Mit ‘Atlantik-Brücke’ getaggte Artikel

Russland-Sanktionen: Deutschlands willige Vollstrecker in der Wirtschaft

Donnerstag, 07. August 2014

Dysfunktional: Ostausschuss der deutschen Wirtschaft

Unter „Über uns“ erklärt der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft seine Daseinsberechtigung so:

Er „repräsentiert die Interessen der deutschen Wirtschaft“ seit 1952 in heute 21 Ländern des (süd)östlichen Europas, darunter auch Russland. Der Ostausschuss versteht sich als Brücke: „Mit den Instrumenten der Wirtschaftsdiplomatie richtet er in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung Gesprächsrunden zwischen osteuropäischen Regierungsmitgliedern und deutschen Unternehmen aus“. Er organisiert an große Anzahl einschlägiger Veranstaltungen und vernetzte jung Fachleute aus den beteiligten Ländern. U. a. führt er auch die Deutsch-Russischen Gespräche Baden-Baden durch.

Zu den Zielen des Ostausschusses gehören u. a. die „ die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen mit den betreuten Ländern“, „Verbesserung der Handels- und Investitionsbedingungen für deutsche Unternehmen“. Der Ausschuss bietet zudem sein „Netz an Kontakten zu Regierungsstellen und Wirtschaftsvertretungen“.

Er kann die crème de la crème der deutsche Wirtschaft zu seinen Mitgliedern zählen: U. a. sind die fünf Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft (Bundesverband der Deutschen Industrie, Bankenverband, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels und Zentralverband des Deutschen Handwerks) Träger der Vereinigung. Darüber hinaus gehören aktuell „über 200 Mitgliedsunternehmen“ dazu „vom Mittelständler bis zum DAX-Unternehmen (Stand: Juli 2014)

Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft wäre mit seinen jahrelang gefestigten, guten Kontakten nach Osten dazu prädestiniert gewesen, im aktuellen Ukraine-Konflikt als ehrlicher Makler und Vermittler zwischen den Konfliktparteien aufzutreten. Leider war davon rein gar nichts zu spüren – ein totales Versagen, wo ein „Netz von Kontakten“ hätte auffangen können und sollen. (weiterlesen…)

Katrin Göring Eckardt und Elitenetzwerke

Samstag, 24. November 2012

Katrin Göring-Eckhardt, die neue Grünen-Spitze zusammen mit Trittin – immer, wenn eine Person plötzlich gehypet wird, von einer neuen Mitte geredet wird, von Schwarz-Grün, von der Möglichkeit, dass die Thüringerin (als Präses der Evangelischen Kirchensynode, Mitglied im Rat der EKD und als Präsidentin des Evangelischen Kirchentages 2011) nun auch die Christlich-Konservativen ansprechen werde, sollte man zumindest in Erwägung ziehen, dass die Medienpräsenz auch etwas mit Deckung durch Netzwerke zu tun haben könnte.

Mir fiel der Stern in die Hände (48/2012, S. 46), ein Interview mit ihr: (weiterlesen…)

Impressionen: Die Atlantik-Brücke formt unsere zukünftigen jungen “Führer”

Samstag, 24. November 2012

Die Atlantik-Brücke: eine der Elite-Schmieden Deutschlands. Erstmals wurden zwei Kurzfilmchen der diesjährigen 34. Young-Leader Konferenz des Elitenetzwerks veröfffentlicht – Killefitz mit donnernder musikalischer Untermalung …

Dabei hätte die Öffentlichkeit, die schließlich zu einem Gutteil für diese und ähnliche Veranstaltungen finanziell aufkommt, ein Recht zu erfahren, wer eigentlich die zukünftigen “Leader” des Landes werden sollen. Wer auf eine Namensliste gehofft hatte, wurde herbe enttäuscht.

Zum Glück gab wenigsten Eveline Metzen ein kurzes Statement ab. Die Sekretärin und rechte Hand des derzeitige Atlantik-Brücke-Vorsitzenden Friedrich Merz fasste die Young-Leader-Konferenz vom August dieses Jahres wie folgt zusammen: (weiterlesen…)

Wir sind Außenminister: Ein herzlicher Glückwunsch an die Atlantik-Brücke

Dienstag, 29. September 2009

Schwarz-Gelb.
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder’s bleibt wie’s ist. Animieren wir uns und picken wir etwas im Misthaufen herum. Zunächst: Wir sehen äußerst interessanten Zeiten entgegen. Das Wahlergebnis ist gar nicht so schlecht. Denn es wird in den nächsten vier Jahren das aufregende Stück „Wie wir versuchten, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben – eine göttliche Komödie“ auf dem Spielplan stehen. Ein besonderes Highlight wird der Versuch werden, den Staatshaushalt mit seiner horrenden Verschuldung durch immer weniger Steuereinnehmen, aber auch immer weniger Steuereinnahmen zu sanieren, ja sogar von Wirtschaftswachstum war die Rede.

Allerdings steht zu befürchten, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten eine etwas schmerzlichere Begegnung mit der Realität haben werden als bisher. Massenentlassungen, Steuererhöhungen und weitere Einschränkungen bei Sozialleistungen mussten bis nach der Wahl warten. Was von der Ankündigung der Steuersenkungen zu halten war, wurde deutlich, als Guido Westerwelle erst vier Tage vor der Wahl die Regierung dazu aufrief, „sofortigen Kassensturz“ zu machen. Die Finanzlage des Bundes müsse umgehend offen gelegt werden. Dies lehnte Merkel ganz einfach ab. (weiterlesen…)