Mit ‘Wilhelm Hankel’ getaggte Artikel

Crash, Chaos, Chance! Erfolgreiche Strategien in der Krise (1)

Mittwoch, 28. März 2012

Kongress in Fulda

Der Kongress unter diesem Motto fand vom 17.-18.3.2012 in Fulda statt und war durch Sven Hermann Consulting hervorragend organisiert.

Professor Wilhelm Hankel war der erste Redner. Er ist Eurokritiker der ersten Stunde und hatte schon 1997  mit den Professoren Wilhelm Nölling, Joachim Strabatty und Karl Albrecht Schachtschneider Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die Einführung des Euro eingereicht, die abgewiesen wurde. 2010 klagten die Eurofighter in dieser Formation plus Dieter Spethmann gegen die Milliardenhilfen für Griechenland, da sie gegen Artikel 125 des EU-Rechts (no bailout) verstoßen. Die Klage wurde zurückgewiesen – nicht abgewiesen, wie Hankel betonte.

Den Erfolg der Klage sieht Hankel darin, dass Finanzminister Schäuble nun nicht mehr automatisch handeln könne, sondern es gelte das Prinzip der Einzelermächtigung. Dafür ist jeweils das Plenum des Bundestages zuständig. Außerdem gebe es keine Eurobonds, also gemeinsame Staatsanleihen des Euroraums. (weiterlesen…)

Der Euro vor dem Zusammenbruch: Rückschau auf die Berliner Aktionskonferenz vom 25.9.2010

Montag, 27. September 2010

Der Euro vor dem Zusammenbruch, Wege aus der Gefahr, Aktionskonferenz. Eingeladen hatte die “Volksinitiative” unter Federführung des bekannten Buchautors und politischen Querdenkers Jürgen Elsässer.

Die Liste der Referenten erwies sich als Publikumsmagnet, denn an die 700 Teilnehmer bevölkerten in Berlin-Oberschönweide die kuhl-heruntergekommene Rheinbeckhalle mit Industriecharme, der perfekte Versammlungsort für Menschen, die schon länger wissen, dass etwas in unserem System völlig schief läuft und dies auch – jeder auf seine Art – in gewichtige Worte fassten. Man wollte aber offensichtlich von der Analyse, dem Reden und Bücherschreiben und den Verfassungsklagen einmal wegkommen; daher der Name „Aktionskonferenz“.

Jürgen Elsässer sieht sich als Querdenker und so erscheint es nur logisch, dass er immer wieder eine „Querfront“ anregt, eine Opposition jenseits des politischen Rechts-Links-Schemas. Natürlich hat er sich dabei als ehemaliger Kommunist – Linker ist er noch immer – nicht nur Freunde gemacht. Elsässer beweist, dass man eine politische Heimat haben aber trotzdem mit Menschen anderer politischer Couleur diskutieren und an der Lösung von Problemen arbeiten kann, falls man nicht eingebaute Scheuklappen und Denkverbote mit sich herumträgt.

Dass dies funktionieren kann, dafür war die Konferenz am Samstag ein deutlicher Beweis; denn unterschiedlicher konnten die Teilnehmer gar nicht sein: Das Spektrum verlief von konservativ rechts bis links, von akademisch bis selfmade-man, von Ost und West bis alt und jung. (weiterlesen…)