ nennen würde. Weiterlesen »

Das geheimnisvolle Leben der Babys: Der Film

29. September 2010

Babys – gestern ging ich schnell mal in den seit kurzem angelaufenen Film des französischen Regisseurs Thomas Balmès.

Der Film ist ein Dokumentation mit vier Hauptdarstellern, die nicht sprechen – noch nicht. Er begleitet vier Babys in vier verschiedenen Weltgegenden von ihren ersten Momenten an.

Nun ist es ja grundsätzlich so, dass Kinder der Erwachsenenwelt einen Spiegel vorhalten, manchmal sogar einen grotesken.

In der Art, wie wir Erwachsene  Babys vom ersten Augenblick an behandeln, wird deutlich, wer wir selbst eigentlich sind, wie wir die Welt sehen, was wir glauben zu wissen von der Welt und was wir meinen, an die Kinder weitergeben zu müssen.

Ponijao, Bayar, Mari und Hattie aus Namibia, der Mongolei, Japan und San Francisco haben in der Kamera eine unauffällige Begleiterin, sie schaltet sich nie ein. Sie nimmt aber konsequent die Perspektive der Winzlinge ein: Bodenperspektive, weite Horizonte … Irgendwie erinnerte mich der Dokumentarfilm in diesem Punkt an den Film „Mikrokosmos – Das Volk der Gräser“.  Auch darin werden wir mit den Geheimnissen einer uns nur scheinbar vertrauten Welt der Insekten bekannt gemacht, die in einigen Sequenzen wie vom anderen Stern scheint. Weiterlesen »

Der Euro vor dem Zusammenbruch: Rückschau auf die Berliner Aktionskonferenz vom 25.9.2010

27. September 2010

Der Euro vor dem Zusammenbruch, Wege aus der Gefahr, Aktionskonferenz. Eingeladen hatte die “Volksinitiative” unter Federführung des bekannten Buchautors und politischen Querdenkers Jürgen Elsässer.

Die Liste der Referenten erwies sich als Publikumsmagnet, denn an die 700 Teilnehmer bevölkerten in Berlin-Oberschönweide die kuhl-heruntergekommene Rheinbeckhalle mit Industriecharme, der perfekte Versammlungsort für Menschen, die schon länger wissen, dass etwas in unserem System völlig schief läuft und dies auch – jeder auf seine Art – in gewichtige Worte fassten. Man wollte aber offensichtlich von der Analyse, dem Reden und Bücherschreiben und den Verfassungsklagen einmal wegkommen; daher der Name „Aktionskonferenz“.

Jürgen Elsässer sieht sich als Querdenker und so erscheint es nur logisch, dass er immer wieder eine „Querfront“ anregt, eine Opposition jenseits des politischen Rechts-Links-Schemas. Natürlich hat er sich dabei als ehemaliger Kommunist – Linker ist er noch immer – nicht nur Freunde gemacht. Elsässer beweist, dass man eine politische Heimat haben aber trotzdem mit Menschen anderer politischer Couleur diskutieren und an der Lösung von Problemen arbeiten kann, falls man nicht eingebaute Scheuklappen und Denkverbote mit sich herumträgt.

Dass dies funktionieren kann, dafür war die Konferenz am Samstag ein deutlicher Beweis; denn unterschiedlicher konnten die Teilnehmer gar nicht sein: Das Spektrum verlief von konservativ rechts bis links, von akademisch bis selfmade-man, von Ost und West bis alt und jung. Weiterlesen »

Erschütterndes Video: Im Flugzeug über dem Golf von Mexiko

28. Juni 2010

Das folgende Video, was ich gerade im Netz fand, ist die schrecklichste Dokumentation der Ölkatastrophe, die ich bisher sah:

Ich finde keine Worte …

BP soll angeblich solche Videos entfernen.

Die folgende Dokumentation trug ebenfalls diesen Vermerk.

Ein britischer Journalist spricht vor Ort mit Überlebenden der Bohrinsel-Katastrophe. Diese Leute waren bisher quasi gar nicht in den Medien präsent, und wenn man das anhört, was sie hier im Interview berichten, weiß man warum … Weiterlesen »

Biene Maja schlägt Alarm: Deutsche Imker sterben aus!

28. Juni 2010

Biene Maja; Quelle Wikimedia CommonsIm Prinzip wissen wir wohl alle, wie wichtig die Honigbienen sind. Aber die Zahlen sind dennoch immer wieder beeindruckend:

  • 80 % unserer gesamten heimischen Blütenpflanzen werden von Honigbienen bestäubt.
  • Ohne den Beitrag der Bienen würde der Ertrag im Obstanbau z. B. um 75 % sinken. Bienen bestäuben u. a. Stein- und Kernobstbäume, Beerensträucher, Raps, Erbsen, Bohnen, Klee, Luzerne, Kohl, Möhren und alle Arten von Blütenpflanzen.
  • Daher bemisst sich der Wert der Bienen nicht nur an ihrer Honigleistung, sondern an ihrer Bestäubungsleistung und damit an ihrem Beitrag für die Erhaltung der Artenvielfalt.
  • Um den Nektar für 1 Pfund Honig einzusammeln, legen die Honigbienen eine Strecke zurück, die dem dreifachen Erdumfang entspricht.
  • Deutsche Bienen (z. Zt. zu erkennen an den schwarz-rot-goldenen Fühlerschonern) decken mit ihrer Arbeit ca. 20-25% des deutschen Honigbedarfes.
  • Jeder Deutsche isst durchschnittlich 1,3 Kilogramm Honig im Jahr

Über 80.000 Imker gibt es derzeit noch in Deutschland, sie haben aber, und das ist besorgniserregend, ein Durchschnittsalter von 65 Jahren. Es fehlt an Nachwuchsimkern und -innen.

1952 gab es allein in Westdeutschland noch 182.000 Imker mit 2,1 Millionen Bienenvölkern.

1972 waren es noch 87.100 Imker mit über einer Million Völkern.

Die letzte Zählung des Deutschen Imkerbundes mit Sitz in Wachtberg bei Bonn im Jahr 2009 ergab eine Zahl von 81.500 Mitgliedern mit rund 614.000 Völkern.

Ein insgesamt besorgniserregender Trend! Weiterlesen »

Hopi-Prophezeiung über das Öl-Desaster im Golf von Mexiko?

28. Juni 2010
Ölteppich im Golf von Mexiko; Quelle: NASA

Ölteppich im Golf von Mexiko (Quelle: NASA)

Gestern habe ich mich für zeitgeist Online ziemlich nüchtern mit dem Öldesaster im Golf von Mexiko befasst, heute mache ich es an dieser Stelle ganz emotional – und stelle mir einige Fragen, von denen vermutlich die wenigsten beantwortet werden können.

Wer, wie ich, als Kind fast jedes Buch von Karl May gelesen hat und bei Winnetous Tod heiße Tränen vergoss, weiß natürlich, dass der Weiße Mann oft mit gespaltener Zunge redet und Böses tut, der Rote Mann dagegen oft edel ist.

Beinahe jeden Morgen gehe ich denselben Weg am Fluß entlang, meine Hündin einige Meter vor mir oder hinter mir. Fast immer spüre ich schon vorher die Stelle, wo er am Flussufer sitzt und seinen Hund beobachtet. Er ist ein äußerst kleinwüchsiger, kompakter südamerikanischer Indio, unter seiner roten Baseballkappe, die auf einem Kopf wie festgewachsen erscheint, fällt hinten ein tiefschwarzer Zopf heraus. Der Mann war Musiker und ist jetzt für irgendjemanden Hundehüter, eine kleine, beeindruckende Energieknolle mit rollendem “R”.

“Man hat Mutter Erde in den Leib geschossen”, sagt er kurz und grimmig, “jetzt ist sie am Verbluten.”

Tja, so kann man das wohl sehen. Wie aber kriegt man bloß diese Blutung zum Stillstand?

“Die Erde gibt ihr Blut und ihr Wasser freiwillig. Alles, was sie noch tief unten verborgen hält, ist nicht gut für den Menschen, bringt Unheil”, sagt er noch. Weiterlesen »

Beschwerde beim Deutschen Presserat gegen DIE WELT hat Erfolg!

26. Juni 2010

logoAm 3.2.2010 erschien auf WELT-Online der berüchtigte Aufruf von WELT-Autor Daniel Pipes “Obama sollte den Iran bombardieren”. Ein besonders eklatanter und abstoßender Fall von Kriegshetze in einem deutschen Medium. WELT-Autor Pipes empfahl die Bombardierung speziell zur Verbesserung der schlechten Umfragewerte des amerikanischen Präsidenten.

An dieser Stelle hatte ich den WELT-Artikel vorgestellt und anschließend auch mein Beschwerdeschreiben an den Deutschen Presserat vom 4.2.2010.

Hierin führte ich aus, dass der WELT-Aufruf zu einem Angriffskrieg weder vom Grundgesetz noch vom geltenden Pressekodex abgedeckt sei.

Und:
“Als Deutsche erfüllt es mich mit besonderer Scham, dass 65 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges von deutschem Boden, sprich von einer deutschen Tageszeitung [DIE WELT-online] , wieder zu einem Angriffskrieg aufgerufen werden kann. Wehret den Anfängen!”

Heute erhielt ich nun Post vom deutschen Presserat, die Beschwerde vom 4.2.2010 war endlich am 24.6.2010 beantwortet worden. Hier der Wortlaut des Schreibens: Weiterlesen »

Voll fies – voll süß

22. Juni 2010
Tigerbabys

Tigerbabys

Eine traurige Wahrheit, bisher verdrängt, kam durch die Initiative des “Bundesverbandes Menschen für Tierrechte” in die Schlagzeilen: Überzählige, nicht gebrauchte Tiere werden in Zoos oft einfach nur aus Platzgründen getötet (Populationsmanagement durch Tötung).

Die Tierrechte-Organisation hatte sich auf die Hinterbeine gestellt, nachdem der Magdeburger Zoo im Mai 2008 drei lebensfähige Tigerbabys eingeschläfert hatte, weil ihr Vater kein reinrassiger Sibirischer Tiger war, sondern ein Gentest etwas Blut des Sumatra-Tigers ergeben hatte. Weiterlesen »

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