Mit ‘Syrien’ getaggte Artikel

Syrien. Die NYT dokumentiert einen “Selbstmordanschlag”

Freitag, 24. August 2012

Die New York Times veröffentlichte am 20. August eine Reportage, “Life With Syria’s Rebels in a Cold and Cunning War” (Leben mit Syriens Rebellen in einem kalten und hinterlistigen Krieg) – das Leben  mit den Rebellen der “Löwen von al Tahwid” in Aleppo. Die Überschrift ist euphemistisch, was man jedoch erst realisiert, wenn man den Beitrag bis zu Ende gelesen/angesehen hat.

Was als respektvolles Porträt einer Gruppe der FSA (Free Syrian Army) gedacht war, gerät unversehen zur Dokumentation eines moralischen Abgrundes und Beantwortung der Frage: Wie kommt es zu “Selbstmordanschlägen”? (weiterlesen…)

Syrien-Analyse: Die Schande des Westens

Dienstag, 21. August 2012

Am 18. August 2012 erschien bei „Open Democracy“ ein Artikel des jordanischen Freelance-Journalisten und Schriftstellers Ahmad Barqawi aus Amman. Nicht nur der Inhalt seiner Syrien-Analyse, sondern auch die Tatsache, dass Open Democracy seinen Artikel veröffentlicht, ist sensationell.

Ist er doch eine schonungslose Abrechnung mit der bisherigen Syrienpolitik der westlichen Staaten und der Politik der Medien. Die Tatsache, dass Open Democracy Barqawis bitterer Lageanalyse bringt, ist ein Alarmzeichen. Es zeigt wie ernst die Lage in Syrien wirklich ist. Es ist ein Beweis mehr, wie sehr die bisherige westliche Linie das Land zugrunde gerichtet hat in einem Ausmaß, das jeder Beschreibung spottet. (weiterlesen…)

Die Rolle der Medien im Syrienkonflikt

Samstag, 18. August 2012

Am 3. Juli veranstaltete die Deutsch-Syrische Gesellschaft (DSG) in der ehemaligen syrischen Botschaft in Bonn eine Veranstaltung mit diesem Titel. Eingeladen waren neben meiner Wenigkeit, Olaf Kretschmann und Christoph Hörstel.

Olaf Kretschmann hatte Aufsehen erregt mit einer detaillierten Analyse und Kritik an der ARD-Reportage “Heimlich in Homs”, wofür er einen eigenen Blog einrichtete. Die Analyse und streckenweise Entlarvung der “Exklusivreportage” des 1. deutschen Fernsehens ist hochspannend und ein echter Realkrimi. Mein Beitrag widmete sich schwerpunktmäßig neuen Erkenntnissen über die Rolle von AVAAZ in Syrien (Über Avaaz hatte ich schon im April dieses Jahres eine ausführliche Recherche auf dem Hauptportal von zeitgeist Online veröffentlicht).

Das Thema am 3.7.12 war: „Informationskrieg um Syrien? Die Rolle einer internationalen Kampagnen- und Spendenorganisation AVAAZ.“ (weiterlesen…)

CFR-Chef Haass: USA vor Militärschlag in Syrien wegen angeblicher Chemiewaffen?

Freitag, 20. Juli 2012

Nach dem verhehrenden Bombenanschlag im syrischen Geheimdiensthauptquartier in Damaskus am 18.7.2012, rief der bekannte US-Interviewer Charlie Rose am selben Tag (!) mehrere Personen zum Talk zusammen, darunter insbesondere interessant: Richard Nathan Haass, seit 2003 Chef des wichtigen Council on Foreign Relations (CFR), der faktisch die amerikanische Außenpolitik ausrichtet.

Haass gab in der Runde den Ton an, seine Prognose für Syrien war, am wahrscheinlichsten, eine Irak-ähnliche Situation des Zerfalls in Sektierertum. Hier seine wichtigsten Aussagen und Prognosen: (weiterlesen…)

Sorge um Westerwelle: Ein gebrochener Mann? Oder: Der Libyen-Faktor in Syrien

Donnerstag, 19. Juli 2012

Weggetreten: Westerwelle. Daneben Clinton und der frz. Außenminister Fabius, der fragend zu Westerwelle schaut (Quelle: Keystone)

Guido Westerwelle war nie ein Kind von Traurigkeit. Sein triumphaler Optimismus auf FDP-Parteitagen, sein breites Lachen, sind legendär und wurden regelmäßig von politischen Kabarettisten aufs Korn genommen.
Unter dem Vorsitz von Westerwelle erreichte die FDP bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 mit historischen 14,6 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis.

In den letzten Wochen und Monaten scheint es jedoch mit ihm bergab zu gehen: Aktuelle Bilder des Außenministers an der Seite der amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton zeigen ihn als Häufchen Elend. Er wirkt mehr und mehr in sich zusammengesunken, der Blick leer.

Auf der Konferenz der „Freunde des Syrischen Volke“ Anfang Juli in Paris gab Hillary Clinton den Ton an. In verbal äußerst aggressiver und bedrohlicher Art und Weise kündigte sie gegenüber Russland und China Konsequenzen an: „They will pay“. Die beiden Länder, die Paris gemieden und wiederholt eine Resolution im UNO-Sicherheitsrat gegen Syrien nach dem Modell Libyens verhindert hatten, zogen sich die uneingeschränkte Abneigung der US-Außenministerin zu. (weiterlesen…)

Deutsche Kommandos in Syrien?

Mittwoch, 11. Juli 2012

Am 26. Juni berichtete DEBKAfile, das 2000 gegründete israelische Internetportal für Nachrichten aus dem Geheimdienst und Sicherheitsbereich, britische Spezialtruppen befänden sich in Syrien. Britische, französische und türkische Quellen hätten berichtet, Special Operations Forces seien am 26. Mai von der Türkei über die syrische Grenze bis zu 10 km ins Land gegangen. Militärische Quellen aus den Golfstaaten hättten dies ebenfalls berichtet.

Die erste Stufe der Operation sei das Ziel, entlang der türkisch-syrischen Grenze und an anderern Orten Syriens Sicherheitszonen für Rebellenmilizen als Rückzugsgebiet einzurichten. Die syrischen, russischen, iranischen und Hisbollah-Reaktionen seien dann maßgeblich für die Durchführung der nächsten Stufe der Operation.

Am 28.6.2012 gab das Portal Elite UK Forces eine Zusammenfassung (“British Special Forces In Syria?”) der verschiedenen Quellen und Behauptungen über die Präsenz britischer Spezialtruppen in Syrien, ohne diese weiter zu kommentieren oder anzuzweifeln.

Dasselbe Portal gab schon im Januar dieses Jahres einen Überblick  (“British Special Forces Training Syrian Rebels?”) über die angeblichen Aktivitäten britischer und auch französischer Spezialkräfte in Syrien: (weiterlesen…)

Kriegsmeldung des Tages

Samstag, 03. Dezember 2011

Noch im Halbschlaf stolperte ich die Treppe hinunter und sah verschwommen die Tageszeitung auf der Treppe liegen, „45.000 Koblenzer werden evakuiert… Bomben … starke Beeinträchtigung …“. Die Verarbeitung der Information durch meine Synapsen erfolgte schleppend und ich fragte mich, was da passiert sei.

Kriege lösen die zeitliche Abfolge der Dinge auf. Die Nachricht war irgendwie aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

Die Folgen des zweiten Weltkriegs sind jetzt noch immer zu spüren – täglich, verändern die Vergangenheit, beeinflussen die Gegenwart und wirken in die Zukunft. Sie lösen Linearität auf.

Die 1,8 Tonnen Bombe war vor 66 oder 67 Jahren in den Rhein gefallen, auch nach Jahrzehnten kann sie theoretisch noch explodieren. In Wahrheit hören die Folgen von Kriegen nie auf.

Materielle Schäden, körperliche und seelische Verkrüppelungen, die sich in die nächsten Generationen hineinvererben. (weiterlesen…)

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