Über Cynthia McKinney und Cynthia über Haiti…

31. Januar 2010
Die charismatische Cynthia McKinney

Cynthia McKinney

Ich gestehe, dass meine Sympathien dieser charismatischen ehemaligen Kongressabgeordneten für den US-Bundesstaat Georgia und Präsidentschaftskandidatin (2008) der Grünen Partei der USA mit besonderer Leichtigkeit zufliegen: Cynthia hat etwas von einer Diva: Sie ist nicht nur schön, und man würde sich nicht wundern, wenn sie, wie die ebenfalls schwarze Barbara Hendricks, die nächstbeste Opernarie singen würde – nein, sie ist auch richtig gut – sprich besonders mutig; Cynthia McKinney hat schon oft Charakter in der Politik bewiesen, unerbittlich stellt sie sich auf die Seite der Schwachen und Entrechteten, leidenschaftlich schwimmt sie gegen den Strom und hat etwas von einem Volkstribun, kurz –  sie ist eine Stimme Amerikas, die ich auf keinen Fall missen möchte; manchmal meint man sogar einen modernen, weiblichen Martin Luther King reden zu hören. Überflüssig zu sagen, dass in den deutschen Konzernmedien von der Person und den Aktvitäten Cynthia McKinneys nichts zu hören und zu lesen ist…
Cynthia machte sich bei den Mächtigen der USA und deren Handlangern, den politisch Korrekten, schon häufig gewaltig unbeliebt: So verweigerte sie wiederholt im Kongress ihre Stimme für Militärhilfe an Israel, sie stellte sich gegen den Krieg gegen Afghanistan und den gegen den Irak. Sie kämpft für die Abschaffung der Todesstrafe.

Am 21.5.2001 sagte sie in einer Rede im Anti-Discrimination-Comitee-Hauptquartier in San Francisco:
„Es gibt viele Mitlieder des Kongresses, die frei sein wollen. Ich bin eines von ihnen. Ich wollte frei sein, nach meinem Gewissen zu stimmen, aber man sagte mir, wenn ich keine Zusicherung unterzeichnen würde, die die militärische Überlegenheit Israels unterstützte, werde es für mich keinerlei Unterstützung geben. Und tatsächlich unterschrieb ich die Zusicherung nicht, und es gab keinerlei Unterstützung für mich. Jahraus jahrein litt ich still, denn ich weigerte mich, diese Zusicherung zu unterschreiben. Und dann ging ich an die Arbeit wie ein Sklave, der einen Weg gefundnen hat, sich seine Freiheit zu erkaufen … Ich wollte frei sein … Frei, die Stimmen im Kongress der Vereinigten Staaten so abzugeben, wie ich es für richtig hielt und nicht wie man es mir vorschrieb.“

Cynthia McKinney ist eine erfahrene Politikerin. Sie saß (für die Demokraten) zweimal im Repräsentantenhaus für Georgia: 1995-2002 und 2005-2007.
Gerade weil sie über ihre Mitarbeit in verschiedenen Ausschüssen tiefere Einblicke in die US-Politik genommen hatte, gab sie sich mit der offiziellen Erklärung für die Geschehnisse des 11. September nicht zufrieden. Sie führte Opferangehörige, Anwälte, Journalisten, Wissenschaftler zusammen und unterstütze ausdrücklich deren Forderung nach einer neuen Untersuchung der Fakten und Hintergründe, da sie sich mit dem Report der offiziellen „9/11 Commission“ nicht zufrieden geben wollte.

Karikatur: "Achtung arrogante Dumpfbacke imn Anmarsch. 'Haben Sie nicht meine Anstecknadel gesehen?'"

Karrikatur: "Achtung arrogante Dumpfbacke im Anmarsch. 'Haben Sie nicht meine Anstecknadel gesehen?'"

Dies brachte ihr eine Rufmordkampagne seitens der Medien ein, von der sie sich aber in ihrem Tatendrang wenig beeindrucken ließ.

Cynthia setzte sich schon mehrmals persönlich für das belagerte und zerbombte Gaza ein und begleitete humanitäre Transporte dorthin; zuletzt im Juni 2009, als sie auf dem Hilfsboot „Spirit of Humanity“ 21 Helfern aus 11 verschiedenen Nationen (vor allen USA und England) nach Gaza begleitete. Auf dem Schiff befand sich auch die Nobelpreisträgerin Mairead Maguire (1976 für ihren Friedenseinsatz in Nordirland). Das Boot brachte dringend benötigte Hilfsgüter für den Wiederaufbau der zerstörten Häuser (die Israelis ließen keinen Zement nach Gaza herein), Medikamente und Spielsachen. Dazu kam es jedoch nicht. Das Boot wurde von der israelischen Marine gestoppt, mit Militärbooten umzingelt und geentert, alle Insassen verhaftet und eine Woche in Israel inhaftiert.
Cynthia McKinney: „Die ist eine empörende Verletzung internationalen Rechts gegen uns. Unser Schiff befand sich nicht in israelischen Hoheitsgewässern, und wir befanden uns auf einer humanitären Mission auf dem Weg in den Gaza-Streifen. Präsident Obama hat gerade erst Israel darum gebeten, humanitäre Güter und Materialien für den Wiederaufbau passieren zu lassen, und genau das haben wir versucht zu tun. Wir bitten die internationale Gemeinschaft, unsere Freilassung zu fordern, damit wir unsere Reise zu Ende bringen können.“

Es war nur natürlich, dass mich auch Cynthia McKinneys Meinung über die aktuelle Katastrophe in Haiti interessierte. Ich fand ihren Blickwinkel sehr erhellend, einige Informationen beunruhigten mich sehr. Daher hier die Übersetzung ihrer Stellungnahme: Weiterlesen »

Nur noch Panne: HUNDERAP “Bombenalarm”

28. Januar 2010
Quelle:http://www.thefuntheory.com/2009/12/09/dog-poo-bank

Quelle:http://www.thefuntheory.com/2009/12/09/dog-poo-bank

Vor zwei Tagen blickten wir in einen Abgrund: den Sicherheitsabgrund: Teilevakuation des Münchner Flughafens: Ein Mann mit einem Schlepptopp sei weggerannt, obwohl er Sprengstoff darin versteckt hatte, behauptete jedenfalls ein Sicherheitscomputer — fälschlicherweise. Der Mann sei daraufhin geflüchtet — gestrichene Flüge, Wartezeiten, so macht Fliegen erst richtig Spaß! Der Bonner Generalanzeiger betitelte zwei Tage später diesen Anfall kollektiver Hysterie mit “Nur noch Panne”. Denn: Auf den Überwachungskameras war aufgezeichnet, dass der Mann gar nicht geflüchtet war, sondern ganz ruhig durch die Kontrolle ging, um vor dem Abflug noch ein wenig einzukaufen…
Ich hab mich zur Abwechslung mal mit meinem Hund über diesen Anfall kollektiver Bellelritis unterhalten, denn auch er kann ein Liedchen von sowas heulen! Welcome to the unreal world, to the security world!

HUNDERAP:” Bombenalarm”!

Wau-wau aufstehn!
Bist du startbereit?
Im Park Gassi gehn:
Es ist höchste Zeit!

Rein ins Auto,
Raus dem Auto,
ab, husch-husch
Wau-wau, das war nötig!
Hou-hou in den Busch! Weiterlesen »

Nackt-Scanner? Ja geht’ s noch? (Mit Bonus-Song)

04. Januar 2010
Quelle: Wikimedia Commons

Quelle: Wikimedia Commons

Es fängt ja gut an, das Neue Jahr: Nach dem Willen der Mächtigen sollen die Bürger demnächst nackt ausgezogen werden – durch die geplanten sog. Nackt-Scanner an Flughäfen, aber auch finanziell durch die geplante zentrale Meldestelle („Elena“) für die Speicherung aller Einkommensdaten der Bundesbürger (inklusive höchst sensible Informationen über Abmahnungen durch den Arbeitgeber, Fehlzeiten etc.). Insgesamt umfassen die zu speichernden Daten ca. 41 Seiten pro Bundesbürger!

Die Nackt-Scanner hatten Politiker schon länger auf ihrer „Wunschliste“,  und wie durch Zauberhand gab es am ersten Weihnachtsfeiertag auch prompt den zugehörigen Anschlag als Brandbeschleuniger für diesen brennenden Wunsch: in einem Fugzeug im Landeanflug auf Detroit.
Wie bekannt wurde, stammt der Attentäter, Sohn eines nigerianischen Politikers, aus betuchtem Hause, und ist  zudem in amerikanischen Sicherheitskreisen bestens bekannt…
Angeblich soll er im Jemem von al-Quaida ausgebildet worden sein. Zum Glück muss die „Ausbildung“ jedoch etwas schlampig bzw. der nigerianische Maschinenbaustudent technisch sehr unbegabt gewesen sein…

Wie jetzt herauskam, handelt es sich bei dem Detroiter Vorfall auch um den zugehörigen Anschlag für einen gewünschten neuen Krieg der USA (und Großbritanniens) gegen „eine Brutstätte und potenzielles Rückzuggebiet für Terroristen“ (Gordon Brown, brit. Premier) – nämlich den Jemen: Laut dem demokratischen US-Senator John Lieberman „…wird der Jemen der Krieg von morgen“. US-Truppen sind bereits in Militäroperationen involviert. Fanden diese denn jetzt vor dem Flugzeuganschlag, zeitgleich oder nachher statt? Alles einigermaßen verwirrend!

Aber zurück zu den „Nackt-Scannern“:
Sie arbeiten mit der sog. Terahertzstrahlung, die überhaupt erst vor wenigen Jahren entdeckt wurde.
Diese  Terahertzstrahlung ist eine Art Wärmestrahlung, die jeder menschliche Körper abstrahlt. Die Strahlung liegt im Strahlungsspektrum zwischen Infrarot und Mikrowellenstrahlung in einem Wellenbereich von 1-10 Terahertz. Die Maßeinheit Terahertz bedeutet 1 Million (!) Schwingungen pro Sekunde.

Im Pinzip gibt es 3 verschiedene Typen von Körper-Scannern: Weiterlesen »

DER Weihnachtssong

03. Januar 2010
Quelle: deesillustration.com

Quelle: deesillustration.com

ES BEGAB SICH ABER ZU DER ZEIT…

♪♪♪Audiopiste zum Reinhören

Es begab sich aber zu der Zeit,
dass ein Gebot von dem Kaiser Augusto ausging,
dass alle Welt geimpfet würde.
Und jedermann ging,
dass er sich impfen ließe,
ein jeglicher in seine Stadt.

Da machten sich auch auf
Joseph aus Galiläa
aus der Stadt Nazareth
in das jüdische Land
zur Stadt Davids,
die da heißet Bethlehem.

Darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war,
auf  dass er sich impfen ließe
mit Maria, seinem vertrauten Weibe,
die war schwanger… Weiterlesen »

Deutschland hat die Bombe!

14. Dezember 2009
Bombe (Quelle:Wikimedia Commons)

Bombe aus dem 2. Weltkrieg (Quelle:Wikimedia Commons)

Als ich mich über den neuen Langstreckenmilitärtransporter A400M, von dem Deutschland 60 Stück bestellt hat, auch auf der offiziellen Seite des “Bundesverteidigungsministeriums” informieren will, finde ich dort dazu gar nichts, dafür aber gleich auf der ersten Seite etwas anderes:

Der Hinweis auf eine Rede unseres Bundesverteidigungsministers zu Guttenberg anlässlich des Festaktes “Bundeswehr und American Jewish Commitee: 15 Jahre Partnerschaft und Vertrauen” am 8.12.2009 in Berlin.

Ganz klar: Hier hatte ich etwas übersehen.
Das AJC ist eine 1906 in den USA gegründete Privatorganisation. Ich wusste bisher noch nicht, dass die Bundeswehr offizielle Partnerschaften zu Privatorganisationen eingeht.

Das AJC sieht sich laut eigenen Angaben vor allem in der Rolle “das Wohlergehen und die Sicherheit der Juden in den Vereinigten Staaten, in Israel und auf der ganzen Welt sicherzustellen; die wichtigsten Prinzipien des Pluralismus als die beste Verteidigung gegen Antisemitismus und andere Formen der Bigotterie weltweit  zu stärken; die Qualität des amerikanisch-jüdischen Lebens zu verbessern, indem es dabei hilft, jüdische Kontinuität sicherzustellen sowie die Bindungen zwischen amerikanischen und israelischen Juden zu vertiefen.”

Soweit so gut. Ich hätte verstanden, wenn so eine Partnerschaft mit dem AJC und deutschen Gedenkstätten stattfinden würde – aber mit dem Verteidigungsministerium? Ich musste also die Rede Guttenbergs lesen, und mich um mehr Verständnis bemühen:

“Wir Deutschen wollen die Erinnerung an die Schoah wach halten. Wir stellen uns unserer besonderen Verantwortung, die wir nach der Barbarei des Nationalsozialismus tragen; der Verantwortung, dass wir Antisemitismus nicht dulden und dass wir für das Existenzrecht und die Unversehrtheit des Staates Israel eintreten; der Verantwortung dafür, dass Freiheit, Menschenrechte und Toleranz die obersten Maximen unseres Handelns darstellen. Diese Verantwortung ist unverrückbarer Teil deutscher Staatsräson. Diese Verantwortung verpflichtet alle Deutschen – und damit auch die Bundeswehr als Armee des demokratischen Deutschlands.” Weiterlesen »

60 neue Airbus A400M (Military) für Deutschland und den Afghanistan-Krieg?

14. Dezember 2009
Airbus A400M

Airbus A400M (Quelle: Wikimedia Commons)

Die Medien bejubeln den (um 2 Jahre verspäteten) Jungfernflug des neuen europäischen Militärtransporters A400M.

Hier Filme vom ersten Flug und von den technischen Details:

Auf der Homepage von Airbus ist ein Video vom Jungfernflug in Sevilla abrufbar.

Die haushohe fliegende Festung kostet ca. 1,36 Millionen Euro pro Stück; von den 180 bei EADS, dem größten europäischen Luftfahrt-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern, vorbestellten Flugzeugen orderte Deutschland allein 60!

Das 15 m hohe und 45 m lange Militärtransportflugzeug kann Panzer, Hubschrauber und Mannschaften über 8700 km Distanz transportieren und soll die kleinere Transall ersetzen, die nur eine Reichweite von 1850 km hat.

Der Bundeswehr dienten bisher als Transportflugzeuge der Airbus A310, die Transall C-160D und der Challenger CL-601. Weiterlesen »

Die Taschenspielertricks der Klimatologen

11. Dezember 2009

Vorgestern erklärte uns BILD tränenreich die 7 größten Probleme unserer Welt, und wie es wirklich um uns steht. Merkwürdigerweise zog man nicht in Betracht, selbst mindestens eins der sieben Probleme darzustellen.

Könnte sich das Springerstiefelblatt mitsamt seiner Redaktion zur publizistischen Selbstentleibung entschließen, also sozusagen einen medienwirksamen journalistischen Harakiri im Interesse des Klimas zu inszenieren oder, wie Greenpeace so heroisch vorexerziert, einen konsequenten journalistischen Hungerstreik fürs Klima anzutreten, wäre auf der Liste sogleich einer der Punkte zu streichen und die CO2-Ausdünstungen in Deutschland sänken schlagartig: Weniger heiße Luft!

www.deesillustration.com

Quelle: www.deesillustration.com

Inmitten des mediengesteuerten Klimataumels anlässlich des Kopenhagener Weltklimagipfels hatte die Öffentlichkeit keine Chance zu erfahren, dass am 5.12.09 in Berlin ein anderer internationaler „Gipfel“ stattfand, nämlich schon zum 2. Mal eine Konferenz der wissenschaftlichen Opponenten der offiziellen Klimatheoretiker. Die Teilnehmer beim erstgenannten Gipfel, aus 192 Ländern der Erde kommend, üppig mit Steuergeldern gepolstert und mit einem riesigen journalistischen Tross im Schlepptau, tagen z. Zt. in der dänischen Hauptstadt. 15.000 Menschen gegen 150 Wissenschaftler in Berlin. David gegen Goliath?

Ich fand einen sehr interessanten Bericht von Dr. Klaus Peter Krause, der die Tagung der kritischen Wissenschaftler in Berlin zusammenfasst. Weiterlesen »

Schutz vor Blaulicht durch Filterbrille?

09. Dezember 2009

Vor einige Zeit schrieb ich an dieser Stelle über den für unsere Augen bzw. die Netzhaut schädlichen Blaulichtanteil im Licht von “Energiesparlampen”, Leuchtstoffröhren und Computerbildschirmen.

Dieser zu hohe Blaulichtanteil ist nicht nur für die Hormonproduktion relevant (stört z. B.  die Zirbeldrüse=Epiphyse und ihre Produktion des Dunkelhormons Melatonin), sondern kann auch direkt zu Schäden an der Netzhaut führen, die quasi “verbrannt” werden kann.

Bevor ich mich mit dem Thema “Lichtbiologie” näher auseinandersetzte, stellte ich in der Tat bei mir, die ich oft mehrere Stunden pro Tag am PC arbeite, regelmäßig einen stechenden Schmerz sozusagen “hinten im Auge” fest.

Ich legte mir also, wie hier angekündigt, endlich eine gelbe PC-Schutzbrille zu, die ich jetzt seit mehr als drei Monaten täglich aufziehe.

Meine Eingewöhnungszeit betrug null, da mir das etwas veränderte Farbspektrum (Richtung gelb) keinerlei Probleme bereitete, weder beim Schreiben noch sonst. Ich habe mir gleich die “Heavy-Version” also gar nicht erst die “Light-Brille” zugelegt, sondern dachte mir, “viel hilft viel”, denn sitzen tu ich viel.

Der stechende Schmerz im Augen-”Hintergrund” hörte schlagartig auf.

Allerdings: Auch die gelbe Schutzbrille kann nicht verhindern, dass man nach einigen Stunden der Arbeit, (bei  mir spätestens so etwa um 2 Uhr nachtsWink),  irgendwann trockene Augen bekommt – ein Zeichen, die Brille abzunehmen und schlafen zu gehn…

Bundesregierung verschleudert 1 Milliarde Euro an Steuergeldern: Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz…

08. Dezember 2009

…zugunsten der Pharmaindustrie greift nicht: Schweinegrippe-Impfungen werden nicht nachgefragt. Virus versagt.

Noch vor genau einem Monat hatte der neue Bundesimpf- und Gesundheitsminister Dr. med. Rösler einen beschwörenden Aufruf („Rösler fordert mehr Impfstoff“) an die Impfstoffindustrie (GlaxoSmithKline) getan, doch nur ja die Produktion hochzufahren, damit die 50 Millionen Impfdosen für 40 Millionen Bundesbürger auch bald vollzählig zur Verfügung stünden: „Wichtig ist jetzt, dass die Industrie den Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung stellt.“ Er warnte unermüdlich vor der sich abzeichnenden Impfverdrossenheit und Skepsis und geißelte „falsche öffentliche Meinungsäußerungen.“

Man darf vermuten, dass unserem obersten Bundesimpfarzt  die Einwände radikaler Impfgegner, das angebliche Virus zur Schweinegrippe sei nirgends korrekt isoliert und fotografiert worden, sowie die diversen Einwände minder radikaler Gegner (unzureichende Testung der Impfzusatzstoffe, harmloser Verlauf der Grippe etc.), ein Dorn im Auge waren.

„Die Bürger bat Rösler um Vertrauen in die Arbeit der Behörden. ‘Ich habe Verständnis, dass die Menschen durch die vielen, teils widersprüchlichen oder gar falschen öffentlichen Meinungsäußerungen verunsichert sind, deshalb brauchen sie Informationen, denen sie vertrauen können’, sagte er. Zuverlässige Informationen rund ums Impfen seien bei den Experten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts zu finden. Sie seien weltweit anerkannte Fachleute für die Bekämpfung von Infektionserkrankungen und für Impfstoffe.“

Minister bei der Impfung gegen die Schweinegrippe

Minister bei der Impfung gegen die Schweinegrippe

Am 7.12.2009 dann startete Rösler, das Bundesministerium und die versammelten Vertreter von Ärzteschaft, Kassen und Impfinnung einen letzten verzweifelten Aufruf zur Schweinegrippeimpfung nach einem „Spitzengespräch“.

„Gemeinsamer Aufruf zur Impfung gegen die Neue Grippe
„Im Bundesministerium für Gesundheit fand heute ein zweites Spitzengespräch zur Impfung gegen die Neue Grippe A (H1/N1) auf Einladung von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler statt. Minister Rösler hatte Vertreter der Bundesärztekammer und der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft, maßgeblicher medizinischer Verbände und Fachgesellschaften, des Deutschen Pflegerats und des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen zu einem Gespräch eingeladen (…) Ziel des Gesprächs war es, gemeinsam zu beraten, wie die Impfbereitschaft der Bevölkerung und der Beschäftigten des Gesundheitswesens erhöht werden kann.“

Und dann wurde eine „Welle“ prognostiziert: Weiterlesen »

Totensonntag (Tagebuchausriss)

29. November 2009

Im elften Monat des Jahres verliert das Licht endgültig den Kampf gegen die Dunkelheit, und es wächst eine Trauer über den zunehmenden Verlust des Hellen.

Der Totensonntag stand ganz unvorhergesehener Weise im Zeichen von Klang, Ton, gibt es da noch ein drittes Wort?

Bei Schloss Hamborn begann es völlig unerwartet mit dem Spiel zweier Sopranleiern, einem Stück von Max Gross. Die Leier, dieses so zerbrechlich und exquisit klingende Saiteninstrument, das auch die Griechen spielten, ist dem Wind ähnlich, wenn er in hängende Klangstäbe oder Röhren greift, ein Windspiel eben.

Das Zusammenspiel der Leiern entwickelte einen kristallinen Zweiklang, ein Zwiegespräch beider Instrumente, zart, bescheiden und kostbar. Ich vermute, dass sogar der Komponist selbst eine der Leiern spielte. Das war die eine Seite von Klang. Wie mit Zustimmung des Zufalls dargereicht und mehr unter der Oberfläche wirkend, die Komposition wollte nicht alles zeigen und hörbar machen, nur andeuten, das meiste blieb im Innern des Zuhörers zu tun, so wie im Winter ja auch das meiste unter der Oberfläche spielt. Ich war dankbar dafür, solche Klänge sicher noch nirgends sonst gehört zu haben, was mir zugleich bekräftigte, dass die Musik nie aufhören wird.

Der Hohe Dom zu Paderborn

Der Hohe Dom zu Paderborn

Dann noch schnell den Paderborner Dom besichtigen, aber der Titel „Hoher Dom zu Paderborn“ hätte es mir schon ankündigen können: Nach dem Abendmahl setzte ein Orgelgetön ein, ein Orgelbrausen, das ich überhaupt noch nie und nirgends so erlebt hatte – außer vielleicht als inneren Zustand – und was vor Augen und Ohren hielt, dass die Orgel, auch, weil sie mit dem ganzen Körper gespielt werden muss, das gewaltigste und sinnenhafteste unter den Instrumenten ist; denn sie lässt keine Zelle des Körpers unberührt, verschont nichts und niemanden und zieht alles in ihr Beben, ihr Orgeln, keine Ecke, kein Fleck des Kirchenschiffs kann sich ihr entziehen. Sie macht neu, denn sie taucht alles in ihr unerbittliches Klangbad.

Der Hohe Dom zu Paderborn besitzt als Sinnbild der Dreifaltigkeit auch eine dreifältige Orgel: Eine Turm-, eine Chor- und eine Kryptaorgel. Ich vermute, dass an diesem Abend die Chororgel gespielt wurde, die sich über dem Altar befindet. Ich weiß nicht, wer der Organist war, ihn kann natürlich nicht der Teufel geritten haben, auch kann er nicht einen Heidenspaß gehabt haben, bei dem, was er uns da angedeihen ließ. Ich glaube nicht, dass es das gewöhnliche kirchliche „Abendgeschäft“ gewesen ist, eher eine Art heiliger Anfall oder Eifer, mit dem er sich über seine Orgel und diese sich über uns hermachte, ein machtvoller Moment jedenfalls, in dem er uns nach allen Regeln der Tonkunst bearbeitete. Weiterlesen »

Über den Kabarettisten Georg Schramm

29. November 2009

„In diesem Land werden wir, die Bürger, über bedrohliche Entwicklungen systematisch im Unklaren gelassen und getäuscht. Auf der politischen Bühne werden Scheingefechte inszeniert und Konflikte ins Rampenlicht gerückt, die nur der Ablenkung vom Kern der deutschen Misere dienen.“ (Georg Schramm)

Georg Schramm

Georg Schramm

Georg Schramm ist für viele eine Institution. Der bekannte politische Kabarettist und Buchautor aus Badenweiler ist seit einigen Monaten einmal pro Monat im ZDF in „Neues aus der Anstalt“ zu sehen; zusammen mit Urban Priol und wechselnden geladenen Gästen, die sich jeweils auch für einen Abend in die „Irrenanstalt“ einliefern lassen. Die Sendung benutzt den Kunstgriff, die Welt als „Narrenschiff“, als Irrenhaus, darzustellen; dadurch genießen die „Insassen“ oder die Mannschaft an Bord Narrenfreiheit, die sie auch weidlich ausnützen, bis auch dem letzten Zuschauer dämmert, dass die vermeintlich Wahnsinnigen in der „Anstalt“ die einzig Vernünftigen sind und die da draußen sich eigentlich einliefern lassen müssten …

Analysiert man die Kommentare zu Schramms Fernseh- und Bühnenauftritten und schaut man sich an, wer bei ihm im Publikum sitzt, so fällt auf, dass Schramm bei allen Generationen ankommt. Denn er bietet den Menschen etwas, was ihnen heute  durchweg von Politikern und Medien vorenthalten wird: Er setzt seinem Publikum schöne saftige Kauknochen statt Pudding und Kartoffelpüree vor; will sagen, Schramm hat eine sehr deutliche, oft auch politisch inkorrekte Sprache und redet nicht um den heißen Brei herum. Er ist erfüllt von heiligem Zorn. Das schafft dem frustrierten Zeitgenossen regelmäßig Erquickung und Erleichterung. Weiterlesen »

Gerade als Nr. 17095 unterzeichnet: Die Petition zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer

25. November 2009

Der Deutsche Bundestag bietet die Möglichkeit, wichtige Anliegen von Bürgern, die wir unterstützen möchten, per online als Petition mit zu unterzeichnen. Es ist leicht, entsprechende Links an Freund und Bekannte zu senden und noch leichter per Mausklick mit zu stimmen, nachdem man sich einmal beim Bundestag mit einem Passwort registriert hat. Natürlich liefern wir damit den Politikern nur eine Art basisdemokratisches Stimmungsbarometer, aber immerhin, wir sollten diese Möglichkeit nutzen. Schon allein deshalb, weil sich an der Zahl der Befürworter einer Petition auch ablesen lässt, ob in der Bevölkerung noch so etwas wie Gedächtnis über Ankündigungen von Politikern vorliegt.

Aktuell wird diskutiert, dass die neue Regierung bisher keine Anstalten gemacht hat, die Geldinstitute so in die Pflicht zu nehmen, „dass Banken, und das ist mein Hauptziel, nie mehr in der Lage sein werden, Staaten zu erpressen“, (Angela Merkel), wie sie das taten und tun, indem der Steuerzahler in Milliardenhöhe gerade stehen muss für Dinge, die er nicht zu verantworten hat und die nie in seiner Entscheidungsmacht standen.

Es geht um die Idee der Gerechtigkeit, denn durch die Steuermilliarden zu Bankenrettung stieg die Staatsverschuldung in Deutschland auf 53,5, Milliarden Euro, der deutsche Staat steht außerdem in Höhe von 66 Milliarden Euro mit Bürgschaften auch für Banken gerade.

Am 5.1.2009 war die politische Tatenlosigkeit auch bei Monitor im Ersten Thema.

Hier das Link, um sich der Petition für eine Finanztransaktionssteuer anzuschließen, welche gerade kurzfristige Spekulationsgewinne besteuern und damit stärker belasten würde, als langfristige Investitionen. Es kann nicht sein, dass wir uns nur mit markigen Politikerworten zufrieden geben und darüber vergessen, dass noch keinerlei Taten gefolgt sind!

Es geschieht am helllichten Tag!

21. November 2009

Es spielt sich unter unser aller Augen ab, am helllichten Tag, und jeden Tag aufs Neue. Mitten in Deutschland. Aber bekanntlich sehen wir ja dann die Dinge besonders schlecht, wenn sie uns besonders nah sind. Es geht um Kinder. Und es sind viele. Doch wir schauen immer noch weg:

Wenn die Kinder nach stundenlanger Arbeit nach Hause kommen, während der sie eingesperrt und in ihrer Bewegung gehindert waren, sind sie vor Erschöpfung meist nicht ansprechbar, ausgelaugt, wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden. Meistens müssen sie erst einmal mindestens eine halbe Stunde vor einem Computerspiel „abhängen”, bevor sich die Lebensgeister bei ihnen wieder melden. Weiterlesen »

Vaclav Klaus’ „Kollateralschaden“: das Völkerrecht. (Teil 3)

21. November 2009

Der tschechische Staatspräsident hat Lissabon unterzeichnet und hat bekommen, was er wollte: Immer wieder hatte er für seine Unterschrift eine Aussetzung der Europäischen Grundrechte-Charta, die ja Bestandteil des Lissabon-Vertrags ist, als Vorbedingung gestellt. Wiederholt wurde von den Medien in diesem Zusammenhang das Stichwort „Benesch-Dekrete“ fallen gelassen und die Gefahr angeblich drohender deutscher Entschädigungsforderungen erwähnt, natürlich, ohne den historischen Hintergrund irgendwie zu erklären.

Edvard Beneš war der tschechoslowakische Staatspräsident, welcher im März 1946 die zuvor von der provisorischen Nationalversammlung gebilligten Beneš-Dekrete verkündete. Diese enteigneten und vertrieben über 3 Millionen Deutsche („Sudentendeutsche“) und ca. eine halbe Million Ungarn. Dabei kamen ca. 250.000 Deutsche zu Tode. Zwei Monate nach den Beneš-Dekreten wurden die Ermordungen gesetzlich als straffrei deklariert („Straffreiheitsgesetz“).

Sudetendeutsche 1946

Sudetendeutsche 1946

All das war natürlich auch schon damals nach dem Völkerrecht und den Genfer Konventionen rechtswidrig. Das Gutachten des Wiener Staatsrechtlers Prof. Felix Ermacora von 1990 (für die bayrische Staatsregierung) qualifizierte das Geschehen zudem als Völkermord, da er den Tatbestand der Absicht bei einem Staat erfüllt sah.

Völkermord oder Genozid, im bürgerlichen Strafrecht „Mord“, stellt seit den Katastrophen des 20. Jahrhunderts (z.B. dem Völkermord an den Armeniern, dem Holocaust, den Vertreibungen der Deutschen nach dem 2. Weltkrieg, ethnische „Säuberungen“, Bevölkerungs-“Transfers“ weltweit) das schlimmste Staatsverbrechen dar. Leider können solche Verbrechen bisher nur schwer geahndet werden, da es letztlich immer um das Recht des Stärkeren geht und so gut wie immer mit zweierlei Maß gemessen wurde und wird. Weiterlesen »

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