Nie wirklich ausdiskutiert: Betrachtungen zu spanischen Abtreibungsstatistiken bei Minderjährigen

08. Juni 2009

Derzeit wühlt in Spanien eine Gesetzesinitiative der regierenden Sozialisten die Menschen auf, und sogar 58% der Wähler dieser Partei (und 88% Wähler der Opposition) stehen ihr negativ gegenüber:

In Spanien soll zugelassen werden, dass Minderjährige ohne Wissen und Erlaubnis der Eltern abtreiben dürfen. Damit handelt es sich im Grunde um eine Anpassung des entsprechenden Gesetzes an die restlichen EU-Staaten:

In Ländern wie Großbritannien, Holland, Griechenland, Portugal, Norwegen, Tschechien, Lettland und Litauen können Minderjährige bereits alleine entscheiden, ohne dass ihnen irgendeine Bedingung auferlegt würde. In Deutschland wird die Urteilsfähigkeit der Minderjährigen geprüft. In Ländern wie Frankreich und Finnland muss das Einverständnis eines Tutors bzw. des Arztes vorgelegt werden, nicht der Eltern.

Viele Erwachsene halten es in Spanien für unvorstellbar, dass Minderjährige weder Rauchen noch Alkohol ausgeschenkt bekommen dürfen, aber bei einem solchen Eingriff nicht einmal ihre Eltern informieren müssen. Befürworter des Gesetzes halten dagegen, dass im Jahr 2002 das Alter für die medizinische Selbstbestimmung auf 16 Jahre festgelegt wurde, allerdings mit Ausnahme von Aborten und Maßnahmen der Reproduktionsmedizin. Das erscheint jetzt unlogisch, denn warum soll ein Mädchen entscheiden dürfen, sich die Brüste zu vergrößern oder Fett absaugen zu lassen, aber nicht, eine Abtreibungspille zu nehmen oder sich den Embryo absaugen zu lassen (Vakuumaspiration)?

Die Fronten sind wie immer und wie überall einigermaßen verhärtet und die Diskutierenden scheinen einander kaum zuzuhören. Das ist schade, denn es handelt sich allemal um ein ernstes Thema, das es an sich haben sollte, nie wirklich ausdiskutiert zu sein… Weiterlesen »

Ein Fall für sie

05. Juni 2009
Ausschnitt "El Pais" vom 5.6.2009

Ausschnitt "El Pais" vom 5.6.2009

Ich gestehe es: Von der Leyen hat mich sensibilisiert: Für die Gefahren beim Surfen im Internet, für die Bedrohlichkeiten des missbräuchlichen Sexes mit Minderjährigen, die Umtriebe von Pädophilen und andere Schweinereien.

Ich denke jetzt verstärkt mit, wie man Abhilfe schaffen könnte und habe mir von der Leyens Sorgen zueigen gemacht. Kurz, ich bin aktiver geworden.

Logisch, dass es nicht gefallen kann, was man da aus Italien hören oder lesen muss: Der böse Bube der Republica Italiana hat es jetzt wohl definitiv übertrieben, jedenfalls für meine neue Toleranz- und Schmerzgrenze, die dank von der Leyen auf null gesunken ist.

Der 9,4 Milliarden Dollar schwere Medientycoone „il Cavaliere“ sorgte für eine radikale Bereinigung des Medienangebotes in Italia; Meineide, Bilanzfälschungen, Schmiergeldzahlungen, Richterbestechungen, in Auftrag gegebene Attentate, Mitwirkung an mafiaähnlichen Vereinigungen – alles konnte als plumpe Phantasie politischer Neider und Kommunisten entlarvt werden. Die Verdachtsmomente wurden der Langweile übergeben. Die Bananenrepublik Italien hatte sich in den letzten Jahren einfach an alles gewöhnt. Italien hat ein wesentlich aufregenderes Thema … Doch im Ausland ahnte man bisher nicht in aller Schärfe, was sich jetzt herausschälte – dass es sich die ganze Zeit im Grunde nur um die Banane des Staatspräsidenten drehte. Weiterlesen »

Kleines Krisenbrevier für mutige Leute

05. Juni 2009

Kürzlich trafen wir uns im Freundeskr(e)ise: Alte Freunde, neue Bekannte, erfahrene und unerfahrene Krisengewinnler und solche die es noch werden wollten: Gehartzte, Alleinerziehende, Geschiedene, Kinderreiche, Arbeitslose. Ja, was soll ich sagen: Die Krise, sie ist angekommen, sie ist mitten unter uns, jeder von uns ist ein Teil von ihr, ganz konkret im Hier und Heute!

Aber wir waren entschlossen, nicht klein bei zu geben, uns nicht gehen zu lassen, die Krise zu bewältigen, bevor sie uns überwältigte.

Daraus entstand, eins fix drei, ein kleiner spontaner Krisenworkshop: Jeder brachte sich ein, jede Stimme zählte und keiner wurde kritisiert. Alle Vorschläge, Tipps und Erfahrungswerte wurden gesammelt und werden hier, tabellarisch geordnet, ganz konkret, gleich sofort, zusammengestellt an Sie/Euch alle weitergegeben.

Sicherheitshalber haben wir jeweils in der letzten Zeile der Tabelle, ohne die Vorschläge und Erfahrungen kritisieren zu wollen, eine Bewertung eingefügt – eine kleine Orientierungshilfe Weiterlesen »

Kinderärzte in NRW: Hilfspolizisten im weißen Kittel?

01. Juni 2009

Das Land NRW hat “LIGA” gegründet, das Landesinstitut für Arbeit und Gesundheit. Dieses Institut verfügt ab diesem Sommer als zentrale Stelle über die Daten aus Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, die Kinderärzte in NRW verpflichtet sind, an die LIGA weiterzuleiten. Die Meldepflicht der Ärzte wurde letztes Jahr eingeführt und soll in diesem Sommer umgesetzt werden.

Die Liga führt regelmäßig Datenabgleiche mit den Einwohnermeldedaten aus Städten und Gemeinden durch. Auf diesem Wege wird ermittelt, welche Eltern nicht bei den U-Untersuchungen waren.

Reagieren die Eltern nicht auf eine Erinnerung der ”Zentralen Stelle Gesunde Kinder” der LIGA und nehmen sie die eingeräumte 1o-Tages-Frist nicht war, wird das Jugendamt eingeschaltet. Weiterlesen »

Gedanken zur Welt

18. Mai 2009

Heute erhielt ich über eine Freundin eine E-post der Kölner Mitmachzeitung. Den Text kannte ich schon in etwa, es gibt ihn wohl in vielen Versionen. Er ist gleichwohl immer bedenkenswert …

Die Erde (NASA)

Die Erde (NASA)

Wenn man die Weltbevölkerung auf ein 100 Seelen zählendes Dorf reduzieren könnte und dabei die Proportionen aller auf der Erde lebender Völker beibehalten würde, wäre dieses Dorf wie folgt zusammengesetzt:

57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Amerikaner (Nord-, Zentral- und Süd), 8 Afrikaner.

Es gäbe 52 Frauen, 48 Männer, 30 Weiße und 70 nicht Weiße, 30 Christen und 70 Nichtchristen, 89 Heterosexuelle und 11 Homosexuelle.

6 Personen besäßen 59 % des gesamten Reichtums und alle 6 kämen aus den USA, 80 lebten in maroden Häusern, 70 wären Analphabeten, 50 würden an Unterernährung leiden, 1 wäre dabei, zu sterben, 1 wäre dabei geboren zu werden. Nur 1 Person besäße einen Computer und nur einer hätte einen Universitätsabschluss. Weiterlesen »

Das Augenlicht – gehütet wie unser Augapfel?

15. Mai 2009
bedenkliches Blaulicht

bedenkliches Blaulicht

In der aktuellen Schweizer Zeitschrift ZeitenSchrift Nr. 62/09 fand ich einen äußerst informativen Beitrag zur Biologie des Lichts. Nach seiner Lektüre begriff ich noch viel besser, warum Kunstlicht, und vor allem sog. Vollspektrum-, Warmton-, Tageslicht- oder Bio-Leuchtstofflampen so schädlich für unseren Körper und vor allem natürlich für unsere Augen sind.

Unsere traditionelle Glühlampe strahlt ein natürliches Lichtspektrum aus und ist damit dem Sonnenlicht ähnlich. Ihr Licht zeichnet sich durch ein ausgewogenes Maß an den Anteilen des sichtbaren Lichts aus; man spricht deshalb auch von Vollspektrumlicht.

Gänzlich anders verhält es sich dagegen mit den sog. Fluoreszenzlampen, zu denen auch alle oben angeführten Sparlampen gehören. Ihr Lichtspektrum besteht vorwiegend aus isolierten Spitzen einzelner überhöhter Lichtfrequenzen. „Na und?“, könnte man fragen, „wenn es denn energiesparend ist“

Einmal davon abgesehen, dass die sog. Energiesparlampen keine Energie sparen, da sie wegen ihres Quecksilbergehalts Sondermüll darstellen und man außerdem die hohen Produktions- und Entsorgungskosten in einer Art geschönten „Müllmännchenrechnung“ nicht berücksichtigt, wurde mir schlagartig klar, dass Licht ja eine Form von Nahrung ist – nicht nur für unsere Augen, sondern für unseren gesamten Organismus. Durch die jahrelange Polemik der Massenmedien gegen das natürliche Sonnenlicht haben wir völlig aus den Augen verloren, was wir uns eigentlich mit dem „falschen“ Sonnenlicht antun! Weiterlesen »

Schmerz braucht Bewusstheit

12. Mai 2009
Schmerz

Schmerz

Seit einiger Zeit hatte ich Probleme mit der Nackenwirbelsäule. Zu allem Überfluss kam vor ein paar Wochen noch ein mittelschweres Schleudertrauma hinzu. Zur Erleichterung meiner Pein schwebte mir ein erfahrener, feinnerviger Osteopath vor, der mir mit ein paar Zaubergriffen, irgendetwas, das ich als blockiert und verrutscht empfand, wieder an seine richtige Stelle befördern sollte.

Diesen Herrn fand ich dann auch, und erwartungsgemäß drückte er an zwei Punkten hinter beiden Ohren, und legte meinen geplagten Hals noch jeweils einmal langsam nach rechts und nach links – und klasse! Mein Radius stieg signifikant zusammen mit einem Gefühl der Entblockierung. Ich war auf einem guten Weg.

Gestern machte ich dann einen Fehler. Eine Freundin bot mir im Austausch für einen ihr erwiesenen Gefallen eine Massage an. Eigentlich hätte ich es wissen müssen: Man soll sich nicht von Laien in einen Heilungsprozess hineinmassieren lassen, zumal nicht im Bereich der delikaten Halswirbelsäule. Weiterlesen »

Modernes Kinderrätsel

05. Mai 2009

In meinem kleinen Häuschen,
da hab ich ein Kabäuschen,
das ist mein cooler Shoc¹ -Room,
da brüll und tanz ich laut rum.

In diesem Oberstübchen,
da prob ich Bubenstückchen
von argen, bösen Viren,
die schnell auf allen Vieren

Vom Schwein zu Menschen hüpfen
und dann in Vögel schlüpfen;
vom Vogel dann zur Kuh:
Da macht das Virus „Muh“!

Es hat ein Ringelschwänzchen
und auch ein Federkränzchen.
Es ist so schlau-gerissen:
Nur ich kann davon wissen. Weiterlesen »

Alles ist Sonne

02. Mai 2009

NASA: 3D Bild der Sonne

NASA: 3D Bild der Sonne

Auf Island sagte mir einmal ein Isländer unvermittelt im Gespräch: „Ich bin ein einfacher Mann. Aber wenn ich eine Religion aussuchen müsste, so würde ich die Sonne anbeten.“

Dieser Satz war sehr ehrlich und außerdem nachvollziehbar. Vermutlich hatte ein Weiser zu mir gesprochen.

Auf Island, der Insel in der Nähe Grönlands, ist nicht so wichtig, fehlt nichts oft so sehr, wie das Sonnenlicht − in den Wintermonaten. Im Frühjahr und im Sommer ist die Sonne dafür dann fast immer anwesend: Nachts wird es nie ganz dunkel.

Ich werde das Gefühl des durch diese Daueranwesenheit der Sonne ausgelösten, körperlich und geistig-emotional spürbaren Energieschubs nie vergessen − ein euphorieartiges, fast süchtigmachendes Glücksgefühl… Weiterlesen »

Warn und Alarm

01. Mai 2009

Hach nee, ach nee, ich glaub ich kann nicht mehr. Neeneeenee. Ich weiß nicht. Ich kann und will nicht mehr. So nicht. Nicht mehr mit mir. Neeeneeenee. Nein! Ich kann das nicht mehr hören. Ich will das nicht mehr! Die können mich alle mal gern haben. Ich bin völlig mit den Nerven runter. Echt fertig. Neeneenee. Mir wird alles zu viel. Ich glaub, da muss jetzt was passieren.

Ich weiß, nicht wie es Ihnen geht: Aber ich glaub ich hab ne Warnallergie. Ich kann das nicht mehr. Wenn ich das Wort schon höre. Jetzt auch noch Prinz Charles! Das fehlte noch! Der kam nach Deutschland, um zu warnen. Vor dem Klimawandel, und hat dafür auch noch einen Preis erhalten. Neeneenee. Das hält man doch im Kopf nicht mehr aus. Weiterlesen »

Vogelgrippe-Seuche, Bankengrippe-Seuche, Schweinegrippe-Seuche. (Teil 2 mit Stirnrunzeln)

30. April 2009

Schweinegrippe. Die Medienwalze rollt also mal wieder. Die Meinungsvielfalt wird radikal vereinfacht. Ein Klima der Hysterie lässt einen um das Denkvermögen bangen und macht jeden Einwand mundtot. Kurz, es ist mal wieder Zeit, Verdacht zu schöpfen. Weiterlesen »

Vogelgrippe-Seuche, Bankengrippe-Seuche, Schweinegrippe-Seuche. Teil 1 (mit Augenzwinkern)

30. April 2009

Die Preisfrage: Wählen Sie aus den 3 oben genannten Begriffen, denjenigen aus, der ein reales, wirkliches, besorgniserregendes Problem weltweit darstellt.

Die vorletzte Seuchen-Sau, die durchs Dorf getrieben wurde, war die Vogelgrippe 2005/2006. Wir erinnern uns: Sie war dem Pentagon entlaufen und trat einen ungeheuren Siegesgalopp rund um die Welt an. Zuerst der Truthahn des griechischen Bauern Dimitris Kominaris auf der ostägäischen Insel Inousses. Und weiter ging’s im Schweinsgalopp, nicht aufzuhalten war sie: Zugvögel verirrten sich in Hühnerlegebatterien. Vermutlich aus Mitleid schaute sie bei ihren gequälten, unfreien Artgenossen vorbei – und weiter ging’s mit der Seuchensau: Mein lieber Schwan! Erinnern Sie sich noch? Notstand auf Rügen: Ein Schwan war doch tatsächlich im Winter verendet. Bitte nicht küssen! Warnstufe rot!

Millionen Hühner und Gänse fielen allerdings weniger dem behaupteten H5N1 Virus, sondern vor allem einer herzlosen, gnadenlosen, weiträumigen Vergasung zum Opfer. Sogar bei Hobbyzüchtern seltener Geflügelrassen fielen die Seuchenbekämpfer ein und schlachteten die unter Verdacht geratenen Zwerg-, Perl- und Gurrhühner vor den Augen ihrer entsetzten Besitzer des nachts an Ort und Stelle ab.

Doch dann: Das Wunder: Rechtzeitig vor Einsetzen der Fußballseuche endete die Vogelseuche! Das war knapp! Weiterlesen »

Jugendpsychiatrie: Therapievoraussetzung Ritalin

27. April 2009

Ritalin täglich

Ritalin täglich (Bildquelle: www.deesillustration.com)

Gerade sprach ich mit einer Freundin. Sie ist alleinerziehende Mutter zweier Söhne und wohnt in einer westdeutschen Großstadt. Sie ist von zarter, eher zerbrechlicher Gestalt und bisweilen schlagen ihr die Dinge über dem Kopf zusammen. Sie selbst ist momentan wegen gelegentlicher Angstattacken erst einmal für einige Monate berentet. Davor arbeitete sie manchmal in 1-Euro-Jobs; letzthin legte man ihr einen Ganztagsjob nahe, irgendeinen, was sie mit Hinweis auf ihren 15-jähringen jüngsten Sohn, der sie noch dringend brauche, ablehnte. Weitere Sanktionen der Ämter konnten durch ihre psychische Erkrankung vorläufig abgewehrt werden, aber das Problem mit dem jüngsten Sohn bleibt.

Ich gebe zu, dass ich Tommy (Name geändert) seit frühster Kindheit kenne und er seither eine “Stein bei mir im Brett” hat. Das mag an so irrationalen Dingen liegen, wie der Erklärung, die er mir im Alter von ca. fünf bis sechs Jahren abgab, als ich ihm sagte, “Tommy, ich mag dich.” Tommy meinte daraufhin: “Itsch ditsch auck” − er geriet noch etwas mit der offiziellen Aussprache in Kollision, bewegte sich aber durchaus damals schon in seinem eigenen logischen System. In dieser Zeit war es auch, dass Tommy immer in Windeseile auf Obstbäume kletterte und mir eifrig Früchte pflückte − ganz klar schon damals ein echter Gentle-Mann. Weiterlesen »

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