Gedanken zur Welt

18. Mai 2009

Heute erhielt ich über eine Freundin eine E-post der Kölner Mitmachzeitung. Den Text kannte ich schon in etwa, es gibt ihn wohl in vielen Versionen. Er ist gleichwohl immer bedenkenswert …

Die Erde (NASA)

Die Erde (NASA)

Wenn man die Weltbevölkerung auf ein 100 Seelen zählendes Dorf reduzieren könnte und dabei die Proportionen aller auf der Erde lebender Völker beibehalten würde, wäre dieses Dorf wie folgt zusammengesetzt:

57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Amerikaner (Nord-, Zentral- und Süd), 8 Afrikaner.

Es gäbe 52 Frauen, 48 Männer, 30 Weiße und 70 nicht Weiße, 30 Christen und 70 Nichtchristen, 89 Heterosexuelle und 11 Homosexuelle.

6 Personen besäßen 59 % des gesamten Reichtums und alle 6 kämen aus den USA, 80 lebten in maroden Häusern, 70 wären Analphabeten, 50 würden an Unterernährung leiden, 1 wäre dabei, zu sterben, 1 wäre dabei geboren zu werden. Nur 1 Person besäße einen Computer und nur einer hätte einen Universitätsabschluss. Weiterlesen »

Das Augenlicht – gehütet wie unser Augapfel?

15. Mai 2009
bedenkliches Blaulicht

bedenkliches Blaulicht

In der aktuellen Schweizer Zeitschrift ZeitenSchrift Nr. 62/09 fand ich einen äußerst informativen Beitrag zur Biologie des Lichts. Nach seiner Lektüre begriff ich noch viel besser, warum Kunstlicht, und vor allem sog. Vollspektrum-, Warmton-, Tageslicht- oder Bio-Leuchtstofflampen so schädlich für unseren Körper und vor allem natürlich für unsere Augen sind.

Unsere traditionelle Glühlampe strahlt ein natürliches Lichtspektrum aus und ist damit dem Sonnenlicht ähnlich. Ihr Licht zeichnet sich durch ein ausgewogenes Maß an den Anteilen des sichtbaren Lichts aus; man spricht deshalb auch von Vollspektrumlicht.

Gänzlich anders verhält es sich dagegen mit den sog. Fluoreszenzlampen, zu denen auch alle oben angeführten Sparlampen gehören. Ihr Lichtspektrum besteht vorwiegend aus isolierten Spitzen einzelner überhöhter Lichtfrequenzen. „Na und?“, könnte man fragen, „wenn es denn energiesparend ist“

Einmal davon abgesehen, dass die sog. Energiesparlampen keine Energie sparen, da sie wegen ihres Quecksilbergehalts Sondermüll darstellen und man außerdem die hohen Produktions- und Entsorgungskosten in einer Art geschönten „Müllmännchenrechnung“ nicht berücksichtigt, wurde mir schlagartig klar, dass Licht ja eine Form von Nahrung ist – nicht nur für unsere Augen, sondern für unseren gesamten Organismus. Durch die jahrelange Polemik der Massenmedien gegen das natürliche Sonnenlicht haben wir völlig aus den Augen verloren, was wir uns eigentlich mit dem „falschen“ Sonnenlicht antun! Weiterlesen »

Schmerz braucht Bewusstheit

12. Mai 2009
Schmerz

Schmerz

Seit einiger Zeit hatte ich Probleme mit der Nackenwirbelsäule. Zu allem Überfluss kam vor ein paar Wochen noch ein mittelschweres Schleudertrauma hinzu. Zur Erleichterung meiner Pein schwebte mir ein erfahrener, feinnerviger Osteopath vor, der mir mit ein paar Zaubergriffen, irgendetwas, das ich als blockiert und verrutscht empfand, wieder an seine richtige Stelle befördern sollte.

Diesen Herrn fand ich dann auch, und erwartungsgemäß drückte er an zwei Punkten hinter beiden Ohren, und legte meinen geplagten Hals noch jeweils einmal langsam nach rechts und nach links – und klasse! Mein Radius stieg signifikant zusammen mit einem Gefühl der Entblockierung. Ich war auf einem guten Weg.

Gestern machte ich dann einen Fehler. Eine Freundin bot mir im Austausch für einen ihr erwiesenen Gefallen eine Massage an. Eigentlich hätte ich es wissen müssen: Man soll sich nicht von Laien in einen Heilungsprozess hineinmassieren lassen, zumal nicht im Bereich der delikaten Halswirbelsäule. Weiterlesen »

Modernes Kinderrätsel

05. Mai 2009

In meinem kleinen Häuschen,
da hab ich ein Kabäuschen,
das ist mein cooler Shoc¹ -Room,
da brüll und tanz ich laut rum.

In diesem Oberstübchen,
da prob ich Bubenstückchen
von argen, bösen Viren,
die schnell auf allen Vieren

Vom Schwein zu Menschen hüpfen
und dann in Vögel schlüpfen;
vom Vogel dann zur Kuh:
Da macht das Virus „Muh“!

Es hat ein Ringelschwänzchen
und auch ein Federkränzchen.
Es ist so schlau-gerissen:
Nur ich kann davon wissen. Weiterlesen »

Alles ist Sonne

02. Mai 2009

NASA: 3D Bild der Sonne

NASA: 3D Bild der Sonne

Auf Island sagte mir einmal ein Isländer unvermittelt im Gespräch: „Ich bin ein einfacher Mann. Aber wenn ich eine Religion aussuchen müsste, so würde ich die Sonne anbeten.“

Dieser Satz war sehr ehrlich und außerdem nachvollziehbar. Vermutlich hatte ein Weiser zu mir gesprochen.

Auf Island, der Insel in der Nähe Grönlands, ist nicht so wichtig, fehlt nichts oft so sehr, wie das Sonnenlicht − in den Wintermonaten. Im Frühjahr und im Sommer ist die Sonne dafür dann fast immer anwesend: Nachts wird es nie ganz dunkel.

Ich werde das Gefühl des durch diese Daueranwesenheit der Sonne ausgelösten, körperlich und geistig-emotional spürbaren Energieschubs nie vergessen − ein euphorieartiges, fast süchtigmachendes Glücksgefühl… Weiterlesen »

Warn und Alarm

01. Mai 2009

Hach nee, ach nee, ich glaub ich kann nicht mehr. Neeneeenee. Ich weiß nicht. Ich kann und will nicht mehr. So nicht. Nicht mehr mit mir. Neeeneeenee. Nein! Ich kann das nicht mehr hören. Ich will das nicht mehr! Die können mich alle mal gern haben. Ich bin völlig mit den Nerven runter. Echt fertig. Neeneenee. Mir wird alles zu viel. Ich glaub, da muss jetzt was passieren.

Ich weiß, nicht wie es Ihnen geht: Aber ich glaub ich hab ne Warnallergie. Ich kann das nicht mehr. Wenn ich das Wort schon höre. Jetzt auch noch Prinz Charles! Das fehlte noch! Der kam nach Deutschland, um zu warnen. Vor dem Klimawandel, und hat dafür auch noch einen Preis erhalten. Neeneenee. Das hält man doch im Kopf nicht mehr aus. Weiterlesen »

Vogelgrippe-Seuche, Bankengrippe-Seuche, Schweinegrippe-Seuche. (Teil 2 mit Stirnrunzeln)

30. April 2009

Schweinegrippe. Die Medienwalze rollt also mal wieder. Die Meinungsvielfalt wird radikal vereinfacht. Ein Klima der Hysterie lässt einen um das Denkvermögen bangen und macht jeden Einwand mundtot. Kurz, es ist mal wieder Zeit, Verdacht zu schöpfen. Weiterlesen »

Vogelgrippe-Seuche, Bankengrippe-Seuche, Schweinegrippe-Seuche. Teil 1 (mit Augenzwinkern)

30. April 2009

Die Preisfrage: Wählen Sie aus den 3 oben genannten Begriffen, denjenigen aus, der ein reales, wirkliches, besorgniserregendes Problem weltweit darstellt.

Die vorletzte Seuchen-Sau, die durchs Dorf getrieben wurde, war die Vogelgrippe 2005/2006. Wir erinnern uns: Sie war dem Pentagon entlaufen und trat einen ungeheuren Siegesgalopp rund um die Welt an. Zuerst der Truthahn des griechischen Bauern Dimitris Kominaris auf der ostägäischen Insel Inousses. Und weiter ging’s im Schweinsgalopp, nicht aufzuhalten war sie: Zugvögel verirrten sich in Hühnerlegebatterien. Vermutlich aus Mitleid schaute sie bei ihren gequälten, unfreien Artgenossen vorbei – und weiter ging’s mit der Seuchensau: Mein lieber Schwan! Erinnern Sie sich noch? Notstand auf Rügen: Ein Schwan war doch tatsächlich im Winter verendet. Bitte nicht küssen! Warnstufe rot!

Millionen Hühner und Gänse fielen allerdings weniger dem behaupteten H5N1 Virus, sondern vor allem einer herzlosen, gnadenlosen, weiträumigen Vergasung zum Opfer. Sogar bei Hobbyzüchtern seltener Geflügelrassen fielen die Seuchenbekämpfer ein und schlachteten die unter Verdacht geratenen Zwerg-, Perl- und Gurrhühner vor den Augen ihrer entsetzten Besitzer des nachts an Ort und Stelle ab.

Doch dann: Das Wunder: Rechtzeitig vor Einsetzen der Fußballseuche endete die Vogelseuche! Das war knapp! Weiterlesen »

Jugendpsychiatrie: Therapievoraussetzung Ritalin

27. April 2009

Ritalin täglich

Ritalin täglich (Bildquelle: www.deesillustration.com)

Gerade sprach ich mit einer Freundin. Sie ist alleinerziehende Mutter zweier Söhne und wohnt in einer westdeutschen Großstadt. Sie ist von zarter, eher zerbrechlicher Gestalt und bisweilen schlagen ihr die Dinge über dem Kopf zusammen. Sie selbst ist momentan wegen gelegentlicher Angstattacken erst einmal für einige Monate berentet. Davor arbeitete sie manchmal in 1-Euro-Jobs; letzthin legte man ihr einen Ganztagsjob nahe, irgendeinen, was sie mit Hinweis auf ihren 15-jähringen jüngsten Sohn, der sie noch dringend brauche, ablehnte. Weitere Sanktionen der Ämter konnten durch ihre psychische Erkrankung vorläufig abgewehrt werden, aber das Problem mit dem jüngsten Sohn bleibt.

Ich gebe zu, dass ich Tommy (Name geändert) seit frühster Kindheit kenne und er seither eine “Stein bei mir im Brett” hat. Das mag an so irrationalen Dingen liegen, wie der Erklärung, die er mir im Alter von ca. fünf bis sechs Jahren abgab, als ich ihm sagte, “Tommy, ich mag dich.” Tommy meinte daraufhin: “Itsch ditsch auck” − er geriet noch etwas mit der offiziellen Aussprache in Kollision, bewegte sich aber durchaus damals schon in seinem eigenen logischen System. In dieser Zeit war es auch, dass Tommy immer in Windeseile auf Obstbäume kletterte und mir eifrig Früchte pflückte − ganz klar schon damals ein echter Gentle-Mann. Weiterlesen »

Post aus Afghanistan

24. April 2009

Gestern hatte ich einen Aufruf eines in Chicago lebenden Afghanen unter meiner Epost, den ich mich zu übersetzen entschloss: Dr. Mohammed Daud Miraki hatte offensichtlich noch meine Mail-Adresse, da ich vor einiger Zeit sein Buch “Afghanistan after Democracy” bestellt hatte.

Afghanistan After Democracy

Dr. Mirakis Bildband "Afghanistan After Democracy"

Ich wollte mich damals aus erster Hand informieren, was in Afghanistan vor sich geht: Schließlich stehen deutsche Truppen dort. Dr. Mirakis Bildreportage erschütterte mich. Anschließend las ich noch das Buch des deutschen Afghanistan-Kenners Christoph Hörstel (“Sprengsatz Afghanistan: Die Bundeswehr in tödlicher Mission”), was ich nur empfehlen kann, wenn man sich mit der Materie etwas näher befassen möchte. Weiterlesen »

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