Mit ‘Israel’ getaggte Artikel

Grass-Gedicht. Oder: Nicht mehr mit dem U-Boot zur Wohlfühloase

Freitag, 06. April 2012

Der ehemalige Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, Meir Dagan, warnt seit Monaten öffentlich vor einem Angriff auf Irans Atomanlagen. Er hofft, damit eine Katastrophe zu verhindern: “Man muss daran denken, was am Tag danach geschieht.” Ein Angriff sei schrecklich für Israel, eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. (vgl. Spiegel 45/2001, S. 110.)

Der Literaturnobelpreisträger Günther Grass bedachte ebenfalls öffentlich gewissermaßen den Tag danach. Sein “Gedicht”, eigentlich eine Kurzanalyse, ist ein Dokument großer Sorge um den Weltfrieden aber auch ein Beweis dafür, dass einem in der Öffentlichkeit Bekannten endlich die Geduld ausgegangen ist. Dafür ist Grass zu danken.

Vor wenigen Tagen hatten die Führer der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) in New Delhi auf ihrem alljährlichen Gipfeltreffen eindringlich dazu aufgefordert, die Kriegsdrohungen gegen den Iran und Syrien einzustellen. Sie unterstützen die Embargo-Politik gegen den Iran und die Eskalation der Pro-Gewalt-Rhetorik nicht und riefen dazu auf, einer Kompromisslösung und dem Dialog Raum zu geben.

Seit Monaten, genauer gesagt seit Jahren, wird vor allem in den US-amerikanischen, aber auch den deutschen Medien Kriegsszenarien durchdiskutiert, günstige Zeitfenster für einen Erstschlag benannt, militärisches Handeln angemahnt, eingefordert. Außenpolitische Fachmagazine, Denktanks und Experten wollen das Undenkbare denkbar und möglich erscheinen lassen, die letzte Totenziffer, die für Israel in Spiel gebracht wurde, berechneten ganze 300 (!) hinzunehmende Tote bei einem Schlag gegen den Iran. Die Kriegsspieler blenden dabei in ihren Sandkisten aber immer die Möglichkeiten eines Dominoeffekts im Nahen Osten aus, bei dem sich alle Spannungen alter Rechnungen entladen könnten und – noch wichtiger – die unvorhersehbare Kriegsdynamik bei einem Eingreifen Russlands oder gar Chinas. (weiterlesen…)

“Die Welt” erklärt Kriegsszenario

Freitag, 17. Februar 2012

Angriffszenario

Gestern erklärte Hans Rühle in der “Der Welt” der Welt, wie ein Angriff auf den Iran durch Israel aussehen wird.

Rühle ist laut “Welt” Experte für Atomtechnologie und -waffen. Von 1982 bis 1988 war er Leiter des Planungsstabes im Bundesverteidigungsministerium.

Es kann kaum noch erschrecken, wie in der Springer-Presse Kriegsszenarien ungeniert diskutiert werden, als ginge es nicht um Menschen, sondern um ein paar unerhebliche Schachfiguren – die am Ende natürlich den höchsten Preis entrichten müssen. So als wäre Krieg nicht eine Katastrophe, die keine Steigerung mehr zulässt.

Innerhalb einer Perversion des Denkes logische Argumente vorzubringen, ist im Grunde müßig. Es hilft auch nicht weiter, den fortgeschrittenen Irrsinn der Führungseliten zu beklagen – sie werden die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Psycho-Therapie für sich selbst nicht als notwendig begreifen.

Es sind keine relevanten gesellschaftlichen Kräfte erkennbar, die bereit wären sich dem Irrsinn entgegen zu stellen, die Kirchen schweigen, Gewerkschaften haben anderes zu tun und die Mehrheit der Parteiführer stehen geschlossen hinter der Behauptung von der “deutschen Verantwortung”, die mittlerweile nicht als Verantwortung für den Frieden, sondern als Verantwortung bzw. Verpflichtung zum Krieg interpretiert wird. Aus historischer Verantwortung. Wegen unserer Geschichte. (weiterlesen…)

Kanada baut Militärbasis in Köln/Bonn auf. Drehkreuz für Auslandseinsätze, Hub nach Osten.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Flughafen Köln/Bonn

Zugegeben – mir fuhr der Frühstückskaffee vor Erstaunen in die Luftröhre: Der Bonner Generalanzeiger wartete heute Morgen auf Seite 1 mit einer Schlagzeile der besonderen Art auf:
„Kanada baut Militärbasis in Köln/Bonn auf. Drehkreuz für Auslandseinsätze. Flughafen von Minister-Ankündigung überrascht.“ (GA Bonn v. 15.2.2012)

Tja, so schnell kann’s gehen, nicht wahr? Die ohnehin schon lärmgeplagten Bürger werden gar nicht erst gefragt, selbst der Flughafen weiß nichts von seinem Glück.

Zeit, das Thomas-de-Maizière-Bild einmal zu revidieren: Der graumausig-unauffällig auftretende stets samtig-gedämpft daherredende de Maizière, Absolvent des Leadership-Programms der Antlantik-Brücke zu Berlin (Young Leader Alumnus) wird unterschätzt: Er ist in der Sache knallhart und er kriegt, was er will, indem er ohne großen Lärm, ohne besondere Vorankündigung, blitzschnell handelt. (weiterlesen…)

False Flag in der Straße von Hormus?

Mittwoch, 15. Februar 2012

USS Enterprise auf Flickr

Leon Panetta, US-Verteidigungsminister, verkündete am Samstag, den 22. Januar 2012, dass die von acht Reaktoren atomar angetriebene USS Enterprise auf dem Weg in den Persischen Golf sei. Der Flugzeugträger-Methusalem Baujahr 1960 werde im März die Straße von Hormus passieren. Die USS Abraham Lincoln hat dies bereits getan zusammen mit englischen und französischen Kriegsschiffen, so DEBKAfile v. 23.1.2012.

Angesichts der andauernden hysterischen Kriegsdiskussionen einen Angriff auf den Iran betreffend werden Befürchtungen über die Möglichkeit eines Angriffs unter falscher Flagge laut, den es bereits zuvor einmal auf ein anderes Kriegschiffes, nämlich die USS Liberty, 1967 gab.

Die Ereignisse an jenem 8. Juni 1967 waren vermutlich einer der gefährlichsten Höhepunkte des kalten Krieges, ein nuklearer Schlagabtausch konnte sehr wahrscheinlich nur durch Zufall vermieden werden. (weiterlesen…)

Nachlese zur Münchner Sicherheitskonferenz (3). Apocalypse now?

Montag, 13. Februar 2012

Am vorletzten und letzten Tag der Münchner euro-transatlantischen Sicherheitskonferenz gab es noch ein besonderes grelles „Highlite“: Der US-Senator Joseph „Joe“ Lieberman bekam von Bundesaußenminister Guido Westerwelle bzw. von Wolfgang Ischinger gleich zwei  Preise verliehen: 1.Das große Bundesverdienstkreuz mit Stern und 2. die Ewald-von-Kleist-Medaille (nach dem Gründer der Konferenz 1962 benannt, damals noch „Wehrkundetagung“). Wieso fiel die Wahl ausgerechnet auf Lieberman?

Wolfgang Gerhardt, Joseph Lieberman and Martin Zeil, auf der Münchner Sicherheistkonferenz (Bildquelle: MSC)

Wolfgang Ischinger nannte als Begründung, er sei eine „model transatlantic figure“. Er sei ein „true friend“ der Münchner Sicherheitskonferenz und habe über Jahre die US-Delegation angeführt und sich über einen langen Zeitraum für die deutsch-amerikanischen Beziehungen maßgeblich eingesetzt. Gibt es da noch mehr?

Der Obama-Mentor Lieberman ist formal ein US-Demokrat, real jedoch ein neokonservativer Politiker mit falkenhaften außenpolitischen Ansichten. In die Annalen der Münchner Konferenz ging Lieberman 2010 ein, da er sich damals mit seinem Auftritt eine Anzeige wegen Auftstachelung zu einem Angriffskrieg einhandelte. Lieberman hatte auf der Sicherheitskonferenz vor zwei Jahren Teheran mit einem Militärschlag gedroht („Der Standard“ vom 6.2.2010):

Bundesverdienstkreuz mit Stern für Joseph Lieberman, re. Außenminister Westerwelle (Bildquelle: MSC)

„,Wir müssen uns entscheiden: Entweder für harte Wirtschaftssanktionen, damit die Diplomatie funktioniert, oder wir stehen vor militärischem Eingreifen‘, sagte Lieberman am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. […] Der US-Spitzenpolitiker verwies darauf, dass die militärische Führung der USA entsprechende Pläne bereits für den Fall bestätigt habe, dass es nicht zu einer politischen Lösung komme. ‚Niemand will, dass das passiert. Aber wenn wir nicht gemeinsam und stark handeln und wenn wir nicht mehr tun, als nur zu reden, dann wird genau das passieren.‘“

Der Blogger Martin Pausch erstattete daraufhin Anzeige: (weiterlesen…)

Ge-”peakt”? – oder doch nicht? Riesige Gas- und Erdölfunde im Mittelmeer sind Konfliktstoff

Donnerstag, 03. Februar 2011

In zeitgeist (Print wie Online) sind bereits mehrfach Beiträge zur abiotischen bzw. biotische Entstehungstheorie der Kohlenwasserstoffe (Erdöl, Erdgas, Kohle) erschienen. Ziel war, die Frage zu diskutieren, ob wir es wirklich mit einer drohenden Verknappung oder eher mit einer “angedrohten” Verknappung zu tun haben.

Unlängst hatte meine Wenigkeit versucht, mir und den Lesern mit dem Artikel “Sind wir alle Geisel von ‘Peak Oil’?” (Teil1 und Teil2) und dem Bericht: “Heimliche Bohrungen: Run auf nicht-konvenionelles Gas in Detschland hat längst begonnen” eine Übersicht über den aktuellen Stand der Dinge zu verschaffen.

Die Vertreter der fossilen, also der biotischen Enststehungsteorie unserer Energiereserven, bringen als eines ihrer wichtigsten Argumente vor, dass es seit geraumer Zeit nicht mehr gelänge, wirklich große Erdöl- oder Gaslagerstätten zu entdecken. Die Förderung werde zudem immer komplizierter und teurer.

In den verlinkten Artikeln hatte ich bereits einige Beispiele dafür angeführt, dass dieser Behauptung nur bedingt zuzustimmen ist: (weiterlesen…)

Zur Sicherheit Terror-Päckchen

Freitag, 12. November 2010
Bedeutung der Verteidigungsindustrie; Quelle isr. Außenministerium

Bedeutung der Verteidigungsindustrie; (Quelle: Isr. Außenministerium)

Es gibt 5 nennenswerte Industriezweige im Nahhoststaat Israel:
Die Softwareindustrie, die Schmuckindustrie, die Telekommunikationsindustrie, die Bauindustrie und die Sicherheitsindustrie.
Am bedeutsamsten und umsatzstärksten ist letztere; nach 2001 erlebte sie einen ungeahnten Boom.  Allein 2005 exportierte die israelische Sicherheitsindustrie Sicherheitstechnik für 3 Milliarden Dollar ins Ausland.

Das war nicht immer so: Das israelische Außenministerium erinnerte 2002 in einem Artikel “Facets of the Israeli Economy. The Defense Industry”: “In den letzten 15 Jahren sah sich israelische Verteidigungskonzerne mit einem schrumpfenden Markt für militärische Hardware konfrontiert und unternahmen daher gemeinsame Anstrengungen, ihre Forschungs- und Entwicklungsteams für die Erfindung von Produkten für nicht-militärische Märkte einzusetzen und noch häufiger dafür, Verteidigungstechnologie für zivile Anwendungen anzupassen. In der Tat können viele der innovativsten Produkte, die von der israelischen zivilen High-Tech-Industrie entwickelt wurden, insbesondere auf dem Gebiet der Telekommunikation, ihren Ursprung auf militärische Technologie zurückführen.”

Ein äußerst zukunftsträchtiges Spezialgebiet der israelischen Sicherheitsindustrie ist heute die Airport-Security, also die Sicherheit und Überwachung von Flughäfen. Die Flughäfen von New York (JFK), Heathrow  (London), Hannover, Tel- Aviv und Singapur sind bereits mit israelischer Technologie ausgestattet.

Israel verfügt laut dem “Israeli Innovation News Service” über 10 potenzielle “Top Ten”-Security-Technologie-Exportschlager. Als da wären: (weiterlesen…)

Free-Gaza-Flotten-Vorfall: eine Kriegsprovokation? Mögliche Gründe.

Mittwoch, 02. Juni 2010
Free-Gaza-Flotte; Quelle: Creative Commons

Free-Gaza-Flotte: die "Mavi Marmara" (Quelle: Creative Commons)

Eine Hilfsflotte aus sechs Schiffen mit ca. 700 Menschen aus 32 verschiedenen Ländern, darunter so bekannte Personen des öffentlichen Lebens wie  die irische Friedensnobel-preisträgerin Mairead Corrigan Maguire, der schwedische Schriftsteller Henning Mankell, europäische Parlamentarier, auch 3 deutsche: die Linken-Abgeordneten Inge Höger und Annette Groth sowie der ehemalige Abgeordnete Norman Paech und eine Holocaust-Überlebende … ein rein ziviles Unternehmen zugunsten des weiterhin belagerten und noch immer kriegszerstörten Gaza mit seinen 1,5 Millionen Eingepferchten, die israelischen Behörden wurden über Inhalt und Zusammensetzung des Transportes vorab genau informiert … medizinischen Hilfsgüter, Baumaterialien, Rollstühlen, Spielzeug u.v.m.,  wird in internationalen Gewässern um 4 Uhr morgens von Spezialtruppen der israelischen Armee angegriffen, aus Hubschraubern seilen sich Kämpfer ab, von See her kommen Bewaffnete, es existieren bisher nur verwackelte Videos von der Katastrophe:

freedomflotilla; Quelle: Free-Gaza.com

freedomflotilla (Quelle: Free-Gaza.com)

Ergebnis: Bisher wird die Zahl von 20 Toten und 50 bis 80 Verletzten genannt. Genaues weiß man noch nicht.

Übergriffe auf Hilfstransporte nach Gaza hatte es vorher schon gegeben, jedoch ohne jedes Medienecho, Gott sei Dank auch ohne Tote. Was ist diesmal anders?

Ist Israel ganz einfach nur durchgedreht? Frei nach dem Motto: „Wie aus Verbündeten Tyrannen werden“ oder steckt etwas anderes dahinter?

Ich erlaube mir, im Folgenden Argumente zusammenzutragen, die dafür sprechen, dass dieser unglaubliche Verstoß gegen internationales Recht,  eine gezielte Provokation war und ist, um doch noch einen Nahostkrieg auszulösen, nachdem die Chancen dafür nach dem brasilianisch-türkischen Atom-Abkommen mit dem Iran vor wenigen Tagen immer mehr im Schwinden begriffen sind, das Aktionsfenster sich also zu schließen droht.

Der staatliche Gewaltakt gegen eine internationale Gruppe von Menschenrechtsaktivisten ist nunmehr der Höhepunkt in einer Kette von Unliebsamkeiten und zunehmender Verschlechterung der Beziehungen zwischen Israel und der Türkei.

Parallel dazu hat Israel erstmals eine gewisse Verschlechterung seiner Beziehungen zu den USA hinnehmen müssen und sieht sich plötzlich seines bisherigen Status’ als sankrosante Nahostmacht, die über dem internationalen Recht steht, ihres scheinbar immerwährenden Sonderstatus’, beraubt.

„Unsere Beziehungen [mit Israel] werden nie mehr sein wie vorher“, zitiert die türkische Zeitung Hüriyet einen Sprecher der Regierungspartei AKP. (weiterlesen…)

Irritationen wegen Persisch-Sprachführer für die Bundeswehr

Donnerstag, 11. Februar 2010

Die Bundeswehr bald an der Seite Israels gegen den Iran? Das Bundessprachenamt gibt einen persischen Sprachführer für Soldaten heraus, wo Sätze zu lesen sind wie: “Ich stamme aus Köln”, “Ich gehöre zu den UN-Peace-Keeping-Truppen”, “Der Iran ist eine schönes Land”. Des weiteren findet sich die persische Übersetzung  mliltärischer Befehle wie “Halt, stehenbleiben.”

Anlass für die Bundestagsabgeordnete Inge Höger (Die LINKE) nachzuhaken. Dankenswerterweise ist bei youtube ein Video mit den Fragen Frau Högers eingestellt und den Antworten des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverteidigungsministerium Christian Schmidt (CSU).

Was man in der Sequenz hört, ist kaum zu glauben:

Schmidt windet sich sichtlich, empfindet die Fragen offensichtlich als eine einzige Zumutung, wird gegen Ende sogar aggresiv. Dem Geschwurbel läßt sich aber entnehmen, dass der Sprachführer gedacht sei, die Kommunikationsfähigkeit der Soldaten zu  verbessern.

Dann fallen Worte wie “israelischer Staatspräsident kürzlich im Bundestag”, “Bedrohungslage Israels”, “Existenzrecht Israels”, “Bedrohung  durch den Iran”.

Schmidt erinnert an das Merkel-Versprechen, dass “ein Angriff auf Israel wie ein Angriff auf uns” sei.

Was darf man daraus schließen? (weiterlesen…)

Deutschland hat die Bombe!

Montag, 14. Dezember 2009
Bombe (Quelle:Wikimedia Commons)

Bombe aus dem 2. Weltkrieg (Quelle:Wikimedia Commons)

Als ich mich über den neuen Langstreckenmilitärtransporter A400M, von dem Deutschland 60 Stück bestellt hat, auch auf der offiziellen Seite des “Bundesverteidigungsministeriums” informieren will, finde ich dort dazu gar nichts, dafür aber gleich auf der ersten Seite etwas anderes:

Der Hinweis auf eine Rede unseres Bundesverteidigungsministers zu Guttenberg anlässlich des Festaktes “Bundeswehr und American Jewish Commitee: 15 Jahre Partnerschaft und Vertrauen” am 8.12.2009 in Berlin.

Ganz klar: Hier hatte ich etwas übersehen.
Das AJC ist eine 1906 in den USA gegründete Privatorganisation. Ich wusste bisher noch nicht, dass die Bundeswehr offizielle Partnerschaften zu Privatorganisationen eingeht.

Das AJC sieht sich laut eigenen Angaben vor allem in der Rolle “das Wohlergehen und die Sicherheit der Juden in den Vereinigten Staaten, in Israel und auf der ganzen Welt sicherzustellen; die wichtigsten Prinzipien des Pluralismus als die beste Verteidigung gegen Antisemitismus und andere Formen der Bigotterie weltweit  zu stärken; die Qualität des amerikanisch-jüdischen Lebens zu verbessern, indem es dabei hilft, jüdische Kontinuität sicherzustellen sowie die Bindungen zwischen amerikanischen und israelischen Juden zu vertiefen.”

Soweit so gut. Ich hätte verstanden, wenn so eine Partnerschaft mit dem AJC und deutschen Gedenkstätten stattfinden würde – aber mit dem Verteidigungsministerium? Ich musste also die Rede Guttenbergs lesen, und mich um mehr Verständnis bemühen:

“Wir Deutschen wollen die Erinnerung an die Schoah wach halten. Wir stellen uns unserer besonderen Verantwortung, die wir nach der Barbarei des Nationalsozialismus tragen; der Verantwortung, dass wir Antisemitismus nicht dulden und dass wir für das Existenzrecht und die Unversehrtheit des Staates Israel eintreten; der Verantwortung dafür, dass Freiheit, Menschenrechte und Toleranz die obersten Maximen unseres Handelns darstellen. Diese Verantwortung ist unverrückbarer Teil deutscher Staatsräson. Diese Verantwortung verpflichtet alle Deutschen – und damit auch die Bundeswehr als Armee des demokratischen Deutschlands.” (weiterlesen…)